Es braut sich was zusammen

Ein Deutscher in Ungarn erzählt von seiner Wochenendradtour gen Süden, streng die Donau entlang, bis zur serbischen Grenze. Auf den letzten Kilometern immer wieder Polizei und Militär. Es wird ihm etwas mulmig, aber er will es wissen und bis an den Zaun fahren. Kann er auch, wird dann aber von Polizisten gestoppt und ausgefragt, muß Papiere vorzeigen und eine Weile warten. Sie wundern sich, was er da wolle. Kann schließlich aber zurückfahren. Für den Deutschen ein seltsames Erlebnis, das gewisse Klischees zu bestätigen scheint. Was er offenbar nicht weiß, erfahre ich zwei Tage später von einem Ungarn.

Der erzählt mir von der Situation an der Grenze. Bekannte wohnten dort und sähen es jeden Tag. Morgens sammelt die Polizei über Nacht aufgegriffene Grenzübertreter, sie sitzen am Straßenrand. Es seien Dutzende. In Serbien würden die Lager fast platzen, die Bedingungen seien schlecht.

Quelle: police.hu – die absoluten Zahlen sind noch gering, die Steigerungsraten deutlich: illegale Übertritte 2019 nach Wochen

„Aber ihr habt doch den Zaun“, sage ich. Ja, aber es gibt Stellen, an denen man noch immer recht einfach die Grenze überwinden könne. Zum Beispiel bildet westlich von Hercegszántó, direkt am Länderdreieck Serbien-Kroatien-Ungarn – keine drei Kilometer von jener Stelle entfernt, an der unser Radfahrer kontrolliert wurde – ein alter Donau-Arm die Grenze. Dort gibt es keinen Zaun. Nachts stünden dort alle paar Meter Grenzposten, aber die serbischen Schmuggler kennen die Plätze. Wie viele den Weg wagen, weiß niemand. Diejenigen, die es nicht schaffen, werden am Straßenrand versammelt und direkt zurück geschickt. Wer weiter im Lande aufgegriffen wird, komme in ein Camp in der Nähe von Kiskunhalas. Nicht selten würden Migranten aber auch von dort zurück nach Serbien geschickt, um den administrativen Aufwand zu minimieren.

Nun erklärt sich auch die neue Präsenz der ungarischen Armee in unserer Stadt. Sie waren fast zwei Jahre verschwunden, haben die Kaserne in der Stadt nun wieder neu besetzt. Es sind wieder Uniformen in der Stadt zu sehen. Man reagiert auf den wachsenden Migrationsdruck.

das Länderdreieck bei Hercegszántó – auf serbisch-ungarischer Seite bildet die Donau die natürliche Grenze

Selbiger Deutscher – aus Westfalen gebürtig – sagt auch, daß es ihm hier sehr gefalle. Nur ein bißchen bunter könne es sein. Der Ort könne mehr Vielfalt vertragen, ein paar Afrikaner, Asiaten, Araber … Ich frage den Ungarn dazu. Er antwortet – mir ist die Antwort leider nicht eingefallen: Die Stadt sei bunt genug. Es gibt hier Ungarn, Schwaben, Kroaten, Serben, Slowaken, Bunjewatzen und Cigányok und alle bringen sich ein und bereichern das Leben.

Ein anderer erzählt, er hätte ungewöhnlich lange an der rumänischen Grenze warten müssen. Jedes Auto sei kontrolliert worden, alle mußten aussteigen, Kofferräume wurden geöffnet.

Versuch einer Konklusion: Ungarn spürt den wachsenden Druck, der in den südlichen Ländern stetig und kontinuierlich wächst. Es braut sich vielleicht was zusammen.

In den letzten 24 Stunden (25.-26.11.) wurden im ungarisch-serbischen Grenzgebiet bei  Hercegszántó 121 illegale Migranten aufgebracht, davon 118 Männer © sugopart.hu

10 Gedanken zu “Es braut sich was zusammen

  1. Stefanie schreibt:

    Werter @ lynx, ich danke Ihnen für das wunderbare Bild des Lottogewinns in Form eines hochbegabten afghanischen Mädchens. Wenn man es recht bedenkt, scheint dies tatsächlich das Modell der deutschen Einwanderungspolitik zu beschreiben. Bei einer Lotterie wird für gewöhnlich die Hälfte der Einsätze für einen guten Zweck verwendet (und sei es die Sanierung des Staatshaushalts), mit der anderen Hälfte einige wenige Gewinner überschüttet (hier in Form von neuen Ärzten oder wenigstens Erntehelfern, jedenfalls „Fachkräften“) während der Rest mit den Nieten leben muss, sich dafür aber in dem warmen Gefühl sonnen darf, etwas Gutes getan zu haben – und natürlich weiter auf den Hauptgewinn hoffen darf. Auf diesem Prinzip eine Volkswirtschaft gründen zu wollen – darauf muss man erst mal kommen.

