Fundstücke LXIX

Chronologisch

Martin Lichtmesz diesmal sehr persönlich  – über die Selbstreflexion kommt er zu bedeutenden Gedanken zum Thema Greta, Medien, Umweltkrise.

Gretas Apokalypse – und meine

Der dunkelhäutige Dirigent Brandon Keith Brown beschreibt seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland. Ein vielschichtiger, auch sich selbstfressender, auf jeden Fall bedenkenswerter Text (deutlicher die englische Originalversion):

Multikulti ist der Kern von Rassismus

Homib Mebrahtu, Youtuber und AfD-Mitglied mit eritreischen Wurzeln, beschreibt seinen politischen Werdegang:

Wie ich zum Rechten wurde

Die Generalabrechnung mit dem deutschen Bildungssystem des Psychiaters Michael Winterhoff, dessen Bücher überaus lesenswert sind, hat es in sich!

Kinder von heute werden nicht arbeitsfähig sein

Wer kennt sie nicht, die enthusiastischen Kids, die in Afrika hungernden Kindern helfen wollen. Zu Zehntausenden werden sie als „Voluntouristen“ dorthin geschippert – wo sie oft mehr Schaden als Nutzen stiften:

Wenn Weiße Afrika retten wollen

Zins und Nullzinspolitik spannend und originell – wenn auch nicht fehlerfrei, wie ich finde – erklärt Thorsten Polleit:

Zinsmanipulation als Massenvernichtungswaffe

„Je mehr Glück, desto größer die Scham.“ Einer von mehreren zündenden Gedanken im großen Interview mit Uwe Tellkamp:

Das Volk ist nicht links

„Das große Problem in Deutschland ist, daß „Auschwitz“ zur Meßlatte für Judenhaß gemacht wurde.“ Schreibt Richard C. Schneider in einer wütenden Abrechnung – in der vieles schief ist, aber auch einiges stimmt –, mit Deutschland, das die Juden nur als Alibi benutze.

Diese lächerlichen Mahnwachen vor den Synagogen

Über bald eine Milliarde neue Internetnutzer berichtet die NZZ – diese sind oft Analphabeten, aber die Bilder aus dem bunten, reichen Westen werden auch sie verstehen:

Die nächste Milliarde Menschen drängt ins Internet

Äußerst Bedenkliches haben FAZ und Focus mitzuteilen – sie verbindet ein kleines Detail. Der eine Artikel schaut in die Zukunft

Bildungstrend

… der andere in die unmittelbare Vergangenheit

Frau half Afghanistan-Flüchtling

Ein Lebensmittelkontrolleur hatte mir mal gesagt, er würde nie im Leben einen Döner aus einer Dönerbude essen. Was er nicht wußte: das ist voll Nazi! Döner essen ist in Wirklichkeit Widerstand gegen und Symbol für, meint der Spiegel:

Donnerstag muß Dönerstag werden

Eine vertiefende Analyse der ungarischen Regionalwahlen gibt es auf Cicero:

Wird er Orbáns Ära beenden?

„Die Anerkennung der Singularität des Holocaust ist deutsche Staatsräson“, schrieb kürzlich ein Journalist anläßlich eines weiteren Skandälchens. Liest man Garry Saul Morsons Essay über Lenins Denken, der auch Bezüge zu aktuellen Debatten nicht scheut, dann wird zumindest die Frage der Singularität neu gestellt.

Leninthink

Eine schöpferische Idee – so lange es ihn geben mag – verfolgt dieser Twitter-Nutzer – er führt die Falschheit der linken Argumentationsfiguren am Objekt vor: ironisch, originell, erhellend

Was ist Zeitgeist

Aus einer anderen Welt scheint dieser Youtuber zu stammen. Thomas Wangenheim hat ohne Zweifel Grips unterm Hut. Seine Reihe über Hut-Etikette sollte nur ein Einstieg sein.

17 Gedanken zu “Fundstücke LXIX

  1. Michael B. schreibt:

    > Der größte Fehler im vorliegenden Text ist natürlich die eklatant falsche Ineinssetzung von Werk und Person.

    Auf praktisch-politischem Gebiet ist es m.E. voellig angemessen Zuege einer Person mit ihrem Handeln in der Bewertung zu verbinden, und das begruendet auch keineswegs ein binaeres schwarz-weisses ‚Inseinssetzen‘.
    Trennung von Person und Werk ist keine absolute Groesse, die ueberall Gueltigkeit haette. Insofern erfuellt der Autor aus meiner Sicht nur Ihren letzten Satz. Die Dilemmata von Lenin muss man sicher weder als ‚Di‘ anerkennen noch – selbst unter dieser Einschraenkung – die gewaehlte Variante als die einzig Moegliche setzen.

