Schönheit und Wahrheit

Devise muß stets sein: Gewinnen wollen – verlieren können. Gilt für`s Leben. Ellen Kositza

Dieser Tage schrieb ich, die um sich greifende Wertnivellierung thematisierend: „Wer fett ist, ist nur anders schön und wer doof ist, exzelliert eben in Doofheit, die ihm keiner nachmachen kann“. Möglicherweise haben sich einige Leser oder sogar Leserinnen vor den Kopf gestoßen gefühlt. Am gleichen Tag stellte Michael Klonovsky einen kongenialen Netzfund ein. Darüber kann man ein wenig meditieren.

Meine Äußerung im Zusammenhang mit der Änderung der Namengebung in Deutschland war selbstredend nicht individuell gemeint. So wenig, wie der je einzige Name von vornherein zu bewerten ist, so wenig kann man auch das physische Erscheinungsbild thematisieren – erst in der Menge und im statistischen Mittel wird dies diskutabel. Es mag tausend gute Gründe geben, sein Kind Kevin zu nennen, aber wenn es plötzlich tausende tun, dann darf man die sich dahinter verbergende Tendenz analysieren. Es mag auch viele gute Gründe geben, übergewichtig zu sein, aber in der Masse wird diese je individuelle Tatsache signifikant.

Es versteht sich auch von selbst, daß es schöne und attraktive fettleibige Menschen gibt und manche sind in diesem Zustand sogar angenehmer anzuschauen. Das ist jedoch nicht die Norm. Die Norm ist der mehr oder weniger schlanke Mensch, mehr noch, das schlanke Tier. Schon von seiner anthropologischen und animalischen Grundlage her, ist der Dicke in Gesellschaft und Tierreich meist benachteiligt. Ihm fehlt es an Agilität, Geschwindigkeit, Ausdauer, um sich im natürlichen Lebenskampf langfristig zu behaupten, er geht auch intrinsische Gesundheitsrisiken ein, die sein Leben statistisch gesehen deutlich erschweren und seine Lebenserwartung verringern.

Von daher ist das ästhetische Ideal des schlanken Menschen vollkommen konsequent – es zieht sich durch alle Kulturen und alle Zeiten, ausgenommen sind symbolische Überhöhungen, dort etwa, wo die steinzeitliche Venus mit überdimensioniertem Busen Fruchtbarkeit oder der in sich ruhende runde Buddha die vollkommene Seelenruhe oder der beleibte Häuptling Macht und bewußte Entwöhnung von der Arbeit symbolisieren soll. Diese Darstellungen zeigen Ausnahmepersonen und sind gerade nicht verallgemeinerungsfähig.

Das eigentliche Skandalon im oben abgebildeten „Fortschritt“ ist eben nicht die Sexualisierung der Frau im älteren Bild, sondern die selbstgenügsame Gewichtigkeit des neuen Ideals. Nicht, daß die Frau schwer adipös ist, ist das Problem, sondern ihr Gestus, der uns vermitteln soll, daß gut sei, wie sie sei.

Daß jeder Mensch gleich schön sei, ist eine ideologieinduzierte Lüge, die zwangsläufig zur kognitiven Dissonanz führt, denn jeder sieht, daß dem nicht so ist, liest aber das Gegenteil in Bildcode und Sprachbotschaft: I speak my truth in my Calvins. Die Wahrheit ist hier eine Lüge, offen sichtbar und völlig unverfroren verkündet.

Das Gefährliche daran ist, daß diese wahre Lüge die Menschen beeinflußt und (v)erzieht. Wird dieser Gedanke nämlich gesellschaftlich akzeptiert, dann führt er exakt zum Gegenteil von Fortschritt: zu Stagnation und Rückschritt. Es wird den Menschen das abtrainiert, was Menschsein in allen Kulturformen bedeutet und ist, was alle Religionen und alle validen Weltanschauungen lehrten: die Arbeit an sich selbst, die Sorge um sich selbst, der Versuch sich selbst zu verbessern, das Üben. Letztlich die Leistung.