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  2. Heinrich schreibt:

    In einer traditionellen Kultur, die weder ideologisch noch in religiösen Irrlehren abgeirrt ist, kann man wohl die etymologische Gleichsetzung von Recht mit “gerecht”, “richtig” usw. gelten lassen. Die Inhalte vermögen sich aber, durchaus im Verlaufe eines Kulturzyklus, der in Zivilisation übergeht, zu ändern, ohne daß die Begriffe sich ändern. Freilich gingen auch kommunistische Diktaturen oder konkret die Terrorherrschaft der französischen Revolution davon aus, das Recht auf ihrer Seite zu haben.
    Hingegen gingen Monarchen davon aus, was viel näher an der Wahrheit ist, von Gott selbst eingesetzt zu sein und als dessen weltlicher Repräsentant das Recht schlechthin zu repräsentieren.

    Ein Gesetz, alle Rothaarigen zu erschießen (oder wahlweise alle Adligen, Juden oder Neger), ist absolut möglich und war in verschiedenen Varianten seit dem Ausbruch der Zivilisation auch schon existent. Im Rahmen des menschengemachten Rechtssystems ist das rechtmäßig, nicht jedoch gerecht im Rahmen der Schöpfunggesetze oder höherer Vernunft, in welche das menschliche Dasein eingebettet ist. Aufgrund der dem Menschen eigenen Freiheit gibt es aber keine Möglichkeit, menschliches und göttliches Recht dauerhaft und ein für alle Mal in Einklang zu bringen.

    Daß zwischen Recht und Gesetz zumindest ein irgendwie gearteter Rangunterschied besteht, ist schon anhand der Existenz beider Wörter offenkundig. Weil “Gesetz” logischerweise etwas “Gesetztes” ist, folgt zwingend, daß etwas übergeordnetes existiert, das es setzt, bzw. auf dessen Grundlage es gesetzt wird. Es ist mit einer Intention “hingestellt” und sekundär. An dieser Stelle kommt das “Recht” ins Spiel. Das Wort ist schon an sich fundamental und repräsentiert ein übergeordnetes Verständnis. Leider ist es nicht per se recht, sondern nur der Idee nach, weil der Mensch nicht sichergehen kann, die göttlichen Gebote/Gesetzmäßigkeiten richtig erkannt und in Recht gefaßt zu haben, geschweige denn daß ihm die prinzipielle Möglichkeit offensteht, absichtlich vom göttlichen Willen abzuweichen. Daher ist Recht nicht in allen Fällen, was das Wort aussagt.

    Diese Kluft zwischen menschlichem Recht (bzw. “Rechtsverständnis” oder “Rechtsauffassung”) und einem Recht, das quasi in Form der Natur-, Schöpfungs- und Schicksalsgesetze im eigentlichen Sinne als “ewiges Recht” im Kosmos kodifiziert ist und nur erkannt werden müßte, ist wohl grundsätzlich nicht zu schließen. Es wird immer einen Unterschied geben zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll.
    Davon ausgehend ist auch, was ich im Vorbeitrag über Recht schrieb, gerechtfertigt, nämlich wenn man vom menschlichen/menschengemachten Recht ausgeht.

    Woran Sie sich gestoßen haben, dürfte verschwinden oder weit weniger widerstreben, wenn ich statt von “wirksamen Recht” von einem “wirksamen Rechtssystem” geschrieben hätte.
    Von dem Grundsatz, daß ein menschengemachtes Rechtssystem letztlich nur von Menschen durchgesetzt werden kann, ist natürlich nicht abzurücken. Es spiegelt die historische Wirklichkeit wider. Verschiedene Arten der Gewalt (etymologisch von “walten”, also ohne per se negativen Beigeschmack) spielen dabei immer eine Rolle.
    Selbst in traditionellen Hoch-, aber auch Früh- und Urkulturen, die ich tendenziell für näher am “ewigen göttlichen Recht” halte, bedurfte es einer vermittelnden menschlichen Gewalt, die das darauf gegründete menschliche Rechtsverständnis durchsetzt.

    Staat und Gewalt sind wohl letztlich nicht trennbar, da er sich an irgendeinem Punkte immer gegen äußere und innere Feinde zur Wehr setzen muß.
    Die Frage ist, ob man ihm auch ein Gewaltmonopol zugesteht. Dieses scheint eine Spezialität vermeintlich freiheitlicher Demokratien und Republiken zu sein, die von sich behaupten, das Volk zu vertreten und daher auch die natürliche “Gewaltfähigkeit” des freien Mannes stellvertretend für ihn an sich zu ziehen bestrebt sind. Sie setzen sich, ohne die höheren Weihen des Königtums erhalten zu haben, ohne eine transzendete Verwurzelung anmaßend als Vertreter des Rechts. Das Gewaltmonopol ist daher modernen Staaten zu bestreiten, während traditionelle Staaten dem Einzelnen in der Regel die Freiheit zugestanden, selbst für sich einzustehen, sich zu verteidigen und in der eigenen Gemeinschaft zu richten, die ein Gewaltmonopol daher gar nicht beanspruchten.