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    • „Auf praktisch-politischem Gebiet ist es m.E. voellig angemessen Zuege einer Person mit ihrem Handeln in der Bewertung zu verbinden…“

      Diese Verbindung ist natürlich vollkommen legitim und notwendig, wenn sie erkenntnsigewinnend ist. Das wiederum ist sie, wenn sie historische Vorgänge erklären kann. Wutanfälle eines cholerischen Menschen – als Beispiel, weil das Lenin vorgeworfen wurde – gehören aber nicht dazu, sofern sie nicht zu Folgen führen, die die Geschichte maßgeblich beeinflussen. Die Erhellung des Charakters einer historischen Person ist sinnvoll und notwendig, sie darf nur nicht dazu führen, in ihr apriori die Voraussetzung für deren historisches Handeln und vor allem Wirken zu sehen. Wenn wir so agierten, hätten wie nie die Chance die theoretischen Schwachstellen des Marxismus oder des Leninismus ausfindig zu machen. Diese sind aber viel mehr die Ursache für die fürchterliche Entartung, als eine charakterliche Disposition.

      Morsons Artikel widmet sich dem „Leninthink“. Natürlich ist Denken auch eine Form des Handelns aber eben keine unmittelbare Folge von Charaktereigenschaften. Handeln und Denken sind nicht das selbe. Es gibt von Lenin vollkommen gelassene und es gibt schnelle, abgehackte und auch aggressive, kompromißlose Texte. Dieses „Leninthink“ hat es so nicht gegeben. Morson erwähnt zwar „Materialismus und Empiriokritizimus“ kommt aber zu einem falschen Schluß, der sich klar an der Charakteranalyse orientiert: „Critics objected that Lenin argued by mere assertion. He disproved a position simply by showing it contradicted what he believed. In his attack on the epistemology of Ernst Mach and Richard Avenarius, for instance, every argument contrary to dialectical materialism is rejected for that reason alone.“

      Andererseits haben Sie natürlich damit recht: „Trennung von Person und Werk ist keine absolute Groesse, die ueberall Gueltigkeit haette.“ – wenn die Betonung auf „absolute“ liegt.

      Ich hatte vor zwei Jahren dazu bereits etwas geschrieben: „Lenin – again

      PS: Meine Kritik bezog sich auch mehr auf Willanders Einlassungen, die mir zu absolut und argumentativ zu vorbelastet und damit selbstbestätigend sind.

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      • R. X. Stadler schreibt:

        Wenn der geschichtswirksam handelnde Mensch, der Politiker, Heerführer, Philosoph, Arzt oder Poet, allein als Techniker denkt, plant und handelt, so ist sein Wirken auch allein aus seinem Erfolg oder Misserfolg zu bewerten. Man hat lediglich danach zu fragen, ob er richtig mit der Sache umging, der Materie seines Handwerks, auch dem Menschenmaterial. Aus welchen staatsmännischen oder aber persönlichen Beweggründen Napoleon den Befehl zur Erschießung des Herzogs von Enghien gab, wie es also in seinem Herzen aussah, ist dann nicht von Bedeutung (ein Fehler ist schlimmer als ein Verbrechen, sagt Talleyrand).

        Wenn aber jener an den Menschen Handelnde behauptet, aus Liebe zu den Menschen zu handeln und zu derem Wohle, und wenn zugleich sein gutes Wirken fast notwendig davon abhängt, dass er den Menschen einfühlend und eindenkend verstanden hat, dann sollte es uns zumindest misstrauisch machen, wenn er, im scheinbar Privaten, seine Haushälterin schwängert, seine Kinder ins Waisenhaus steckt oder mit Filmschauspielerinnen seine Frau betrügt. Der Vorwurf der Heuchelei ist dann der geringere; schwerer wiegt der der möglichen Unfähigkeit. Denn es kann durchaus gerechtfertigt sein, vom privaten Handeln und der privaten Tugendhaftigkeit auf das politische und die politische zu schließen – solange wir diese Informationen richtig einordnen und offen für andere sind.

        Gleichermaßen können auch die Argumentationsweisen, die ganze Sprache und deren Stil, wie bei Marx, bei Lenin und bei der LTI, solche Hinweise auf den Inhalt und Wert des Gedachten geben. Es handelt sich, unnötig zu sagen, um keine hinreichenden Beweise, ebensowenig um Ursachen und Voraussetzungen für das vollendete Werk, aber doch um wichtige Korrelationen dazu: vestigia terrent.

