Das Kräuterbuch – Zueignung

In der Márai-Welle, die vor 20 Jahren über das Land schwappte und besonders vom Piper-Verlag bewirtschaftet wurde, war fast alles des großen ungarischen Autoren übersetzt worden, auch durchaus Zweitrangiges. Erstaunlicherweise entging das „Füves Könyv“ dem Übersetzungseifer, und das ist umso merkwürdiger, als es ein Zentralwerk des Künstlers ist. In ihm finden wir nämlich auf einzigartige Weise seine Lebensphilosophie ausgedrückt, komprimiert in meist kurze aphorismenartige Sequenzen. Deutlicher wird Márais innere Befindlichkeit nirgendwo, selbst in den Tagebüchern nicht.

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