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  3. Frostriese schreibt:

    Als Antwort auf lynx.

    Zu spekulieren bleibt, wann und wie die Sozialisation in eine Kultur stattfindet.

    Anzunehmen ist, daß es sich um ein Erbe handelt, das man bereits in die Inkarnation hineinbringt, die nicht zufällig ist, sondern in der Seele gemäße soziale und kulturelle Umstände erfolgt.
    Darüber hinaus liegt ein gehöriger Bestandteil der körperlichen Komponente in den Genen.
    Der kleinere Rest, der den Zeitgeist/-umstände und Phase im Kulturzyklus wiederspiegelnde „Feinschliff“ findet in Form der Prägung des Heranwachsenden vom Säuglingsalter an statt.

    Wer in einen Kulturkreis hineingewachsen ist, dem ist dessen Weltempfinden, dessen Wahrnehmungsweise, Weltsicht und Denkweise zueigen. Es ist gar nicht mehr möglich, sich durch Zuwanderung in einen anderen Kulturkreis zu sozialisieren und umzuprägen. Eine Integration gibt es nicht, bestenfalls ein Verstellen zum eigenen Vorteil, um nicht anzuecken.
    (Inwiefern es Mischformen gibt mit Elternteilen aus zwei Kulturen oder fremden Elternteilen aber nachgeburtlicher Prägung im anderen Kulturkreis, wäre gesondert zu diskutieren. Es handelt sich womöglich um Menschen, die innerlich immer irgendwie „zwischen den Stühlen“ sitzen, nirgendwo ganz fremd und nirgendwo ganz zu Hause, daher auch gern mal nach drei Generationen im Gastland die Seiten wechseln.)

    Es ist gewiß nicht anzuhemen, daß Menschen aus fremden Kulturkreisen hier einwandern, um sich von „Teilen eines Stammes oder einer Sippe oder einer Großfamilie“ zu „Individuen“ zu entwickeln. Das können sie gar nicht. Sie haben gar keinen Begriff, gar kein Verständnis für eine solche Entwicklung, da ihnen die zugrundeliegenden geistigen Konzepte fremd sind.

    Deine Aussage ist im Grunde Kolonialismus im Altenheimstadium. Statt die Segnungen der faustischen Zivilisation zu den Wilden zu bringen, sollen sie gefälligst her kommen und die besten Menschen aller Zeiten werden, die Speerspitze der menschlichen Evolution, als welche der faustische Mensch in seinem vollen Glanze darsteht. 😉
    Du hast vermutlich unreflektiert einige der grundlegend falschen Propagandanummern aufgesogen, die vom utopischversifften linken Zeitgeist ventiliert werden. Der Versuch, den „edlen Flüchtling“ zu retten ist letztlich nur die halbdemente, selbstvergessene und kulturmarxistische Variante des früheren Versuchs, die Welt nach dem eigenen Ebenbild zu formen. Nun soll die Welt in uns aufgelöst werden, wobei die meisten wohl nicht bedenken, daß dies zu unserer Auflösung in den anderen führt. Der Abendländer erhebt sich auch hier zum Gott und spricht: „Nehmt und eßt; das ist mein Leib“ sowie „trinkt alle daraus; das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ In Form eines säkularisierten, verzerrten Christentums opfert sich der faustische Mensch selbst, um alle zu erlösen.
    In der utopischen Denke ist die Menschheit am Ende ein Einheitsbrei, der aber doch irgendwie europäisch tickt, weil man von anderen Menschenrassen aus Mangel an Distanz keine Vorstellung hat.

    Lynx:
    Vielleicht treffen Sie sich mal auf ein Bier mit unserem Vorzeigebayern Django Asül 🤣

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  4. Richard von Reich schreibt:

    Es ist wichtig zu betonen, dass die einfachen Leute nicht zu intelligentem Denken unfähig sind, sondern dem Druck ihrer selbsternannten Aufseher nachgegeben und eine untergeordnete Position in der Gesellschaft angenommen haben. Sie wurden programmiert, um ihre Neugier zu unterdrücken, und haben sich daher entschieden, sich vor einer Verantwortung weg zu ducken. Ich bezeichne diese Haltung als “Angst vor der Freiheit”, da die Freiheit viel Arbeit, eine starke moralische Basis, einen aktiven Intellekt und eine ständige Verteidigung der Selbstherrschaft erfordert. Es ist schwer dies zu erreichen und noch schwerer es zu bewahren, daher sind die meisten bereit, den einfacheren Weg zu gehen. Die Tyrannei der Massen ist dabei immer die resultierende Gesellschaftsstruktur.