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        • Willanders schreibt:

          Ich nehme mir die Freiheit, von der Person, seinem Charakter, seiner Lebensführung eine Verbindung zu seinem Werk herzustellen. Nehmen wir Jean-Jacques Rousseau, um von der Politik wegzukommen. Für mich als Vater von insgesamt fünf Kindern gehört das Werk eines Autors, der seine fünf Kinder im Säuglingsalter in Waisenheime steckte, um ungestört über Kindererziehung schreiben zu können, in die Satireabteilung. Der Wert dieses Werks liegt bei genau Null. Und seine Begründung, er hätte das nur getan, um ihre „Ehre“ zu retten, die sie als Bastarde nicht hätten, könnte ich, mit viel Überwindung, beim ersten Kind gelten lassen, aber doch nicht bei fünfen! Diese Verlogenheit überschattet sein gesamtes Werk, von so einem Menschen erwarte ich keine hilfreichen Einsichten für mein Leben.

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          • @ Willanders

            Ich habe fast den Verdacht, Ihr Anti-Rousseauismus kommt vom zu vielen Feuchtwangern? Wie auch immer. Mit dieser Einstellung – die übrigens urlinks ist – empfehle ich Ihnen, bevor Sie sich einem Werk nähern, immer erst die Biographien, vor allem die kritischen, zu lesen, um einschätzen zu können, ob der Autor Ihren hohen moralischen Ansprüchen auch im Alltäglichen genügte.

            Daß Sie sich mit derartigem Hypermoralismus – ganz entgegen Ihrer Webseite – scharf nach links wenden, dürfte klar sein: Wir entwerfen uns einen Menschen, der gut und anständig ist, und verwerfen ihn inklusive seiner Äußerungen, wenn er dieser Utopie nicht genügt. … Das ist das Ende jeglichen metaphysischen Gesprächs, zurück bliebe nur noch Jesus, vielleicht …

            PS: Unter dieser Vorgabe muß ich zudem warnen, auf meinem Blog weiterzulesen. Auch ich bin lebensweltlicher Rousseauist.

            PSS: Wichtiger Zusatz: Selbstverständlich dürfen Sie sich die Freiheit nehmen, so zu denken!
            Ich hingegen bin weiterhin der Meinung, daß man jedes Buch auch so lesen muß, wie den Koran.

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            • Michael B. schreibt:

              Ich empfinde diese Replik als unfair, schon in der Wortwahl. Ich erkenne naemlich z.B. zwar sicher eine Betrachtung aus moralischer Perspektive, aber keine Hypermoral. Ich frage mich ernstlich, warum Sie eine solche Form der Erwiderung waehlen, ich sehe hier ehrlich gesagt die Hypermoral viel eher bei Ihnen selbst in der Schaerfe der versuchten Abgrenzung zu jeglichem Erklaerungsversuch, der solche Kategorien einbezieht und eine m.E. nichtexistente ‚reine/objektive/uebergeordnete/was-auch-immer‘ Betrachtungsweise als die einzig Angemessene darstellen moechte.

              Es ist auch ueberhaupt nicht zu sehen, warum das ‚links‘ sein soll und mit Verleihen dieses Labels sofort impliziert wird, dass damit nun alles inakzeptabel und gesagt waere. Das Label ist von vornherein falsch. Sorry, ich bin in dem Sinn auch oefter ‚links‘, ich halte diese Kategorisierungen allerdings fuer ziemlich irrelevant.

              Zum Punkt selbst kann ich nur wiederholen: Ohne Betrachtung der Person schneidet man sich letztlich eine Quelle fuer die Gesamtbeurteilung ab, ganz objektiv. Es ist ganz einfach: Verwende ich alle Informationen die ich haben kann zur Beurteilung einer Sache oder nur einen Teil davon. Hat erstmal nichts damit zu tun, dass das die Einordnung erschweren kann, denn dann muesste man mit jeder Erkenntnissuche sofort aufhoeren.

              Seidwalk: @ Michael B:
              Meine Antwort galt Willanders und nicht Ihnen – hatte das eigentlich auch deutlich gemacht. Ironie der Aussage ist m.E. auch nicht zu überlesen.

              Der Verweis auf „links“ betraf ebenfalls ihn, da er sich auf seiner Webseite und im Gravatar als ausgesprochen rechts bezeichnet. Links war hier auch nicht pejorativ gemeint, nur deskriptiv. Ich hoffe, damit entfällt Ihre Antwort, die offensichtlich auf einem Mißverständnis beruht – ich kann sie gern wieder löschen. Danach könnte man den sachlichen Dialog fortsetzen.