Der Lügencharakter kann ganz leicht enthüllt werden, indem man einer solchen Person ganz einfach die Wahrheit ins Gesicht sagt, in diesem Falle also ganz wertfrei: „Du bist dick“ o.ä. härtere Varianten. Nur wenn die Person sich davon nicht getroffen oder „diskriminiert“ fühlt, wenn sie „dick“ und „schön“ also tatsächlich in ihrem inneren Wortschatz gleichsetzt, wenn sie sich ungekünstelt über dieses Kompliment freut, nur dann kann man ihr unterstellen, daß ihre Selbstgerechtigkeit nicht gespielt und nicht ideologiegetrieben ist.

Das unterscheidet den Menschen vom Tier – das er biologisch dennoch bleibt –, daß er sich in sein persönliches Schicksal, in seine Geworfenheit nicht fügt, sondern diese aktiv zu verändern versucht – und daran auch scheitert.

Hier gilt es eine Doppeldeutigkeit zu beachten, die alle Weisheitslehren eint. Es gibt einerseits unabänderliche Konditionen – jeder kennt das. Man – oder etwas an einem – ist von Geburt her zu groß, zu klein, zu schief, zu hell, zu dunkel, etwas fehlt oder ist zu viel usw. Sofern diese Prämissen unabänderlich sind, so lehren uns die Weisen durch die Jahrtausende, hat der Mensch daran zu arbeiten, sich mit ihnen zu arrangieren, sie zu akzeptieren, seinen inneren Frieden damit zu machen und zwar nicht im Sinne der inneren Resignation, sondern der Affirmation. Aus den „Schwächen“ Stärken machen, ist ein möglicher Weg, wie etwa jener Bekannte, den die Natur unter 1,60 Meter groß schuf und der ein herausragender Judoka – in seiner Gewichtsklasse – wurde und damit fast alle ihn körperlich Überragenden noch immer aufs Kreuz legen kann. Daß er dennoch kaum mit einer hochgewachsenen Frau Kinder zeugen können würde, damit hatte er sich abzufinden.

Dort aber, wo Veränderung möglich ist, sollte sie angestrebt werden. Das setzt in der Regel langwierige Übungen, viel Durchhaltevermögen und Motivation voraus und endet nicht selten im Mißerfolg. Geboten ist es dennoch und zwar lebenslang. Die Wahrheit der abgebildeten Schönen in unpassender Reizwäsche sollte also nicht sein: Ich bin, wie ich bin – dieser Satz sollte dem Vollkommenen vorbehalten bleiben –, sondern: ich werde versuchen, meiner Unterwäsche gerecht zu werden.

Man verwechsle das nicht mit den ebenfalls fragwürdigen Selbstoptimierungversuchen vieler Menschen, die heutzutage perfekter als perfekt werden wollen, perversen Idealen nachhecheln. Auch darin steckt die Lüge, daß alle gleich sein könnten.

Selbstoptimierung im derzeitigen Verständnis und Selbstachtung sind zwei ganz verschiedene Dinge. Dagegen lassen sich Selbstoptimierung und Selbstgefälligkeit an einem gemeinsamen Kriterium – fast wie bei der Hufeisentheorie – erkennen, der Sucht!

Dort, wo ein Verhalten suchtgetrieben ist, wird es problematisch. Der Bodybuilder oder der Dauerläufer, der nicht mehr anders kann, als sich aufzupumpen oder zu laufen, der die Verbesserung suchtartig braucht, ist genauso abhängig wie der Dickwanst, der immerzu essen muß, auch gegen seinen „freien Willen“. Wer sich einer Sucht bewußt wurde – und das betrifft ja die meisten modernen Menschen –, dem stellt sich ethisch die Aufgabe, zuerst diese Sucht zu bekämpfen. Mit ihr werden sich die Laster und Fehler meist von allein erledigen, wird man sich der inneren menschlichen Norm, der Entelechie, dem „inneren Werdeziel“, dem „Werde-der-du-bist“ wieder annähern.

Oder aber man affirmiert die Sucht, macht sie zum Genuß und akzeptiert die meist destruktiven Folgen, jammert dann nicht, ruft nicht nach Hilfe, verbraucht keine fremden Ressourcen.

