Intelligenz schützt nicht

Zwei Mal Tagespresse

  1. Ganz kurz: lese heute morgen in der „FAZ“ dieses abgrunddumme Interview eines Angstforschers und fühle sofort Fingerkribbeln und Vernichtungsphantasien – natürlich nur geistige. Aber meine Frau lacht und sagt, es lohne sich gar nicht, auf so etwas einzugehen. So soll der Beitrag wenigstens als Signum einer ideologisch induzierten journalistisch-„wissenschaftlichen“ Verlotterung „empfohlen“ werden:

Fremdenangst steckt in jedem[1]

  1. Vor einem halben Jahr hatte ich mich im Diskussionsforum der „Welt“ angemeldet. Von den mehr als 30 Wortbeiträgen wurden exakt zehn freigegeben. Alle anderen kommentarlos kassiert – bei keinem einzigen war für mich ersichtlich, gegen die Regeln und Netiquette verstoßen zu haben. Es kann also nur an der Meinung liegen. Fazit: Der Aufwand am „demokratischen Diskurs“ teilzunehmen, lohnt sich nicht, da mache ich lieber meine eigene Webseite.
  2. Zusatz 15.30 Uhr: Geht es noch dümmlicher? Ja, es geht: Wie man Nazis erkennt (Herr Stöcker will ironisch sein, versteht das Konzept aber nicht)
[1] in mir übrigens nicht – dieser Artikel geht komplett an meinen Gedanken und Empfindungen vorbei; es werden primitive Affekte unterstellt, wo lang meditierte Rationalität regiert; betrifft auch Spinnen …
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2 Gedanken zu “Intelligenz schützt nicht

  1. Kopfrechner schreibt:

    Warum geschieht solches bei der FAZ, die ihre Leser früher als „Kluge Köpfe“ behandelte? Ein Grund könnte unter http://www.ivw.eu ablesbar sein: der verzweifelter Kampf gegen den (in höchstem Maße bedauerlichen!) absehbaren Untergang.
    Die _vom Verlag_ gemeldete durchschnittliche Druckauflage minus Remittenden und minus Bordexemplare bei FAZ und Sonntagszeitung lag im 1.Quartal 2010 noch bei rund 650 Tausend, im gleichen Quartal 2018 nur noch bei rund 380 Tausend. (Details sind beim IVW zu finden; man beachte allerdings, dass ab 2013 zusätzlich e-Papier-Ausgaben angeboten werden.)

    Weitere Fragen, zu deren Beantwortung andere sicher besser gerüstet sind: Warum degeneriert „die Wissenschaft“ so zur Groteske? Warum halten Journalisten die Leser ihrer Machwerke für so dämlich? Warum gibt es so wenige Stimmen der Klarheit mit größerer Reichweite dagegen?

    Schließlich eine Notiz am Rande zu Prof. Dr. Borwin Bandelow („kann für Seminare und Vorträge gebucht werden“ – http://www.borwinbandelow.de/vortraege/): Er konterkariert den offiziellen Newspeak, indem er ihm folgsam folgen will. Mit der Aussage, dass „statistisch gesehen die Flüchtlingskriminalität kaum relevant“ sei, hat er als Fehlleistung etwas Wahres gesagt, nämlich, dass die Hauptzahl der Täter, ebenso wie die Hauptzahl der ungeprüft und ungezählt hier Hereinkommenden, gar keine verfolgten Flüchtlinge sind. Gemeint hat er aber sicherlich, dass die wenigen Einzelfälle (siehe goo.gl/vaVAMj) insgesamt zahlenmäßig uninteressant seien.

    Sollte übrigens Ihr Browser beim Laden der Google-Karte streiken: es könnte an der zu übertragenden Datenmenge liegen!

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