Du brauchst keinen BH

Wir waren im Thermalbad in Harkány. Da lief eine junge Blonde in knappem Bikini an mir vorüber, mit einer klassischen Büste – vielleicht sogar ein bißchen mehr – fest und weiß wie Marmor! Ich dachte: Die braucht auch keinen Bikini, an der Form würde sich nichts ändern.

Hatte ich diesen Satz nicht gerade erst gelesen?

Stimmt: im „Focus“. Es ging um die Sendung „Dschungelcamp“ und dort soll ein gewisser Tommi Piper einer gewissen Doreen Dietel – beide in Welten bekannt, die ich nicht betrete – ins Ohr geflüstert haben: „Du brauchst keinen BH“.

Nach allem, was ich ermessen kann, war das etwas übertrieben, aber immerhin, es sollte wohl so etwas wie ein Kompliment sein.

Daß es das nicht war, zeigt der „Aufschrei“, die „Empörung“, die dem armen Mann nun in der Presse und auf der neuen Weltmacht Twitter entgegenschlägt.

„#metoo-Aufschrei im Dschungel!“, schreibt der „Focus“, also jenes Blatt, daß diese Sendung regelmäßig promotet und bespricht.

Da werden ein Dutzend Menschen in den Urwald geschickt, schwitzend, halb nackt, eng an eng, und alles dafür getan, daß „was passiert“, und geschieht es dann nicht ganz hygienisch, geilen sich verschiedene Hauptmedien daran auf und die Feministen heulen um die Wette. Dabei ist das Ziel derartiger unseliger Sendung seit „Big Brother“ eben jener Voyeurismus.

Wieder ein schönes Beispiel – von dutzenden an jedem Tag –, wie sich das System der Moralisierung des Lebens selbst verstärkt und zugleich auffrißt.

zur Frage der Relevanz: diese Katharine, mit ihrem Haß auf eklige, alte, weiße Männer, die der „Focus“ zitiert, hat auf Twitter zwei Follower und lebenslang 49 belanglose „Tweets“ abgelassen – ob das schon unter Fake Account/News zählt?

2 Gedanken zu “Du brauchst keinen BH

  1. lynx schreibt:

    Ist das nicht „herrliches“ PingPong? Im nicht echten Dschungel befeuert man nicht echten Moralismus, auf den die Sezessionisten dann prompt wieder anspringen, weil sie ihn für echt halten? Und alles, jede einzelne Aktion nicht ihrer selbst wegen sondern nur für die Aufmerksamkeit. Wer hat den längeren?
    Nur die angesprochenen Mädchen lächeln (gequält) in sich hinein, weil sie was von Physik verstehen und wissen, wie das mit der Zeit und der Schwerkraft ist, Zusammenhänge, die die Jungs gerne ausblenden, wie so manch andere Realitäten, weil zu „beschwerlich“. Oh mei.

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    • Aus deinem Kommentar spricht mich besonders an, wo denn die (zum Subjekt von Männermoral und Männerdenken) ernannten und benutzten Frauen bleiben…

      …ja: sie lächeln gequält.

      Eine sehr exakte Bestandsaufnahme.

      Die Tumbheit des Mannes ist für eine sensible Frau nicht zu bewältigen – außer durch ein gequältes Lächeln. Auch ist die Weisheit und emotionale Intelligenz der Frauen viel viel höher als die der Männer, auch hier wieder ist es aussichtslos für Frauen, in männlichen Denkschemata irgendeine Delle der Weisheitssteigerung zu machen.

      Männer bleiben atavistisch gesteuert.

      Frauen leben in einem tieferen Einklang mit dem Wesen der Natur, oder dem Wesen des Alls, an sich. Das bringt schon das äußerst komplizierte Management der hormonellen Wechsel, des eigenen Körpers, der eigenen Verletzlichkeit, ja der großen Ausgeliefertheit in jeder Schwangerschaft, mit sich.

      Das wäre so mein Beitrag dazu in Kurzform. Kann auch sein, daß nix dran ist – ich bin und bleibe ein atavistischer Mann.

      Aber auch ein Connoisseur. ;-))

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