              Michael B. Ich verstehe nicht ganz seidwalk, warum Sie hier immer wieder hervorheben, wem Sie antworten. Das sehe ich natuerlich auch. Das heisst doch nicht, dass ich nichts zum Thema zu sagen haette. Jetzt muessen Sie schon Ihr eigenes dog food der Persoenlichem uebergeordneten Sachbetrachtung aufessen. 😀

              Seidwalk: Gut, jetzt sehe ich es es. Ich hatte Ihre Antwort von 10:33 Uhr demnach mißverstanden, da sie Elemente enthielt, die m.E. darauf hinwiesen, daß Sie sich selbst persönlich angesprochen gefühlt hatten. Keine Verletzung intendiert. Jetzt, da ich das weiß, werde ich natürlich darauf antworten und mein dog food aufessen – bitte noch etwas um Geduld, bin gerade verhindert.

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              • @ Michael B.
                Die Hervorhebungen mache ich – nicht nur bei mir – wenn ein Diskussionsstrang zu komplex wird. Leider ist die Kommentarfunktion bei diesem WordPress-Template nicht sehr übersichtlich. Da wir schon öfters Verwechslungen hatten, möchte ich auch die Kommentatoren bitten, bei zu vielen Stimmen, den konkreten Gesprächspartner kenntlich zu machen.

                Zur Sache: „Ich empfinde diese Replik als unfair, schon in der Wortwahl.“

                Welche Wortwahl meinen Sie? Die „Feuchtwangerei“ bezieht sich auf Feuchtwangers Roman „Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau“ von 1952 wo – soweit ich weiß – zum ersten Mal das moralische Problem der fünf Kinder, die Rousseau ins Waisenheim bringen ließ, angesprochen und auf das (pädagogische) Werk bezogen wird. Rousseaus „Emile“ bleibt dennoch ein bahnbrechendes Werk. Eine Aussage wie „von so einem Menschen erwarte ich keine hilfreichen Einsichten für mein Leben“ halte ich für falsch.
                Interessanterweise war Feuchtwanger freier Kommunist.

                Die nachfolgende Empfehlung, dann erst Biographien zu lesen, war ironisch – Stilmittel Übertreibung – zu lesen, enthält aber einen Wahrheitskern, denn genau das müßte die Konsequenz von Willanders Herangehensweise sein, zumindest dann, wenn er keine „bösen Überraschungen“ erleben will.

                „Hypermoral“ – der Begriff ist m.E. korrekt; er beinhaltet die Ausrichtung einer inhaltlichen Bewertung an moralischen – eigentlich übermoralischen – Grundsätzen. Über- oder hypermoralisch sind sie, weil sie von einem vollkommen unsinnigen Weltbild ausgehen, nämlich einem „perfekten“ Menschen. Das umschreibt auch die linke Denkfigur, die einen idealen Menschen entwirft und die Handlungen des einzelnen daran mißt – meist allerdings nur bei den anderen oder in der masochistischen Form der „Selbstkritik“.

                Das konservative Menschenbild, wie ich es hier vielfach vertreten habe, orientiert sich an der menschlichen Realität und weiß daher von der anthropologisch begründeten Unvollkommenheit. So gesehen ist jedes Werk, folgt man Willanders – es mag so genial sein, wie es will – durch seinen Verfasser diskreditiert. Das Argument führt letztlich in die Absurdität.

                Willanders gibt auf seiner Webseite selbst ein Beispiel. Er verlinkt dort den „Leninthink“-Text und schreibt dann:
                „Dieser – englischsprachige – Aufsatz bietet einen Einblick in die Denke eines Psychopathen, dem es vergönnt war, seine pathologische Perversion entfesselt auszuleben“
                „Der Staatsterrorismus namens Sowjetunion war das Ergebnis einer diabolischen Idee“
                „Morson analysiert hier die „Lenindenke“ und zeigt deren „Prinzipien“: grenzenlosen, blinden Terror um des Terrors Willen gegen jeden“
                „im Falschen gibt es kein Richtig, da bin ich nicht bereit zu differenzieren. Basta! Ich weiß, wovon ich spreche: Die ersten 18 Jahre meines Lebens war ich gezwungen, in einem kommunistischen Staat zu fristen. Ich kenne dieses Verbrechen namens Sozialismus aus eigener Erfahrung. So ein System bringt das Schlechteste was in einem Individuum drin steckt, zum Vorschein. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger; aber etwas Gutes kommt dabei nicht raus.“ und dergleichen.

                Das alles sind nahezu komplette Verkennungen des Gegenstandes und der Ursachen, warum und wie er derart entartete und entarten mußte. Wenn man das auch noch auf die moralischen Defizite einer einzigen Person reduziert – und sei es Lenin – dann wird die Komplexität der Frage vollkommen verfehlt. Es ist ein Irrtum zu glauben, man könne auf meinem Blog dafür eine Legitimität finden – ich müßte denn vollkommen versagt haben.