Man könnte das alles als Privatmeinung abtun und ignorieren, aber das ist uns leider nicht gestattet, denn hinter diesem vermeintlichen Ringen um Gleichheit und Gleichberechtigung (hier muß man klären: Recht wozu?) versteckt sich eine gefährliche Verdrehung der Begriffe, deren Durchsetzung verhindert werden sollte, soll ein freier Gedankenaustausch auch in Zukunft noch möglich sein. Es steht nämlich die Bedeutung des Begriffes „Freiheit“ auf dem Spiel. Botschaften dieser Art wollen eine pervertierte Form dieser Zentralkategorie durchsetzen, indem sie suggerieren, daß der moderne „freie“ Mensch sich von allen Zwängen und Gegebenheiten emanzipieren könne, etwa von den klassischen Begrifflichkeiten, den „sozialen Konstrukten“, den natürlichen Zuschreibungen etc. Demnach können alle alles sein, je nach Façon, der Übergewichtige zum Beispiel per se schön, eben weil er sich dieses Recht, diese Freiheit, herausnimmt – und alle haben das ebenso zu sehen.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, denn sein Fettsein – von genetischen und hormonellen, letztlich biologischen oder physikalischen Dependenzen sehen wir natürlich ab – oder sein Aufgepumptsein basiert auf einem Zwang, einer Sucht, einer Unfreiheit. Solange diese Person nicht in der Lage ist, sich von ihrer Abhängigkeit zu befreien, sollte sie oder sonstwer nicht versuchen, uns diese Unfreiheit als Freiheit, die Häßlichkeit als Schönheit zu verkaufen. Darüber hinaus mag sie sein, wie und wer sie will.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß derartige Auswüchse eine Frage der Selbstachtung sind – aber das ist ein anderes Thema.

8 Gedanken zu “Schönheit und Wahrheit

  1. Wer hat Dir erzählt, dass Rassisten dumm sind? Hast Du IQ-Tests von Rassisten und Antirassisten ausgewertet? Was bringt Dich zu der Anmaßung, Du wärst klüger als die Menschen vergangener Zeiten? Weißt Du überhaupt, wo der dumme Kampfbegriff „Rassismus“ für etwas ganz Selbstverständliches herkommt und wie jung er noch ist?
    Könnten das Personen sein, die Dir Angst machen wollen, das Offensichtliche zu sehen oder gar auszusprechen – nämlich dass es sehr wohl große Unterschiede zwischen den verschiedenen Menschenrassen gibt, die weit über die Hautfarbe hinausgehen? Es sind Unterschiede geistiger Natur, die sich auf Verhaltensweisen auswirken. Was ist dumm daran, das Offensichtliche zu erkennen? Warum sollte es böse sein, es zu tun? Niemand von uns möchte Menschen anderer Rassen töten oder verletzen! Wir möchten nur in unseren Heimatländern ohne sie leben, während sie in ihren Heimatländern ohne uns leben. Gute Zäune machen gute Nachbarn, Hund und Katze zusammensperren macht Blutvergießen. So einfach ist das.
    Alle multirassischen Gesellschaften sind aggressiv und wesentlich gewalttätiger als rassisch homogene weiße. Das ist zweifelsfrei nachgewiesen. Vergleiche einfach Island mit Brasilien! Und Du kannst dazu ruhig auch in die Zeit zurückgehen, als Island noch sehr arm war, mit Geld hat das wenig zu tun.
    Rasse ist mehr als Hautfarbe. Hautfarbe ist ein Propagandabegriff, der dazu dient, die Menschen blind zu machen. Es ist eine lächerliche Vorstellung, dass rassebewusste Menschen deswegen rassebewusst sind, weil ihnen irgendwelche Farben nicht gefallen, und dass sie deshalb sogar andere Menschen töten wollen oder was weiß ich was. Lass Dich doch nicht so von denen veräppeln! Die erzählen einen Haufen Hennenscheiße (sorry, aber geht nicht andes) über uns.
    Reißen wir uns ein Bein aus, um nach Afrika zu kommen und uns dort durchfüttern zu lassen, oder ist das vielleicht doch eher umgekehrt?
    Und noch eines: Ich würde lieber verhungern, als auf Essen aus farbiger Hand angewiesen zu sein. Denn diese Hand wird uns kein Essen geben, so wie Weiße das umgekehrt immer getan haben und auch heute noch tun, sie wird die Machete gegen uns führen, wie sie es derzeit in Südafrika tut.
    „Wenn hier 100 Millionen Mexikaner, Asiaten und Afrikaner leben und sie das Grundgesetz achten… dann ist alles okay.“
    Einmal mehr empfehle ich, solche Leute mit dem in verschiedensten Ländern der Welt bestätigten empirischen Befund zu konfrontieren, dass in ethnisch fragmentierten Gesellschaften:
    – weniger Solidarität herrscht
    – das öffentliche Engagement der Bürger schwächer ausgeprägt ist
    – die Rate an Gewaltverbrechen höher ist
    – die Institutionen schlechter fuktionieren
    – der Rechtsstaat schwächelt
    – die Innovationskreft geriger ist
    etc. etc.
    Alles kein Bauchgefühl, sondern solide sozialwissenschaftliche Studien. Kurz: die Wissenschaft zeigt, dass Multikultigesellschaften schlechter funktionieren. Ein schlichtes, aber zugleich gravierendes Argument, das auf massiver emprische Evidenz beruht. Ein intellektuell halbwegs redlicher Gesprächsgegner kann das nicht ignorieren, sondern muss sich auf die durchaus ungemütliche Positon zurückziehen, dass man diese Nachteile halt aus moralischen Gründen in Kauf nehmen müsse. (Worauf dann die Argumentation auf moralischer Ebene fortgeführt werden kann, wo die Aussichten auf Erfolg keineswegs besser sind).