    In einer solchen Gesellschaft ist das, was das gemeine Volk als Freiheit wahrnimmt, eine Art kontrollierte Knechtschaft. Während dies für die meisten eigentlich leicht zu erkennen sein sollte, ist es dies in der Realität nicht, und dies ist auf die Angst vor der Wahrheit zurückzuführen. Das Vorgeben, dass die Bedrohung nicht existiert, ermöglicht es den einfachen Menschen, Konflikte zu vermeiden, aber dies auch nur vorübergehend. Diese Vermeidung ist eine natürliche Schutzmaßnahme, aber im Falle einer versklavten Gesellschaft wird dieses “Verantwortung wegschieben” für ein Volk am Ende tödlich sein.

    Das Machtmonopol, das die Wenigen gegenüber dem Rest der Gesellschaft innehaben, ist ein Alles aufzehrendes Wesen, und die letztendliche Kontrolle, die diese Eliten anstreben, wird immer mehr zur Realität. Es wurde über lange Zeiträume durch inkrementelle Maßnahmen beeinflusst. Dies geschah nicht über Nacht, sondern über Jahrhunderte, und heute sind die endgültigen Ziele für diese Machtmenschen in Sichtweite.

    Dies ist aus meiner Sicht die gefährlichste Zeit für die Menschheit, da eine zukünftige Gesellschaftsform nach Vorstellung der Eliten und eine künftige wirtschaftliche Entscheidungsfindung für die Welt in die Hände so genannter ausgewählter Experten gelegt werden soll, die die Macht über die gesamte Weltwirtschaft haben. Allen wirtschaftlichen Entscheidungen soll nach Ansicht der Eliten eine kontrollierte Allokation von Gütern, Wissen, Ressourcen usw. für die Gesellschaft zugrunde liegen, die letztlich jedoch ein zentral geplanter Sozialismus mit einer von wenigen kontrollierten Top-down-Hierarchie ist. Dieses herrschende System ist als Technokratie bekannt und wird, wenn es eingeführt wird, das Ende der Freiheit bedeuten.

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  5. lynx schreibt:

    – Wandertrieb haben Sie falsch verstanden? Kein ruheloses Umherziehen, sondern Wandern dorthin, wo es sich gut und friedlich leben lässt, dort eine Heimat begründen. Nicht ausharren und untergehen. Seit jeher, Ur-Topos der Literaturgeschichte.
    – Flucht ist eine gewaltbedingte Form der Migration. Jede Migration kann Rückkehr einschließen.
    – Sukzessive Zerstörung des „Eigenen“: ich bin nicht gewillt, mir etwas kaputt machen zu lassen. Ist manchmal aufwendig außerhalb von Wolkenkuckucksheim.
    – Um Probleme „muss“ man sich kümmern, wenn sie nun mal da sind, alles andere ist Tagträumerei und: „sukzessive Zerstörung des Eigenen“ durch Fahrlässigkeit.
    – Wie lebt der Weinberg weiter? Ist das eine ernsthafte Option? Vielleicht sollten wir uns über Weinbau unterhalten…
    – In Ihrem selbstzufriedenen Ökoparadies würde ich gerne leben (Hört sich ja fast an wie grüne Propaganda). Dabei hatte ich Sie immer für so gnadenlos realistisch gehalten. Sie wissen doch: Wohlstand und funktionierende Rentensysteme sorgen für niedrige Fortpflanzungsraten. Fragen Sie unsere Altvorderen. Dennoch kann ich nicht erkennen, wie dieses Wohlfühlbiotop dafür sorgen soll, dass Menschen nach Ungarn auswandern, um dort andere Zuwanderer zu verdrängen (außer es ist dort so unermesslich viel billiger als hierzulande, viele Rentner machen es ja vor, aber das ist auch kein volkswirtschaftlicher Nutzen) Das ist bodenloser Idealismus (den Sie doch so verachten?). Das führt offenbar zu nichts.

    Dennoch zur Güte: destruktive Konsumgewohnheiten ändern, kulturelles Niveau heben: sofort dabei. Am besten exportieren, nach Afrika usw. Es gibt erste afrikanische Agraringenieure, die hier studiert haben und wieder daheim in Afrika die Landwirtschaft professionalisieren. Das sind so Sachen, die mir gefallen (ich hoffe, die Chinesen lassen sie machen). Ich weiß aber auch ganz genau, dass wir nicht das Eine ohne das Andere haben können. War noch nie so. (Wasch‘ mir den Pelz…)

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  6. lynx schreibt:

    Neulich berichtete die NYT über die Situation in Yakima in Zentral-Washington, eine Stadt von knapp 100.000 Einwohnern im provinziellen Hinterland. Die Latinos sind dabei, die Bevölkerungsmehrheit zu übernehmen. In einer High-School hat sich die Zusammensetzung seit 1999 von 70:30 weiße Kinder zu Latinos inzwischen genau umgekehrt. Und die Latinos greifen jetzt nach politischen Mandaten. (The Divide in Yakima Is the Divide in America https://nyti.ms/2pxJ4I7) – Schreck lass nach?

