Fundstücke XLVI

Die Evidenzen sind überwältigend und werden um so mehr aus ideologischer Verblendung geleugnet – das Ökosystem rennt gleich in mehrere Katastrophen. Daran erinnert ein eindringlicher Artikel in der FAZ:

Der Planet steht, das System wankt

Ein beeindruckendes Zeitdiagramm zu einem der Probleme gibt’s auf World and Science:

Unvergleichlich trocken und vernichtend und kurz: Gunnar Heinsohn über Migration, Intelligenztransfer und den Abgang Europas:

Chlorgas und Migration

Die einen sagen „Umvolkung“ und werden Nazis genannt, die anderen nennen es „Resettlement and Relocation“ und klopfen sich auf die Schulter. Die Einwanderungsfrage wird die Schicksalsfrage bleiben. Vera Lengsfeld:

Aus Illegalität Legalität machen

Ernüchterndes Fazit der Sprach- und Integrationskurse in der „FAZ“:

Jede Zweite scheitert

Philosoph Pfaller über die infantile Sprache der Politik:

Moralisieren ist immer eine Verfallserscheinung

Sigmar Gabriels späte Erleuchtung, Witz und Zynismus in einem Artikel.

Man kann die These „Der Islam gehört (nicht) zu Deutschland“ auch dazu nutzen, in die Historie und den gegenwärtigen Wissenschaftsbetrieb zu leuchten – das tut Marco Gallina (neuerdings hinter Bezahlschranke)  in:

Orient begegnet Okzident

Auch der notorisch linke Tagesspiegel muß mitunter in den Nachtspiegel schauen und die Realität wahrnehmen, z.B. in Bus und Bahn

Willst du eins auf die Fresse?

Die Unsterblichkeitsfrage und ihre technische Verwirklichung war hier schon öfters Thema. Wer es noch nicht geglaubt hat, für den hat die „Zeit“ was:

Niemals unsterblich aber ewig jung

Wenn man vom unsinnigen migrationsdidaktischen Unterton absieht, dann ist die Geschichte  – die ein bißchen an Dido Bell erinnert – des einsamen schwarzen Sklaven und „seiner“ Gene auf Island lesenswert:

Die wundersame Geschichte des Hans Jonathan

Immer wieder gibt es Menschen, die behaupten, das Christentum sei tot. Qualitätspost „Huff“ kann das nun eindeutig widerlegen, man müsse nur an die Jungfrau M. denken – allerdings braucht’s das ganze Theater dann auch nicht mehr – sehr lustig!:

An die Jungfrau Maria denken

Kann man ein Kind ohne Geschlechtszuweisung erziehen? Man kann!

Junge oder Mädchen?

Lachen ist Waffe. Die Süddeutsche Zeitung analysiert in aufwendiger Grafik das Lachverhalten und einiges mehr der AfD im Bundestag

Das gespaltene Parlament

Die absurdeste Geschichte in einer absurden Welt berichtet ein Hamburger aus Spanien:

Hamburger erobert seine Villa zurück

Zum Schießen: Leak: Secret document showing highly cohesive US foreign policy strategy in the Middle East https://twitter.com/williamcraddick

 

Die quasi-sozialistische Selbstkritik eines Verlagschefs ist schon jetzt ein Klassiker und – wie man in der Botanik sagt – eine Zeigerpflanze, die die Übersäuerung des demokratischen Bodens eindeutig beweist. Muß man kennen!

Stellungnahme Dr. Wilhelm Hopf / LIT Verlag zur „Erklärung 2018“ und zum „Aufruf Unterschriftenaktion“ in der KV-Liste

Karlheinz Weißmann hat eine Erklärung dazu:

Asche auf mein Haupt: nachdem ich Martin Lichtmesz’ Artikel über die Affäre um die Rapper Kollegah und Farid Bang gelesen habe, wurde mir klar, daß mein Beitrag zum Thema unterkomplex war. So hätte man das machen müssen:

Kollegah vs. Campino: Kulturkampf oder Ablösung?

Farid Bang – „Echo“-Preisgewinner ist eine wirkliche Leuchte:

Vor 20 Jahren wurde von der rot-grünen Regierung die Gesetzgebung zur Staatsangehörigkeit geändert – eine Entscheidung historischen Ausmaßes und neben der Anhebung eine der Hauptursachen heutiger Probleme (wie PI-News meint). Es ist aus mehrfacher Sicht interessant, etwa diesen ausgewogenen zeitgenössischen Artikel im Focus zu lesen, allein schon um den momentanen Verfall unserer Medien zu bezeugen … vom Inhalt ganz zu schweigen.