    Ja, das Kastendenken sehe auch ich als Problem. Ich muß mich da immer über Leute in unserer Szene wundern, die eine angebliche „natürliche arische Kastenteilung“ postulieren, meist entweder Krieger-Priester-Arbeiter oder Jarl-Karl-Thrall, wobei sich die Befürworter von Letzterem wohl als Jarle oder zumindest höhere Karle sehen, während die Thralls immer die anderen sein sollen. Der eine oder andere Counter-Currents-Autor hat um diese Dreiteilung herum sogar eine ganze „arische Zahlenmystik“ um die Zahl Drei zusammenfabuliert.
    Ich sehe diese Jarl-Karl-Thrall-Dreiteilung, wo es sie historisch bzw. prähistorisch tatsächlich gab, als einen beginnenden Rückfall in den Alphapavianismus, der sich zum Teil als Folge der Eroberung anderer Völker ergab und zum Teil als Folge eines zunehmenden Macht- und Wohlstandsgefälles in zahlenmäßig immer größer werdenden Gemeinschaften. Die europäische Feudalaristokratie war die Weiterentwicklung davon.
    Ein besonders krasses Beispiel für ein Kastensystem ist das indische, das wohl als letztendlich gescheiterter Versuch der Rassentrennung zwischen den indoeuropäischen/arischen Eroberern und den unterworfenen Dunkelvölkern bzw. den verschiedenen Mischlingsabstufungen entstanden ist.
    Mir ist es um ehrlich zu sein schleierhaft, wie man meint, in unserer aktuellen Lage erstmal die eigene Seite weiter aufteilen zu können und damit neue Auseinandersetzungen von Zaun brechen zu müssen. Man darf sich nichts vormachen: wir haben aktuell keine Elite, die den Namen verdient. Wir können uns auch keine „Kriegerkaste“ oder Ähnliches leisten, denn die genuinen Interessen dieser Kriegerkaste werden eine weitere Entwaffnung des restlichen Volkes verlangen. Die historischen Vorbilder dazu kennen wir seit Beginn des Mittelalters.
    Was wir brauchen ist eine Volksgemeinschaft mit hohen Hürden, straffen Einlasskontrollen und durchsetzungsfähigen Rauswerfern, die anspringen, sobald jemand gegen die Interessen des Gesamtvolks handelt (und damit sind auch ale Handlungen gemeint, die eine Einzelperson aus dem Volk zum Schaden eines anderen Volksgenossen durchführen – wie es bei allen Kastenwesen der Fall ist).