    Zufällig kenne ich die Gegend ein wenig aus eigener Anschauung, es ist das bedeutendste Obstanbaugebiet der USA, vielleicht der ganzen Welt, die Apfelkisten stapeln sich viele Meter hoch entlang der Straße. Die Ökonomie dort lebt von billigen Landarbeitern. Das waren anfangs Japaner, dann Wirtschaftsflüchtlinge aus der Dust-Bowl des Mittelwestens (Steinbeck hat darüber geschrieben), dann Lateinamerikaner. Die hielten die Wirtschaft am Laufen. Die Weißen sind nach wie vor die Besitzenden, Landlords in der Minderheit. – So weit, so nüchtern die Bestandsaufnahme.

    Ich will Probleme, die mit Zuwanderung verbunden sind, nicht wegwischen, jetzt aber auch nicht vertiefen. Ich möchte nur ein Konzept dafür haben, wie wir unsere Wirtschaft mit unseren ur-eigenen Leuten jemals hätten und weiter stemmen wollen. Wer soll all die (oft schlecht bezahlte) Arbeit verrichten? Oder sollen wir uns „gesundschrumpfen“ (was ökologisch womöglich sinnvoll wäre) – wer macht mit? Wer verzichtet auf Handwerker, Pflegepersonal, Zahnarzthelferinnen, ja Ärzte (wobei die meisten Ärzte ja erst noch aufwachsen müssen und nicht ausgebildet hier ankommen)? Darauf habe ich von Migrationsgegnern noch keine nur irgendwie und ein wenig einleuchtende oder glaubhafte Antwort bekommen.  Im Gegenteil, die Argumentation verläuft i.d.R. nach dem Muster: wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.

    Ich will Sozialmissbrauch nicht kleinreden, aber ich kenne andererseits keine Menschen, die motivierter wären, unsere „Ideale“ von Arbeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit zu leben als Migranten, die etwas erreichen wollen – ob in Yakima oder hierzulande. Lesenswerter Artikel jedenfalls, finde ich.

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    • Halten wir also fest: Das Narrativ von den Flüchtlingen ist entzaubert. Jetzt wird also doch nicht das schreckliche Leben dahinter, sondern das bessere davor als Agens der Bewegung angegeben.

      Dieses (Ihr) Argument stellt die zweite Zündstufe der Nebelrakete der Arbeitsmigration dar. Die erste war: Fachkräfte werden kommen und unseren selbstverschuldeten Braindrain ausgleichen. Jetzt sind es die Handlanger und Tagelöhner, die wir brauchen. Die dritte ist dann: (auch) Kriminelle sind gekommen und wir sollten ihre Rechte schützen – geschehen in Berlin -, denn wer soll, bitteschön, unsere Drogen noch dealen? Kein Deutscher stellt sich im Winter in den Görli …

      Sie verwechseln Arbeit mit Migration. Wenn die Landwirtschaft einen Bedarf nach einfachen Arbeiten hat, dann kann sie – das war die ursächliche Idee der EU und des freien Marktes – diese anwerben, arbeiten lassen und bezahlen und wieder nach Hause fahren lassen. So jahrelang mit osteuropäischen Saisonarbeitern praktiziert.

      In DK hat Asher Aamund in einem richtungsweisenden Artikel genau diese Lösung vorgeschlagen: Abstellen der üppigen Sozialhilfe. Erster Schritt ist der Arbeitsvertrag, der zeitlich begrenzt ist und dessen Konditionen mit der Zeit sich bessern. Wer 5 Jahre gut gearbeitet hat, bekommt mehr Geld usw. Nach 10 Jahren kann, wenn Integration erfolgt, eigene Versicherungen und Selbsterhalt vorliegen, die Sprache beherrscht wird, Antrag auf permanenten Aufenthalt gestellt werden, Einbürgerung denkbar. Familiennachzug wird selbständig bezahlt. Nach ein paar Jahren gehen die meisten mit einem Batzen Geld nach Hause und können dort damit was anfangen. Aber auch dieses Konzept verträgt nur eine gewisse Quantität, weil dann der Kulturfaktor mitbedacht werden muß.

      So bestimmt letztlich der Markt, wer kommt und die Kommenden müssen über den Markt geregelte Anforderungen erfüllen.

      Noch ein Bsp: Ich hatte ein Gespräch mit einem führenden Mediziner eines der größten Krankenhäuser des Landes. Nach dem dritten Bier erzählte er aus dem Nähkästchen. Fast die Hälfte der Angestellten, inklusive Fachärzte, sind Nichtdeutsche. Gute Erfahrungen mit Osteuropäern und Ostasiaten. Aber alle – alle – Muslime (Sunniten wie Schiiten) mußten nach kurzer Zeit gekündigt werden, da Zusammenarbeit unmöglich. Zum einen kämen sie nicht mit weiblichen Vorgesetzten zurecht, zum anderen wären sie „unbelehrbar“, gehen von ihren Meinungen nicht ab. Arbeitsmoral, Belastungsresistenz bescheiden, 24-h-Dienste schwer zu vermitteln. Devot gegen männliche Vorgesetzte. Araber würden gar nicht mehr probiert. Klar, das sind dann „rassistische Vorurteile“ – aber eben nach Erfahrungen.

