Berlin in Bildern

Wir waren ein paar Tage in Berlin – ich will darüber nicht viele Worte verlieren, der letztjährige Eindruck hat sich nur bestätigt. Daher nur einige Bilder, aufgenommen mit der Spiegelreflexlosen Samsung I9105P Galaxy S II 8 Megapixel. Der Schwerpunkt der Aufnahmen war der Kontrast zu Budapest: es wurden also nur Dinge photographiert, die ich in der Innenstadt von Budapest nicht gesehen haben.

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„Mein Kampf“ Jetzt!

Der Spiegel schreibt im sensationsheischenden Enthüllungston, daß man beim Attentäter von Halle auf „nationalsozialistisches Propagandamaterial gestoßen“ sei – darunter „Mein Kampf“. Aber dieses Buch ist unter diesem Begriff nicht zu fassen: es ist ein historisches Dokument und sollte Pflichtlektüre sein. Jetzt! Auch in meinem Regal würde man darauf „stoßen“ – aber was soll das bedeuten?

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Es braut sich was zusammen

Ein Deutscher in Ungarn erzählt von seiner Wochenendradtour gen Süden, streng die Donau entlang, bis zur serbischen Grenze. Auf den letzten Kilometern immer wieder Polizei und Militär. Es wird ihm etwas mulmig, aber er will es wissen und bis an den Zaun fahren. Kann er auch, wird dann aber von Polizisten gestoppt und ausgefragt, muß Papiere vorzeigen und eine Weile warten. Sie wundern sich, was er da wolle. Kann schließlich aber zurückfahren. Für den Deutschen ein seltsames Erlebnis, das gewisse Klischees zu bestätigen scheint. Was er offenbar nicht weiß, erfahre ich zwei Tage später von einem Ungarn.

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Rosananz

Die schrecklichste Zeit des Jahres steht vor der Tür: Weihnachten. Man muß andächtig tun, sich sinnlos den Bauch vollschlagen, sein Dauergrinsen auflegen und vor allem: man muß verschenken – womit die Idee des Schenkens bereits torpediert ist. Es gibt überhaupt nur ein passendes Geschenk – ein Buch. Ich schenke nie etwas anderes und auch das nur meiner Frau und ein, zwei Auserwählten. In den kommenden Wochen werde ich einige mehr oder weniger verschenkbare Bücher besprechen.

Hartmut Rosa: Unverfügbarkeit – eine Buchbesprechung

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Antisemitismus als Klimakiller

Das Grundgesetz gewährt Meinungsfreiheit im Vertrauen auf die Kraft der freien öffentlichen Auseinandersetzung vielmehr grundsätzlich auch den Feinden der Freiheit. Der Parlamentarische Rat bekannte sich hierzu auch gegenüber dem soeben erst überwundenen Nationalsozialismus. (Bundesverfassungsgericht, 2009)

Wir hatten im Fall Posener gesehen, wie es heutzutage funktionieren kann. Es genügt bereits der Verdacht, sogar der unbegründete Verdacht, antisemitisch zu sein oder antisemitische Äußerungen getätigt zu haben oder auch nur in der Lage zu sein, Antisemitisches selbst im stillen Kämmerlein zu denken, um Existenzen zu zerstören; Karriereexistenzen, Politexistenzen, Buchexistenzen oder Persönlichkeitsexistenzen.

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Drei Wochen im Ballon

28.9. 2019

Das dreiwöchige intensive Studium der ungarischen Sprache in Budapest hatte noch einen interessanten Nebeneffekt. Das größte Problem überhaupt war es, bezahlbaren Wohnraum in der Stadt zu finden. Vielleicht ein Studentenheim oder eine billige Pension? Nichts dergleichen tat sich auf, bis dann ein guter Freund seine Budapester Zweitwohnung zu akzeptablen Konditionen anbot. Die Wohnung war perfekt, die Anbindung exzellent – nur einen Internetanschluß besaß sie nicht.

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