                Dabei geht es nicht um die „Einbeziehung solcher Kategorien“, wie Sie schreiben, sondern um die Verabsolutierung, zugleich also um die Ausblendung der anderen, der wesentlichen Kategorien. Prinzipiell bin ich für jede Einbeziehung aller möglichen Kategorien, der Komplexität der zu erforschenden Sache angemessen.

                Daher würde ich auch nie behaupten, daß die Aufklärung biographischer Hintergründe, psychologischer Dispositionen, persönlicher Idiosynkrasien überflüssig wären – im Gegenteil, sie sind ein wichtiges Mittel, einen Text vielfältig zu erschließen. Zu allererst hat aber ein Text nur als solcher zu bestehen. Die Verfasser des Zentraltextes unserer Zivilisation sind unbekannt – wie kann der Text dann solch eine Wirkung entfalten? Aus sich selbst heraus und aus den sich daraus ergebenden Institutionalisierungen.

                Jeder Text sollte zugleich auf mehrfachen Ebenen gelesen werden, die Basis aber ist die Bedeutung des Textes als solcher, danach die historische Einordnung, die biographische, die evolutionäre, die fachspezifische etc. Anders kann ein Text gar nicht sinnvoll gelesen werden, weil man sonst ständig Gefahr liefe, eine inhaltliche Identifikation mit einem Argument mit einer späteren persönlichen „Enthüllung“ versalzen zu bekommen. Diese Taktik – im wahrsten Sinne „link“ – wird ja gerade vom politischen Gegner immer wieder genutzt: Wir reden nicht mit A oder B oder K, weil der dieses oder jenes gesagt oder getan hat oder haben soll.

                Mir geht es aber um Inhalte. Eine Aussage ist entweder wahr oder falsch, zündend oder nicht, relevant oder banal, wichtig oder bedeutungslos, erhellend oder verdunkelnd – alles natürlich graduell – und dabei spielt der Sprecher zuvörderst keine Rolle. Ich jedenfalls entscheide über das richtig oder falsch einer Aussage nicht anhand des Namens. Links oder rechts spielt keine Rolle (Lenin ist noch immer ein lesbarer, wichtiger und aktueller Autor).

                Ich wiederhole es noch mal: Ich argumentiere nicht aus Parteilichkeit (oft) rechts, sondern weil ich im Moment das wahrhaftigere Denken in Begründung und Ergebnis meist auf der rechten Seite sehe. Sollte sich das ändern, werde auch ich mich ändern. Leute, die von vornherein irgendwas sind, unbeweglich, ideologisch, fest … sind mir immer suspekt – ich höre sie trotzdem an, denn die Wahrheit richtet sich nicht nach dem Mund, aus dem sie kommt.

                R.X. Stadler: „Wenn aber jener an den Menschen Handelnde behauptet, aus Liebe zu den Menschen zu handeln und zu derem Wohle, und wenn zugleich sein gutes Wirken fast notwendig davon abhängt, dass er den Menschen einfühlend und eindenkend verstanden hat, dann sollte es uns zumindest misstrauisch machen, wenn er, im scheinbar Privaten, seine Haushälterin schwängert …“

                Ja, das sollte uns mißtrauisch machen – dem Menschen gegenüber, nicht aber seinen Gedanken, Texten, Werken, Kunstwerken gegenüber. Die sind davon nicht affiziert. Das hätte die Vergötterung Marxens erschwert, wenn man es in der DDR etwa nicht nur geflüstert hätte, aber ob Marx ein Hormonproblem hatte oder nicht, sagt über sein Werk nichts aus – es sei denn, man kann dieses Problem bis ins Werk zurückverfolgen. Es gibt aber keine Regel, die besagt, daß ein hormonbelasteter (=x) Mann besser oder schlechter denkt als ein anderer oder – indeed – eine Frau.

                Sprache und Stil sind da schon deutlich aussagekräftiger – wenn richtig eingeordnet.

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                • Michael B. schreibt:

                  @seidwalk, mir ist jetzt aus Ihrer Antwort nicht ganz klar geworden, was Sie mit den vielen Bezuegen zu „Texten“ meinen. Ist es der ‚Leninthink‘ des Amerikaners oder sind es Lenins Schriften selbst?

                  Wie auch immer, mir scheint, mir ebenso wie Willander und auch Morson geht es um keine Textexegese, sondern den Machtmenschen Lenin und die Heranziehung seiner Persoenlichkeit zur Erklaerung von einigen besonderen ganz praktischen Scheusslichkeiten. Und das bleiben diese und werden durch keine theoretischen Betrachtungen der Welt zu ‚Brechungen notwendiger Widerstaende‘ oder aehnlichen Euphemismen. Nicht die, die Morson in seinem Text heranzieht und die zumindest ich meine und angefuehrt hatte.