      Schließlich nicht vergessen: In Osteuropa funktioniert vieles nicht, weil die hier ausgebildeten Fachkräfte in D arbeiten. Ungarn vermißt eine Million Menschen, das ist jeder fünfte Arbeitnehmer, weil die in Europa arbeiten. Wir haben eine massive Ost-West und Nord-Süd-Verschiebung auf dem ganzen Kontinent. Hier fliehen die eigenen Fachkräfte, aus Ost und Süd werden neue nachgeschoben, die aber bereits den Nachteil mitbringen, keine eigenen zu sein. Wäre es nicht besser, diesen Prozeß vom Kopf her zu stoppen oder gar umzudrehen?

      Schließlich noch: 20% an Menschen mit „Migrationshintergrund“ bieten nicht nur Lösungen, sondern schaffen auch Probleme – wie alle anderen. Zum Bsp. sollte man annehmen, daß sie den Bedarf um ca. 20% ebenso anheben (konkrete Zahl ist dabei unwichtig). Auch sie müssen zum Arzt, wir brauchen mehr Ärzte … D.h. „unsere Wirtschaft“ ist gar nicht mehr „unsere“, folglich können wir sie auch nicht mit „ureigenen Leuten“ am Laufen halten.

      Und zum Schluß: Sie kehren die Beweispflicht einfach um. Nicht der Kritiker, der vor den Gefahren einer bewußt unterstützten Entwicklung warnt, hat die Organisation dieser Entwicklung zu entwerfen und zu begründen, sondern der politische Akteur, der die Entwicklung einleitet.

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      • lynx schreibt:

        Die Erregung in den ersten Absätzen Ihrer Entgegnung will ich übersehen. Dazu nur so viel: dass es in der Migration sog. Push- und Pull-Faktoren gibt, ist Ihnen bekannt? Und solange es Wohlstandsgefälle und bewaffnete Konflikte gibt, entfalten diese immer ihre Wirkung, gleichermaßen, wird der Mensch immer seinem Wandertrieb gehorchen. Vor dem Hintergrund der inzwischen üblichen Stellvertreterkriege vollzieht sich das sogar auf eine ziemlich zynische Art, allerdings für uns bislang lediglich mit „Blechschaden“.

        Bei anderen Aspekten der Betrachtung dieses wahrhaften Menschheitsproblems liegen wir womöglich gar nicht so weit auseinander. Die dänischen Einwürfe klingen verführerisch, erinnern mich aber auch an Sklavenhaltergesellschaften, da kann man nachbessern. Die Sorgen des zitierten Arztes kann ich gut nachvollziehen, ähnliche Bedenken sollten in meiner Formulierung anklingen, dass die fehlenden Ärzte wohl erst noch aufwachsen müssen – womöglich als Kinder von Arabern, nach derzeitigem Stand der Dinge. Da müssen wir ansetzen und uns kümmern, den Teufelskreis durchbrechen. Ich weiß von einer mathematisch blitzgescheiten jungen afghanischen Schülerin, sie hat es mind. dreifach schwer: Herkunft, Religion, Geschlecht. Wenn sie es schafft, die daraus resultierenden Hemmnisse zu überwinden, dann ist sie ein Lottogewinn für sich und unsere Gesellschaft.

        Das mit den Gastarbeitern ist, das sage ich nicht zum ersten Mal, eine große Lebenslüge der BRD. Sie kennen den alten Satz: wir holten Arbeiter und es kamen Menschen. Menschen lassen sich nicht so leicht abspeisen. Oder andersherum: mein Hauswinzer hat seit vielen Jahren (seit es möglich wurde) polnische Erntehelfer. Jetzt muss er ihnen Honig ums Maul schmieren und eine dicke Schippe drauflegen, damit sie nochmal kommen. Sie haben sich herausgearbeitet, das ist schön für sie. Wer erntet künftig für ihn, bezahlbar? Soll er seinen jahrhundertealten Familienbetrieb zusperren? – In diesem Land wurde immer gepredigt, es kämen nur Gastarbeiter, dabei haben sie sich schon immer zu großen Teilen hier festgesetzt, ja sind sogar Freunde geworden.

        Ihre Idee von der Umkehrung der Wanderungsbewegung als Vorschlag für eine konstruktive Lösung ist ein interessanter Ansatz: sollen wir erneut Sachsen und Schwaben in Ungarn und Rumänien ansiedeln? Als Zwangssiedler oder Entwicklungshelfer oder Asylsuchende? Auf welcher ökonomischen Basis? Einer Landreform? Faszinierende Idee, hatten wir irgendwann schon einmal… Und was passiert mit den Lücken, die sie hier hinterlassen? Oder verschieben wir Firmen und Infrastruktur dorthin? Fahren wir hierzulande herunter und orientieren uns künftig an Morgenthau? Und was sagen die fremdenfreundlichen Menschen dort? Fragen über Fragen.