    Seidwalk: Wer ist „Du“?

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  2. Michael B. schreibt:

    Ich glaube nicht, dass sich Schlankheit zeituebergreifend als Ideal halten laesst. Nicht einmal in der Gegenwart. Faengt schon bei den Tuerken an, aber halten Sie sich einmal in Aegypten auf, dann sehen Sie deutliche Unterschiede in den Praeferenzen.

    Lebenserwartung : Eine Menge Mediziner werden Ihnen sagen, dass das Durchkommen durch einen Krebs mit etwas mehr auf den Rippen durchaus Vorteile bietet.

    Ich finde auch, dass es so etwas wie gesunden Speck gibt (wird allerdings seltener). Fest, aber straff, ein bestimmter Typ Leute den ich sonst nicht naeher charakterisieren kann. Aber Gesundheit wuerde ich denen nicht absprechen.

    Die Schwarze auf dem Bild ist natuerlich voellig entgleist, da gibt es sowenig daran zu deuteln wie daran, dass der allergroesste Teil der Fettleibigkeit hierzulande zum selben schlaffen Problemkreis gehoert, der etwas fuer sich tun sollte:

    Seidwalk: Vom „gesunden Speck“ war nicht die Rede – daher das „mehr oder weniger“. Auch nicht vom Phänomen der Matronisierung, wie man es in vielen südlichen Ländern sieht. Das ist einerseits hormonbedingt andererseits der gesellschaftlichen Funktion geschuldet. Wenn „die Frau“ aus dem Paarungs-Rennen ist weil zu alt oder bereits genügend Mutter (und auch als Folge) dann kann dieser Prozeß einsetzen. Das ist vollkommen „natürlich“, wohingegen der westliche Trend, auch bis ins hohe Alter noch sexy sein zu wollen/müssen, interpretationswürdig ist. Ähnlich beim Mann – dieser signalisiert mitunter im fortgeschrittenen Alter seinen „Erfolg“ durch Gesetzt-werden – und bezahlt es oft mit Diabetes 2 und nun auch dem Dazugehören zur „Risikogruppe“. All das ist hier nicht gemeint. Auch nicht die genetisch bedingten dicken Hintern in bestimmten Ethnien etc.

    Auch kulturelle Abweichungen sind selbstverständlich, zeigen aber auch, daß „Kulturen“ nicht immer klug sind und wider „die Natur“ handeln: man denke an Lippenteller, Halsringe, Schädelformen, Fußbinden, Genitalverstümmelungen etc. Dazu kann auch kulturelle Fettleibigkeit zählen.

    Aber niemand wird bezweifeln, daß ein Altmeier würdelos wirkt, wie er sich da in seinen Stuhl quetscht.

    https://twitter.com/TuncayOezdamar/status/1258698378634035201

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    • Vom „gesunden Speck“ war nicht die Rede – daher das „mehr oder weniger“. Auch nicht vom Phänomen der Matronisierung, wie man es in vielen südlichen Ländern sieht. Das ist einerseits hormonbedingt andererseits der gesellschaftlichen Funktion geschuldet. Wenn „die Frau“ aus dem Rennen ist weil zu alt oder bereits genügend Mutter (und auch als Folge) dann kann dieser Prozeß einsetzen. Das ist vollkommen „natürlich“, wohingegen der westliche Trend, auch bis ins hohe Alter noch sexy sein zu wollen/müssen, interpretationswürdig ist. Ähnlich beim Mann – dieser signalisiert mitunter im fortgeschrittenen Alter seinen „Erfolg“ durch Gesetzt-werden – und bezahlt es oft mit Diabetes 2 und nun auch dem Dazugehören zur „Risikogruppe“. All das ist hier nicht gemeint. Auch nicht die genetisch bedingten dicken Hintern in bestimmten Ethnien etc.

