Blog-Nachrichten

Nach unserem ersten Versuch eines Dialoges zwischen den Lesern und dem Betreiber dieses Blogs mit einer konvertierten Muslima, kündigte ich weitere gemeinsame Artikel an. Dazu wird es leider nicht kommen.

Ich hatte ein Gespräch mit ihr zum Thema „Islam und Loyalität“ begonnen, das sie nun leider abgebrochen und das Projekt für beendet erklärt hat. Es ist aber ganz und gar mein Fehler, daß es dazu kam. Ich hatte meinen Ausgangsimpuls, vor allem fragend an sie und ihre Welt heranzugehen, vergessen und kam zu schnell ins Widerlegen und Widersprüche aufzeigen. Sie bekam dadurch das Gefühl, am Pranger zu stehen und sich selbst vorzuführen. Das bedauere ich sehr! Zwar – schrieb sie – könne sie nun die Ängste und Bedenken vieler Deutscher besser verstehen und das sei ein Erfolg dieses kurzen Gespräches, aber umgekehrt zeigt dieses Scheitern, wie sensibel ein Dialog geführt werden muß, soll er gelingen.

Die, die schon länger hier mitlesen, erinnern sich sicherlich an Hussain, den jungen Syrer. Wir hatten ihn und einige seiner Schicksalsgenossen in den Jahren 2015 und 2016 begleitet. Er war der einzige, bei dem ich ein gutes Gefühl hatte – er repräsentiert einen nun gefeierten kleinen Trend. Willensstark, intelligent und wachsam lernte er innerhalb von zwei Jahren die deutsche Sprache, bewarb sich dann mehrfach für ein Medizinstudium. Das hatte leider nicht geklappt. Dafür studiert er nun seit einem Semester Medizintechnik und hat gerade seine ersten Scheine absolviert. Seine syrische Verlobte, die er vor zwei oder drei Jahren in Plauen kennenlernte, hatte sich derweil von ihrem autoritären Vater getrennt, an dessen Seite sie nach Deutschland kam. Hussain und seiner Frau – erfahre ich vor Kurzem – wurde vor wenigen Wochen eine Tochter geboren.

Verlassen hat uns unser Luchs. Nachdem ich zwei weitere – ohnehin unergiebige und nur vorwurfsvolle – Einwürfe – wie angekündigt – nicht freigeschaltet habe, hat er sich nun demonstrativ aus der Follower-Liste getrollt.

Neulich hatte jemand einen meiner Artikel auf seiner Webseite verlinkt. Bis dann einer seiner Leser ihn darauf aufmerksam gemacht hat, daß man hier rechts sei – schwuppdiwupp, war der Link wieder verschwunden.

Die in den Demutsübungen angeführte Hans-Kirk-Webseite ist wieder da! Eine befreundete Leserin stellte die Verbindung zu einem Fachmann her, der das Material vollständig sichern konnte. Die Seite läuft jetzt noch immer auf einem veralteten Joomla und muß auf ein neues Content-Management-System gezogen werden, denn in dieser alten Variante wird sie wohl nicht lange existieren.  Dabei müssen sicher auch das Templates und Plugins angepaßt werden.

Unser Ungarn-Aufenthalt dauert nun doch noch eine kurze Weile länger. Auch wenn es mittlerweile unglaubhaft wirkt: ich werde die letzten Monate verstärkt dem Studium der ungarischen Sprache und Kultur widmen und andere Dinge diesem Vorhaben opfern (müssen).

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