        Eine Umkehr der Beweispflicht kann ich nicht erkennen. Dieser Staat hat kein Ziel in einem teleologischen Sinne – im Unterschied zu einem bspw. sozialistischen System – hier liegt bei Manchen womöglich ein grundsätzliches Missverständnis vor.
        Dieser Staat sieht per Definition seine Aufgabe darin, jetzt und künftig für die Möglichkeit der freien Entfaltung aller Einwohner in Freiheit und Sicherheit zu sorgen und schafft die dafür notwendigen Rahmenbedingungen. Eine funktionsfähige Ökonomie, die vielerlei Möglichkeiten des Auskommens ermöglicht, ist eine wesentliche Grundlage dafür, ein gewisser Wohlstand für alle Schichten befriedet. Darum geht es, dafür stehe ich jedenfalls ein – auch wenn es beständigem Korrigieren und Nachsteuern bedarf, Warnungen vor möglichen Fehlentwicklungen eingeschlossen, selbstverständlich. Es geht aber nicht darum, einen irgendwie gearteten „guten“ oder „finalen“ Zustand zu erreichen (ich nenne es nicht Endziel) auch nur zu erhalten, im naiven Glauben daran oder nach der verlogenen Devise, damit alle Konflikte lösen zu können. Diejenigen, die solche Pläne hegen, sind aufgefordert, darzulegen, wie das glaubhaft und konfliktfrei funktionieren soll – davor drücken sie sich wohlweislich und versuchen sich ihrerseits an der Beweislastumkehr. Die Geschichte kennt kein solches gelungenes Beispiel, sondern nur sehr bluttriefende Fälle.

        Seidwalk:
        Ich antworte nur auf das, was mich betrifft oder angeht – das ist leider nicht viel:

        „Wandertrieb des Menschen“ – das ist eine Chimäre, die es so nicht gibt und sie generieren aus dieser falschen Prämisse via naturalistischen Fehlschlusses eine unhaltbare Konklusion, die man in die Worte unserer weisen Kanzlerin gießen kann: „Nun sind sie halt da“. Seßhaftigkeit ist die Norm, wie u.a. der marxistische Migrationskritiker Hannes Hofbauer kürzlich feststellte. Menschliches Wandern war seit eh und je selten ohne Heimkehr gedacht – Nomaden ausgenommen. (Lesen Sie dort noch mal nach, das beantwortet einige Ihrer Fehlwahrnehmungen)

        Kriege – daraus ergibt sich aber nicht Migration, sondern nur Flucht.

        Wohlstandsgefälle sind offensichtlich – daraus ist schwer die sukzessive Zerstörung des Eigenen abzuleiten.

        „Da müssen wir ansetzen und uns kümmern …“ – Wir müssen gar nichts, außer: wir müssen dieses Müssen begründen.

        Jeder weiß von einer „blitzgescheiten jungen“ X – wenn er von Tausenden wüßte, könnte man darüber diskutieren – unter oben genanntem kulturellen Vorbehalt.

        Mein „Hauswinzer“ hat die gleichen Probleme. Hat seinen Weinberg verkauft. Leben geht weiter. Weinberg lebt.

        „Umkehrung der Wanderungsbewegung“ – warum müssen Sie immer gleich so autoritär denken? Ich hatte Anreize im Sinn, das Schaffen eines gesellschaftlichen Klimas, das unsere eigenen Eliten im Lande hält, das Paare ermutigt, Leben weiterzugeben, das unsere destruktiven Konsumgewohnheiten möglichst sanft aber notwendig deutlich korrigiert, das unser kulturelles Niveau hebt usw.

        Den Tatbestand der Utopie erfüllt wohl eher das Projekt, die europäischen Staaten in multikulturelle Gesellschaften bzw. eine einzige europäische Gesellschaft zu verwandeln. Dagegen spricht schon jede Empirie – die Kommunisten konnten wenigstens noch beanspruchen, Neuland zu betreten.

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        • Pérégrinateur schreibt:

          Als Antwort auf lynx.

          Was müsste denn geschehen, damit Sie offen das Scheitern der bereichernden Emigration der edlen Wilden aus dem Südosten eingestehen? Wir könnten ja dann einfach zuwarten, die Dinge entwicklen sich oft schneller als „erhofft“. Oder gibt es noch weitere Hilfsstufen der Nebelrakete, deren Existenz Sie aber aus Gründen des besseren Einfütterns vermöge froher Kurzzeiterwartung bisher nur nicht nennen wollen? Bei diesem Thema hüpfen die Hypermoralisten nämlich gewöhnlich fröhlich von Argument zu Argument, sobald das erste fadenscheinig geworden ist – was das gewöhnliche Anzeichen dafür ist, dass die Argumente ohnehin nur zur Rationalisierung dienen, und ganz schlimm daran: vor allem vor einem selber. Diskussionen mit solchen Partnern sind müßig.

