Karlstadt – Luthers (ewiger) Widersacher

Jedes Jahr zum Reformationstag lese ich ein Buch zum Thema – diesmal: A.O.Schwede: Der Widersacher.
Ich will mein Archidiakonat und alle Güter, die ich habe, freiwillig aufgeben, auf Vater, Mutter, Bruder und Schwester verzichten, alles gelassen am Leib und Seele, das mich von göttlichen Zusagen zieht oder entfernt. Ich weiß, daß ich gelassen sein muß und alle Kreaturen gelassen muß. Ja, ich muß nicht allein euch, sondern mich selber gelassen, ich darf mich meines Leibes und Lebens nicht annehmen.“ Andreas Karlstadt

Gut zwei Jahre lang beschäftigte mich während des Studiums die Reformation, der Bauernkrieg, vor allem natürlich die übermächtige Gestalt Luthers. Bald aber kam eine historische Figur in den Fokus, deren Bedeutung für den frühreformatorischen Prozeß kaum zu überschätzen, die dennoch aber wenig bekannt ist und falls doch, dann zumeist unter falschen Zuschreibungen. Und diese stammten von Luther höchstpersönlich und hielten sich durch die Jahrhunderte.

Die Rede ist von Andreas Bodenstein, bekannt als Karlstadt.

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