      Auch kulturelle Abweichungen sind selbstverständlich, zeigen aber auch, daß „Kulturen“ nicht immer klug sind und wider „die Natur“ handeln: man denke an Lippenteller, Halsringe, Schädelformen, Fußbinden, Genitalverstümmelungen etc. Dazu kann auch kulturelle Fettleibigkeit zählen.

      Aber niemand wird bezweifeln, daß ein Altmeier würdelos wirkt, wie er sich da in seinen Stuhl quetscht.

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    • Michael B. schreibt:

      > Vom „gesunden Speck“ war nicht die Rede – daher das „mehr oder weniger“.

      Ich denke, da gehen unsere Begriffe quantitativ auseinander. Was ich meine, ist schon dick. Nur passt es eben zu diesem Typus und ich halte es nicht fuer krank.

      > Auch kulturelle Abweichungen sind selbstverständlich, zeigen aber auch, daß „Kulturen“ nicht immer klug sind[…] Dazu kann auch kulturelle Fettleibigkeit zählen.

      Dazu kann aber auch jegliche Spinnerei zaehlen, die aus Schlankheitsueberbewertung resultiert, es ist ja auch nur eine spezielle und zeitgebundene Kultur die das propagiert (wie gesagt, ich halte die Behauptung das waere immer schon so gewesen fuer nicht haltbar). Diese Fehlwege gibt es ja auch.
      Und wer definiert ueberhaupt Uebergewicht? Extrem geschaeftsgetrieben, wie auch Blutdruck- oder Zuckerwerte (sehen Sie sich einmal die Entwicklung der offiziellen Grenzwerte die zwischen gesund und krank teilen der sagen wir letzten 35 Jahre an. Bei jeder Absenkung gab es gleich ein paar Millionen neue Kranke deren Zustand unveraendert zu vorher war).

      Seidwalk: Es geht im Artikel um Schönheit, nicht um Krankheit. Daß das Gesunde in der Regel schöner ist als das Kranke, ist nicht meine Meinung, sondern eine Tatsache – Ausnahmen abgesehen. Von mir aus kann jeder sich so krank fressen, saufen, rauchen, kiffen … wie er will. Nur soll er – oder die Öffentlichkeit – nicht verlangen, daß ich das gut, schön oder gleichwertig finde. Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind objektive Parameter mit denen ich zwischen Fällen unterscheiden kann – dazu brauche ich keine letztgültige Definition. Klar gibt es Übergänge aber es gibt auch Zustände: wenn der Körper durch jahrelange Blutzuckerschwemme Insulinresistent geworden ist, dann ist eben ein Zustand erreicht.

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      • Michael B. schreibt:

        > Es geht im Artikel um Schönheit, nicht um Krankheit. Daß das Gesunde in der Regel schöner ist als das Kranke, ist nicht meine Meinung, sondern eine Tatsache […] Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind objektive Parameter mit denen ich zwischen Fällen unterscheiden kann

        Das verstehe ich jetzt nicht. Sie verbinden oben doch selbst sofort Krankheit und Schoenheit. Finde ich ja auch richtig, tuberkuloese Frauen mit durchscheinender Haut wie in der Romantik sind sicher eher die Ausnahme (aber auch das gibts).

        Der Dicke (den ich meine) wird in Skandinavien wahrscheinlich besser ueberleben als ein Hungerhaken wenn es kalt wird (ja, heute relativer zu sehen, aber der Phaenotyp hat halt seinen Grund). Uebrigens sind Sie bis jetzt auf mein Krebsargument nicht eingegangen. Denn wie oben, krank oder nicht spielt hier eine Rolle. Wie eben zwischen verfettet und dick ein Unterschied besteht. Ich habe selbst eine schlanke Frau von Kositzazuschnitt, soweit ich das aus Bildern entnehmen kann. Ist auch eine Vorliebe, aber ich mache sicher kein Gesetz draus. Mich stoert die Ausnahmslosigkeit, die noch nicht einmal belegt wird, wie diese hier:

        > Die Norm ist der mehr oder weniger schlanke Mensch

        Und da wuerde auch nicht weiterhelfen, die alten Griechen gegen Rubens‘ Frauen auszuspielen. Ich gehe wie gesagt mit, dass es zu viel Gehenlassen und Verfettung gibt, auch im viel zu hohen Prozentsatz, auch unter jungen Leuten. Aber dick als Solches hat auch andere Aspekte.