          Bildungsschichten „müssen“ vielleicht nachwachsen, aber ob das dann so sein wird? Moralische Forderungen an die Wirklichkeit haben diese bisher nur sehr selten zur Einsicht bringen können, was sie uns schuldet. Wenn, wie man lesen kann, etwa der syrische Durchschnitts-IQ etwa ein Sigma unter dem hiesigen liegt, dann werden etwa fünf von sechs Syrer dümmer sein als der durchschnnittliche Bestandsdeutsche, mit entsprechender Auswirkung auf die Studienbefähigungsquote. (Notabene: Ich rede nicht von der Studienberechtigungsquote, bei der kann man eher „etwas machen“ und durch geeignete „Antidiskriminierungsmaßnahmen“ jede beliebige Quote erreichen, siehe https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/nur-zwei-prozent-der-migranten-erreichen-ziel-im-deutschkurs/.) Die hohe Korrelation zwischen Eltern-IQs und Kind-IQ ist Ihnen ja wohl bekannt. Auf das Gesetz der großen Zahlen ist mehr Verlass als auf jede noch so hehre Gleichheitsforderung im Faktischen. Die moralisch Hochdenkenden (bitte transitiv auffassen) wissen außerdem jetzt schon, dass es nicht an dem liegen können wird, wovon sie alle wissen, dass es daran liegen wird.

          Wenn die „Sklaven“ gar nicht gezwungen werden zu kommen, kann man nur unredlicherweise von ihrem Sklavenstatus reden. Schließlich könnte man ja auch die inländischen Putativsklaven besser bezahlen, man fände dann ausreichend viele. Ich gestehe Ihnen gerne zu, dass nach meiner Auffassung dIe Staatsbürgerscaft im Sozialstaat ein Privileg ist. Das Modell „Sozialstaat für alle Menschen, tragen müssen ihn die abgabenfähigen Teile der hiesigen Arbeitsbevölkerung“ wird aber nicht dauerhaft funktionieren und nolens volens zurAbschaffung des Sozialstaates führen, und schon ist es ganz aus mit den Zuckererbsen für alle wenigstens aus einer definierten Gruooe von Menschen.

          Ich glaube nicht, dass Seidwalk an danubische Neokolonialschwaben dachte, sondern eher an heimkehrende Emigranten aus den osteuropäischen Ländern oder wenigstens keinen weiteren brain drain von dort. Die Jugend Europas hier ins Land zu ziehen, während die meist auch weniger als zwei Kinder besitzenden Eltern irgendwo in Spanien, Italien, Ungarn oder Litaunen ihren Lebensabend alleine verbrinegn müssen, ist schließlich auch nicht sehr menschenfreundlich. Hier Remedur zu schaffen ist allerdings teilweise nur durch die Abschaffung dieser Fehlkonstruktion Euro möglich. Ein Politik, die anderen europäischen Ländern ihre Industrie nicht weiter zerstört, würde ich auch noch nicht als Morgenthauplan bezeichnen. Sie denken eben immer wacker binär.

          Ein Staat, der nicht mindetens sich selbst erhält, nutzt niemandem. Mit weniger an Teleologie geht es nun einmal nicht. Das widerspricht wohl der Utopie der völlig frei flottierenden Individuen, die dennoch zugleich unbeschränkte Unterhaltsansprüche gegen den Staat geltend machen können sollen. Das wird scheitern, aus bilanziellen Gründen, so wie auch die Utopie des „Morgens fischen, abends jagen“ bekanntlich gescheitert ist, aus solchen der Arbeitsproduktivität. Ein „gewisser Wohlstand“ für jeden, der hier unbeschränkt zuwandern mag, ist zugleich ein höchst ungewisser Wohlstand für die Stammbesatzung.

          Danke übrigens für die witzige Endpointe, dass gerade Sie mit Ihrem universalistischen Harmoniebedürfnis Seidwalk unterstellen, er erträume sich einen völlig konfliktfreien Zustand.

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  7. Tommy schreibt:

    „Selbiger Deutscher – aus Westfalen gebürtig – sagt auch, daß es ihm hier sehr gefalle. Nur ein bißchen bunter könne es sein.“

    Dann soll der gute Mann doch nach NRW zurückgehen, da ist es schließlich „bunt“ genug. Diese Sorte von besserwisserischem Westler ist wirklich das Letzte, was Ungarn oder andere Länder im ehemaligen Ostblock brauchen.
    Ansonsten: An der grundsätzlichen Migrationsproblematik wird sich natürlich nichts ändern, solange nicht die Anreize zur Massenmigration in Deutschland und anderen nord-/westeuropäischen Ländern abgestellt werden (heißt: keine Sozialleistungen für illegale Einwanderer, weitgehende Abschaffung des Asylrechts, massive Sanktionen gegen Staaten, die bei der Rückführung ihrer Staatsbürger nicht kooperieren). Da dies aber weder von den politisch-medialen Eliten noch von einem Großteil der Bevölkerung erwünscht ist, ist die beschleunigte Transformation Deutschlands durch Einwanderung weiterer Millionen aus der islamischen Welt und Afrika wohl nur eine Frage der Zeit

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