Fundstücke LXVIII

Chronologisch

Als Jugendlicher wollte ich gern Rockgitarrist sein – heute wäre ich lieber Thorsten Hinz, zumindest wäre ich gern in der Lage, solche Texte über Bundespräsident Steinmeier zu verfassen:

Ohne Stil und Finesse

Mit diesem analytisch starken und synthetisch produktiven Essay über Framing und Toleranz anhand des Begriffes „homophob“ hat sich der mir bislang unbekannte Phil Mehrens sofort in die erste Aufmerksamkeitsreihe geschrieben:

Misopornie ist die neue Homophobie

Wenn Panik, Größenwahn, Ignoranz und Wissenschaft aufeinander treffen, dann kommt so etwas wie die TED Konferenz heraus. Diese Leute wollen die Welt retten und werden sie vollends in den Abgrund reißen, sollten sie je Einfluß erlangen:

Anmoderierte Apokalypsen

Gehaltvolles Gespräch mit Thor von Waldstein zum Thema

„Sozialismus und Nation“

Klar, Rede-, Meinungs-, Pressefreiheit sind hohe Güter. Sie bringen mitunter Phantasien an den Tag, die heute nur gedacht, morgen vielleicht verwirklicht werden. In der taz träumt da z.B. einer von der Enteignung der Schrebergärten in Großstädten, unter anderem auch, weil diese „rechts“ seien.

Enteignet die Kleingärtner!

Allein die Fragestellung ist ein Skandal, aber daß die Beteiligten dieses Interviews diesen nicht einmal erahnen, erschüttert und läßt Schlimmes befürchten

Warum stellen sich Hochschulchefs nicht öfters gegen rechte Lehrkräfte?

Ein Autor namens Adrian Leverkühn zieht aus der Lektüre Sieferles weitreichende Schlüsse und gelangt zu einer konsistenten Erklärung des bundesrepublikanischen Humanitarismus. Beeindruckend!

Hypermoralismus und Willkommenskultur

Ein paar Selbstverständlichkeiten für jeden klar denkenden Kopf faßt Michael Paulwitz zum Thema Afrika, Europa und die Migration zusammen:

Herz der Finsternis

In der „Gleichheitssucht steckt die größte Gefahr der modernen Demokratie, nämlich die Verlockung, einer Ungleichheit in Freiheit die Gleichheit in der Knechtschaft vorzuziehen“ – Norbert Bolz über Gleichheit und Martin von Creveld:

Der rachsüchtigste Gott aller Zeiten

Nichts und Niemand kann sich vor dem gutmenschlichen Moralismus sicher fühlen, auch die Angler nicht:

Tierschützer nehmen Angler an den Haken

Rezensionen, die ihre Vorlage überragen, sind selten. Karlheinz Weißmann hat Thomas Karlaufs „Stauffenberg“ besprochen und ein solches Meisterwerk vollbracht:

Nichts Ernstes mehr im Leben?

Die Utopie einer Gesellschaft, die keine Familie mehr braucht, wird in der „Zeit“ entworfen. Ein Zeiger-Text:

Die elternlose Gesellschaft

Die schlimmen Morde der letzten Wochen seien nur die Spitze des Eisberges, meint Michael Paulwitz. Er sieht darunter den „Verlust des öffentlichen Raumes als Gemeingut“ und die Gefahr: „Die Enteignung der Heimat durch Staatsversagen führt direkt in den Staatszerfall“

Enteignung der Heimat

Fast jeder kennt Beispiele gescheiterter Ehen aufgrund kultureller Unverträglichkeit. Annabel Schunke berichtet aus eigener Erfahrung über Beziehungen zwischen westlich sozialisierten Frauen und nahöstlich fühlenden Männern und zeigt, wie sich das Verhalten der Frauen durch die Zuwanderung schon geändert hat.

Ohne Illusionen durch die Shisha-Bars

Ein nicht ganz neuer Artikel zeigt anhand des Methans die unfaßbare Komplexität der Frage und die  zweifelhafte Logik des Treibhausgasdenkens im großen Stile:

Nicht nur Rinder sind Methanschleudern

Zur Schwimmbadproblematik ein kurioser Artikel aus dem Jahre 1964:

Braune Flut

Das Video

Es gibt nur wenige Menschen, die über die Gabe verfügen, das Wesentliche in markante Sätze zu bündeln – Götz Kubitschek ist so einer. Anläßlich der Vorstellung des neuen Heftes der „Sezession“ gelingen ihm einige bemerkenswerte Überlegungen:

3 Gedanken zu “Fundstücke LXVIII

  1. HansCastorp schreibt:

    Adrian Leverkühn – salve!

    Ich fand die Feststellung Weißmanns frappierend, die das sichtliche Unbehagen an der Person v. Stauffenbergs und im Grunde allen Widerstands mit deren Motiven und Hintergründen erklärt, die leider, leider so gar nicht zum heutigen Moralfummel passen wollen.

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  2. Michael B. schreibt:

    > „Hypermoralismus und Willkommenskultur“

    Guter Text. Stringent, ueberzeugend die Praemisse der realen Macht- und Verantwortungslosigkeit.

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