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                  • Da Morsons Thema das Denken Lenins ist, bezieht sich „Text“ auf Lenins Schriften, in denen sein Denken niedergelegt ist. Davon muß man natürlich den Realpolitiker unterscheiden. Dort werden Biographie und Charakter deutlich bedeutsamer, wenn auch nur selten derart, wie Morson es beschreibt und Willanders noch steigert. Der Kommunismus ist nicht gescheitert, weil Lenin oder sonstwer charakterliche Defizite hatte, sondern aufgrund seiner eigenen intrinsischen unlösbaren Widersprüche. Hätte ihm ein philanthropischer Lenin zu Beginn vorgestanden, dann wäre er ebenso gescheitert. Die Geschichte zeigt, daß er in fast Varianten letztlich zu massenhaftem Blutvergießen oder zu Armut führt. Warum?

                    Wer die Frage auf den Charakter von Einzelpersonen reduziert, verweigert die viel bedeutsamere Arbeit, die inneren Ursachen zu erhellen. Die „praktischen Scheußlichkeiten“ haben historisches Interesse und werden jeden am Menschen Interessierten fesseln – aber sie können nicht zu systemischen Urteilen taugen (höchstens als Folge, weniger aber als Ursache).

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                    • Michael B. schreibt:

                      Sie bleiben m.E. dabei eine unzulaessige Dichotomie aufrecht zu erhalten, seidwalk. Waehrend es nach meiner Meinung darum geht, aus der Verbindung von Person und Zeit zu lernen.

                      > Hätte ihm ein philanthropischer Lenin zu Beginn vorgestanden, dann wäre er ebenso gescheitert.

                      Das wissen Sie nicht, weil ‚ihm‘ dann moeglicherweise etwas anderes gewesen waere. Eigentlich negieren Sie die gestaltende Rolle von Persoenlichkeiten in der Geschichte und machen Sie zu puren Statisten, im Fall Lenin bis hin zu versuchten Entschuldigungen als Getriebenen (wobei das natuerlich auch ein valider Punkt ist – aber eben unter anderen.). Eine bekannte Sache, nicht wahr? Boshaft koennte ich jetzt sagen, erinnern Sie sich einmal daran, wer diese Sichtweise besonders gern vertreten hat, bevor Sie wieder mit ‚das ist links‘ argumentieren.

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                    • Es ist gut möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß ich das Verhältnis von Persönlichkeit und Geschichte nicht durchschaue – deswegen ringe ich (auch hier) immer wieder um diesen Punkt und ich bin für Anregungen und Kritiken dankbar. Es stört mich dabei auch gar nicht, „links“ zu argumentieren oder als Linker gesehen zu werden – ich habe das „Rechts“ auch nicht auf meinem Namensschild eingraviert.

                      Meine Überlegungen bewegen sich zwischen Plechanow – „Über die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte“ – und Danto – „Analytische Philosophie der Geschichte“ – als Extreme. Mein marxistisches Herkommen kann und will ich nicht leugnen – vielleicht auch daher eine gewisse Treue zu Lenin, dem ich als Denkquelle sehr viel zu verdanken habe (vielleicht hat er mich auch versaut). Daher versuche ich die Frage dialektisch zu sehen und wie Sie „aus der Verbindung von Person und Zeit zu lernen“, in der Bewegung zu bleiben. Da sind wir uns einig.

                      Ich wehre mich nur gegen Verabsolutierungen der Art:

                      1. Rousseau hat seine fünf Kinder ins Waisenheim geschickt, ergo ist sein Werk unlesbar geworden und das, obwohl es eines der wirkmächtigsten der neueren Geschichte war und noch immer ist.
                      2. Lenin war ein brutaler Mensch (schon das würde ich mit einem „auch“ versehen), ergo ist die Idee des Kommunismus diskreditiert; oder: Marx hat seine Frau betrogen, ergo usw.

                      Die Idee des Kommunismus mag abzulehnen sein oder auch nicht, die Gründe dafür sind vielfältig und charakterliche Schwächen bestimmter Protagonisten spielen eine gewisse – m.E. eher geringe, aber nachweisbare – Rolle (es gibt auch eklatante Fälle: Stalin, Hitler), man muß sie in der Fülle und in den vielfältigen Wechselwirkungen betrachten. Und dieses Argument haben Sie auf diesem Blog schon dutzende Male lesen können … Gerade hatte ich bei Banos kritisiert, daß er Zufall und Spontaneität aus der Geschichte tilgt … weshalb ich Schwierigkeiten mit Eindimensionalisten habe, noch dazu wenn diese meinen, wir stünden an der gleichen Front, aber auch, offen gesprochen, mit Lesern, die hier einfache Dichotomien ausmachen. Ich lese es als Kritik an meiner Ausdrucksfähigkeit und versuche in Zukunft noch klarer zu werden.