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        • Ich habe Gesundheit und Schönheit verbunden. Beides sind Komplementärbegriffe aus verschiedenen Seinsbereichen. Schönheit ist im klassischen Verständnis – auch hier hat die Moderne die Begriffe z.T. vollkommen pervertiert – eine ästhetische Kategorie, die meist zweierlei beschreibt: zum einen ein ästhetisches Ideal oder zum zweiten eine ästhetische Norm. Menschen in Gesellschaften finden dasjenige schön, was ihnen unerreichbar ist oder aber als Norm gilt. Norm meint hier zweierlei, das Mittelmaß und das Normative; letzteres wird meist aus ersterem gewonnen. Das Gegenteil der Schönheit ist nicht nur die Häßlichkeit, sondern zuvörderst das „zu“: zu groß, zu klein usw. Daher kann auch Schlankheit häßlich sein, wenn sie ein mittleres oder normatives Maß unterschreitet.

          Auch auf der Wahrnehmungsebene muß man vom Normativen ausgehen. Es gibt bekanntlich Menschen, die gerade das Maßlose ästhetisch attraktiv finden, aus welchen Gründen auch immer.

          Daß der mehr oder weniger schlanke Mensch zeit- und kulturübergreifend die Norm ist, habe ich aus seiner biologischen Bedingtheit herzuleiten versucht, denn nur er ist in der Lage, zu arbeiten, zu kämpfen … zu funktionieren. Seine Fehlentwicklung, wenn sie sich gesamtgesellschaftlich durchsetzt, wird aber spätestens im Konfliktfall oder im Krisenfall zur Überlebensfrage. Hier ist die Leistungsfähigkeit das entscheidende Parameter. Daraus kann man auch schlußfolgern, daß der westliche moderne Mensch im jetzigen Durchschnittszustand und ohne künstliche Unterstützung langfristig wenig Überlebenschancen hat.

          Individuell erachte ich die Freiheit aber für so wichtig, daß ich mir individuell darüber kein Urteil erlauben will. Jeder darf sich die Krankheit anessen/trinken/rauchen, die er möchte – jedoch: Affirmations- und Suchtkriterium beachten! Es gab dazu mal ein sehr instruktives Interview mit dem schon schwer vom Krebs gezeichneten Frank Zappa: https://www.youtube.com/watch?v=PNL-tA1tmwI

          Das ist hochgradig souverän.

          Ein Urteil erlaube ich mir aber auf dem ästhetischen Feld und wage auch die Verallgemeinerung. Von bestimmten Vorlieben abgesehen ist hier der mehr oder weniger schlanke Mensch die Norm und das war er auch meistens im Laufe der Geschichte in fast allen Kulturen und Zeiten. Die Rubens-Frauen sind dabei noch immer zu „vollschlank“ zu zählen und im Übrigen wohl eher einem Weltbild zuzurechnen als der Realität. Das mag Dekadenz sein, das mag auch eine Reaktion auf Hungerzeiten sein oder eine soziale Sezession versinnbildlichen. Frauenideale wurden oft über Fruchtbarkeitsmythen geformt. Kunst und Alltagsempfinden darf man dabei nicht verwechseln.