                      Vielleicht gibt uns Luther bald noch einmal die Gelegenheit, das Thema zu vertiefen. War hier bereits Thema: Luther als Schicksal

                      Plechanow: „So unzweifelhaft die Wirkung der persönlichen Besonderheiten auch sein mag, nicht minder zweifelhaft ist auch, daß diese Wirkung nur unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen eintreten konnte.“ – „Die Erkenntnis der absoluten Notwendigkeit einer gegebenen Erscheinung kann nur die Tatkraft des Menschen steigern, der mit der Erscheinung sympathisiert und sich selbst für eine der Kräfte hält, die sie hervorrufen.“

                      Danto: „Da wir nicht wissen, wie unsere Handlungen aus dem Gesichtswinkel der Historie gesehen werden, ermangeln wir dementsprechend auch der Kontrolle über die Gegenwart. Wenn es so etwas wie Unausweichlichkeit in der Geschichte gibt, so ist sie nicht so sehr sozialen Prozessen zuzuschreiben, die sich aus eigener Kraft in Gang halten und den Eigengesetzlichkeiten der Natur gemäß ablaufen, sondern eher dem Umstand, daß es zu dem Zeitpunkt, zu dem klar wird, was wir getan haben, zu spät ist, noch etwas daran zu ändern.“

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      • Michael B. schreibt:

        > Das wiederum ist sie, wenn sie historische Vorgänge erklären kann.

        Sie wissen sicher wie ich auch um den scheinbar erratischen Zug in Stalins Vorgehen, der umfassende Angst erzeugte. Das wird persoenlich gesehen u.a. auf einen sadistischen Charakterzug seinerseits zurueckgefuehrt, denn auch andere Varianten der Machtausuebung waren moeglich. Die Person praegte aber eben schon die Art und Weise und in diesem Punkt die Brutalitaet.
        Es ist gerade einer der interessanten Punkte des Artikels, auf Lenins ganz aehnliches Vorgehen hinzuweisen. Und dann kann man natuerlich ebenfalls solche Verbindungen herstellen.

        Es gibt viel ueber Lenin, man nehme z.B. auch Gorki. Ich kann mich an eine Schrift erinnern (der Name ist mir entfallen), in der er seine erste Begegnung mit Lenin beschreibt. Das war eine Versammlung (im Ausland nach der gescheiterten Revolution von 1905, wenn ich mich recht erinnere) und Gorki meint: „Lenin sprach dicht.“ Das aeussrte zusammen mit anderen Beschreibungen der Person Lenin absolute Bewunderung und zeigt neben einer Facette von Gorki selbst auch eine von Lenin. Ich gewann den Eindruck eines regelrechten Verfallenseins von Seiten Gorkis, der sich erst viel spaeter davon wieder zu loesen begann. Nach meiner heutigen Meinung hatte Lenin durchaus eine suggestive Kraft, die m.E. noch heute in den Urteilen ueber ihn mitschwingt. Was aber ueberhaupt nicht einen Psychopathen ausschliesst.

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  2. Michael B. schreibt:

    > Leninthink

    Fuer mich das Staerkste unter den Fundstuecken. Gerade weil nun schon 30 Jahre seit der taeglichen Konfrontation mit den Ausfluessen solchen Denkens vergangen sind, in einer Gesellschaft wo so etwas Macht hatte. Und die DDR war im Vergleich nur noch ein Schatten zur Radikalitaet der urspruenglichen lenininistischen Auffassung. Aber schon der ist fuer viele unserer westdeutschen Landssleute weiterhin unvorstellbar.

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    • Wenn ich hier Artikel verlinke, dann natürlich nicht, weil ich diesen zustimmen würde, sondern allein, weil ich sie in irgendeiner Form für lesenswert – für verschiedene Leserschichten – halte. In der Regel beinhalten sie eine nachdenkenswerte allgemeine Frage.

      Morsons Beitrag hat ganz entscheidende Schwächen, aber er zeigt paradigmatisch vor allem eines: Lenin hat heutzutage keine gute Presse mehr. Das ist vielleicht auch verständlich, wenn man bedenkt, daß er sechs, sieben Jahrzehnte in der einen Welthälfte quasi vergöttert wurde. Beide Sichtweisen sind falsch und kommen weder seinem Denken noch seiner Person nahe.

      Der größte Fehler im vorliegenden Text ist natürlich die eklatant falsche Ineinssetzung von Werk und Person. Was man für Heidegger oder Handke geltend macht, muß man auch für Lenin geltend machen können. Man muß hier auch zwischen Realpolitiker und Metapolitiker, zwischen Politiker und Denker differenzieren. Es steht auch nicht in Abrede, daß einige seiner Schriften von einer außergewöhnlichen Intelligenz und großer intellektueller Kraft zeugen. Und selbst, wenn man diese Verrührerei akzeptiert, scheint mir die Person des Mannes zu stark dämonisiert worden zu sein. Ich sehe aber durchaus, daß dies ein Trend ist.

      Soweit ich Lenin kenne – hier wieder die Frage: Was ist Geschichte? – ergibt dieses Bild keinen Sinn. Im Gegenteil zu Stalin, zu Berija, Jeschow und ähnlichen Typen, war Lenin kein „Psychopath“ mit „pathologischen Perversionen“. Seine Handlungen – auch und gerade die unsäglich brutalen – wurden sehr oft aus einem Dilemma heraus geboren, das sich zwangsläufig aus der Gewißheit ergibt, auf der richtigen Seite zu stehen. Das führt dann dazu, daß charakterliche Schwächen geschichtsbildend werden.

      Mit dem Marxismus verfügte man – vermeintlich – über ein Instrument, die Geschichte erstens bewußt steuern zu können und zweitens zwischen gut und böse – und zwar „objektiv“ (in der Selbstwahrnehmung) – unterscheiden zu können. Daraus ergibt sich immer die Frage, inwieweit Widerstände gebrochen werden können, sollen, dürfen, müssen, wenn sie dem „objektiven Fortschritt“ im Wege stehen. Diese Frage ist heute wieder aktueller als vor 30 Jahren.

      Man kann weder den Marxismus, noch den Leninismus und noch nicht mal den Stalinismus – dort allerdings schon eher – oder auch den Hitlerismus aus den persönlichen Idiosynkrasien erklären. Es gibt Leute. die lehnen den Marxismus ab, weil Marx seine Haushälterin geschwängert hat – lächerlich! Dazu bedarf es der Ideologiekritik, mit der uns just der Marxismus bereicherte, der Ökonomiekritik (ebenfalls Marx), der Kritik der Sozialpsyche und auch der „Kritik der Kritik“. Wer darunter ansetzt, verfehlt das Ziel. Insofern ist Morsons Text auch eine Unterbietung intellektueller Mindeststandards.

      Having said this: Trotzdem ist es selbstverständlich wichtig und notwendig, Person und Charakter zu durchleuchten – als einen Baustein im großen Gebäude. Vor allem dann, wenn es das Denken infizierte. Und noch was: Man darf dabei nicht heutige Maßstäbe anlegen. Man muß sich in den Sound der Zeit einhören.

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      • Seidwalk: Folgender Beitrag Willanders vom 21.10. wurde als Spam markiert und automatisch, ohne Benachrichtigung, in den Spam verschoben – ich habe es erst jetzt bemerkt und bitte um Entschuldigung. Auch nach der Freigabe, führt sein Link nicht weiter – keine Ahnung, warum. Daher stelle ich ihn hier noch einmal gesondert ein.

        Willanders: Ich kann mit den ganzen ideologischen Schubladen wenig anfangen – trotz meines Blogtitels, der natürlich provokativ gemeint ist, was offensichtlich prima funktioniert 🙂 – ich könnte noch nicht einmal „rechts“ oder „links“ abschließend definieren, ich wüsste auch niemand, der das kann, wozu auch? Und was Rousseau angeht, da geht es mir doch überhaupt nicht um „hohe moralische Ansprüche“, „Hypermoral“ usw., sondern um die schlichte Tatsache, dass jemand von Sachen spricht und schreibt, von denen er keinen blassen Schimmer hat. Wahr ist, dass ich mir schon einen Menschen genauer ansehe, bevor ich ihm etwas abnehme. Theorie und Praxis müssen da schon einigermaßen zusammenpassen. Das kommt eindeutig von meiner Kindheit und Jugend in einem kommunistischen Land, in dem gewisse Leute von Gleichheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität und ähnlichen hohen Werten sprachen – und in der Regel genau das Gegenteil von all dem lebten. Wasser predigen, selber Sekt saufen – das war meine frühe Erfahrung mit dem real existierenden Marxismus. Das hat mich fürs Leben geprägt, und gegen jegliche Ideologie imprägniert. „Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat“ – habe ich für mich geändert: „Zu tun was man sagt…“

        Um noch auf das Anfangsthema des Diskussionsstrangs zu kommen: Bei TE gibt es ein Interview mit Litauens Ex-Staatschef Landsbergis, der sich zum Marxismus und zur Politischen Korrektheit äußert. Ich unterschreibe jedes Wort darin, und erspare mir dadurch eine längere Entgegnung meinerseits hier im Strang. Was er allerdings zu Putin sagt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Link: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/litauens-ex-staatschef-landsbergis-deutschland-gleitet-ein-drittes-mal-in-den-sozialismus-ab/#wpcomm

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