          Zum Krebs: Adiposität erhöht das Krebsrisiko signifikant wenn auch unterschiedlich ausgeprägt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/172128/Adipositas-Hohe-Relevanz-fuer-Krebs

          Der Satz, daß propere Leute Krebs besser überstehen, bezieht sich meist auf die Behandlung, nicht auf den Krebs selbst. Richtiger wäre wohl zu sagen, daß die Chemotherapie von kräftigeren Personen durchschnittlich besser verkraftet wird, als von mageren. Ob das stimmt weiß ich nicht, würde es eher anzweifeln, sehe kein intrinsisches Argument. Wichtig ist Fitneß und die dürfte beim Adiposen schwerer zu erreichen sein – aber sie ist natürlich möglich. Es sei denn man meint wirklich ausgezehrte Menschen, energielos, mit mangelnden Abwehrkräften. Gibt es dazu Studien? Abgeraten wird auch vom Fasten – auch da bin ich mir nicht sicher, ob das immer korrekt ist. Vielleicht werden wir in einigen Jahrzehnten, wenn es die Chemo-Keule wohl nicht mehr geben wird, mehr dazu wissen.

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          • Michael B. schreibt:

            > denn nur er ist in der Lage, zu arbeiten, zu kämpfen … zu funktionieren.

            Das ist ja gerade der Punkt. Meine Grenzen sind da wohl einfach weiter hinausgeschoben als Ihre. Ich habe einen Bekannten, der nicht besonders gut laufen kann (nicht weil er zu fett ist, aber fuer das Beispiel genuegt es). Der betreibt aber seit seiner Jugend verschiedene Kampfsportarten. Darin kann er sowohl einstecken als auch austeilen weil halt auch zu manchen Zeiten in entsprechenden Milieus unterwegs. Der sagte einmal: „Ich bleibe einfach stehen (muss stehenbleiben) und haue bis es nicht mehr geht“. Ein Leichtfuss koennte das u.U. mit seinen Beinen loesen, aber die Situation gibt das beim Kaempfen halt nicht immer her (um hier einmal dabei zu bleiben, gilt aber fuer spezialisierte Arbeit eher noch noch mehr). Also schon funktionell braucht es verschiedene Typen.

            Es ist uebrigens interessant, dass dasjenige was Menschen hier innerhalb ihrer spezies abbilden bei Tieren oft eine Aufsplittung der Arten erfordert. Reine Groessenunterschiede sind zwar durchaus da, aber in den Proportionen ist das oft weit uniformer. Fiel mir beim Schreiben gerade auf, nicht zu Ende gedacht.

            Damit noch zur Form. Sehen Sie sich einmal aeltere Illustrationen, Filme, Skulpturen von Sportlern (z.B. diese deutschen Turnerbilder mit quergestreiften Trikots um 1900), Kriegern, schoenen Frauen u.a. aus der auch naeheren Vergangenheit an. Ich mag wie gesagt schlanke Frauen, der Waschbrettbauchtraegerin von Klonovsky kann ich trotzdem nicht viel abgewinnen. Von den Griechen/Roemern abgesehen ist auch in den Proportionen viel offen. Ein klassischer indischer Ringer sieht anders aus als sein persisches oder ein europaeisches Widerpart. Die beulenden Muskeln muessen fuer Kraft nicht unbedingt zu vorhanden sein (Muskeln selbst schon). Extrem haesslich ist fuer mich z.B. die amerikanische Oberkoerperbetontheit fuer Maenner bis hin zum Stiernacken wie meinetwegen (dort uebertrieben) in der Ausgestaltung des ‚Superman‘. Das ist -imperial vermittelter- Zeitgeist viel mehr als alles andere.

            Na ja, das Thema erschoepft sich, merke ich. Muss aber auch mal gesagt werden 🙂

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  3. otto schreibt:

    Warum entschuldigen Sie sich? Es gibt keine schönen und attraktiven fettleibigen Menschen. Es mag fette Menschen geben mit ruhigem Gemüt und schönem Gesicht. Aber deswegen ist das Fette an Ihnen nicht schön! Meist jedoch zieht das Fette alle anderem Züge am je einzelnen Menschen in Mitleidenschaft, drückt ihnen ein Charakter auf. Das Sich-ducken-vor- einem-Diskriminierungsvorwurf ist kein schöner Zug. Wir Menschen diskriminieren, wie es die ganze Natur tut, indem wir auswählen und wählen ist ein Grundrecht. Das Wählen ist die Grundlage des Volkes Israel, und damit Menschenrecht.

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