Doppelpaß der neuen Deutschen

Zum Schluß mal was anderes: Katarina Nocun hat dieser Blog den „Durchbruch“ zu verdanken. Mein Kommentar ihres AfD-Artikels ging Anfang 2016 viral. Nun äußert sie sich wieder, diesmal über Amazon, und was hat sie zu sagen? Skandal über nichts. Platituden. Sie ist ein Beispiel von linkem Quotenjournalismus (Julia Ebner, Liane Bednarz …): junge Frauen, vermutlich fleißig, biegsam und ungebildet, die unsere Medien fluten:

So viel weiß Amazon nach jedem meiner Klicks

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5 Gedanken zu “Fundstücke XLVI

  1. Pérégrinateur schreibt:

    Ich gehe mal den FAZ-Artikel „Der Planet steht, das System wankt“ von Joachim Müller-Jung durch:

    • „Schwierige Zeiten für gute Vorhersagen: Der Klimawandel überschlägt sich.“ – Wieso sollte die Vorhersage schwieriger werdenl, wenn das Signal besser wird?

    • „Klimaprognosen werden von der Realität tatsächlich nicht nur eingeholt, sie werden immer öfter überholt – und bleiben deshalb ein heikles Geschäft. Je schneller die Dinge physikalisch wie ökologisch aus den Fugen geraten, desto schwerer die Aufgabe der Vorhersage – und der Politikberatung.“ – Dito. Die Politikberatung würde nur dann schwieriger, wenn man eine Feinsteuerung anstrebte, also an jedem Parameter nicht zu viel und nicht zu wenig drehen wollte. Damit ist aber die Politik immer überfordert. Man schafft es ja seit 50 Jahren nicht, die durch Keynessches deficit spending angehäuften Schulden zu Zeiten guter Konjunktur wieder abzubauen, wie es der Meister vorsah. An anderen Parametern kann oder will man sogar weder rauf- noch runterdrehen.

    • „320 Milliarden Dollar Schäden durch Naturkatastrophen allein im vergangenen Jahr, historische Hurrikanschäden in der Karibik, 41 Millionen Asiaten, die durch die Rekordmonsunfluten in Mitleidenschaft gezogen wurden, 900.000 Afrikaner, die 2017 dürrebedingt ihren Grund und Boden aufgeben mussten, […]“ – Die Entwicklung der Schadenhöhe muss renormiert werden, um erst ein realistisches Bild zu gewinnen, ob die natürliche Schadenshäufigkeit zugenommen hat. Denn die Schadenhöhe hängt von etlichen weiteren Faktoren ab: Wird durch gestiegenen Wohlstand mehr versichert? (Die Schadenshöhe stammt oft aus Versicherungsdaten.) Hat die Bevölkerungsdichte zugenommen? (Wenn sich die Zahl der Inder verdoppelt, verdoppelt sich entsprechend die Zahl der Betroffenen.) Steht durch höheren Wohlstand mehr an Gütern pro Person in Gefahr? Geht man immer mehr in gefährdete Gebiete? (Auenbebauung, unterirdische Bahnhöfe, die nach zwei Wochen Stromausfall schon durch das nicht abgepumpte Grundwasser absaufen werden), Argumentieren mit unbereinigten Schadenssummen ist nur polemisch.

    • „ […]“ und das Meereis der Arktis mit der historisch niedrigsten Winterausdehnung.“ – Seit wann wird gemessen? Wie ist es mit dem Antarktis-Eis?

    • „Die Beschleunigung des Wandels legt an Tempo zu, an verschiedenen Stellen des Systems Erde sogar massiv.“ – Ein Parameter hat einen Wert, seine Zunahme pro Zeiteinheit ist die Geschwindigkeit seines Wandels, die Zunahme seiner Geschwindigkeit pro Zeiteinheit ist seine Beschleunigung, und diese Beschleunigung lege an Tempo zu, d.h. (ich verstehe ihn da durch seine Metaphorik nicht recht) entweder diese Beschleinigung nimmt zu oder sogar diese Beschleunigung beschleinigt sich. Wir sind also bei der dritten oder sogar vierten Ableitung eines Parameters, im Klimabereich ist das typischerweise einer stark schwankende und verrauschten Größe, die man erst einmal langjährig glätten muss, und von dieser Glättung bildet man dann dritte oder vierte Ableitungen?! In den gerne gezeigten Diagrammen habe ich bisher immer nur Trendlinien von Wettergrößen gesehen, deren gesuchte Steigung entspricht denn der ersten Ableitung der Größe und ist schon schwierig genug einigermaßen sicher zu bestimmen. Ich würde dazu sagen: Müller-Jung will um jeden Preis dramatisieren, oder er hat nicht verstanden, was er rezipiert hat, oder seine Gewährsleute selbst wollten um jeden Preis dramatisieren.

    • „Radikale Thesen wie diese verlangen radikale Belege. “ – Nein. Alle Thesen brauchen solide Belege. Was sollen denn bitte radikale Belege sein?

    • [Nebenstehendes Bild] – Es zeigt die Schutthalde nach dem Unwetter in Braunsbach vor zwei Jahren. Ich empfehle Ihnen, sich einmal die folgende Karte zu beschauen
    •• http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/arUiG
    und dem örtlichen Flusslauf auf- und vor allem abwärts zu folgen. Man erkennt, die Siedlungsorte am Fluss liegen typischerweise an Seitentalzuläufen. Sie wurden genau dort angelegt, weil die Muschelkalkbäche am Übergang aus ihren Kerbtälern in die Flussaue Schuttfächer abgelagert hatten, auf denen man in erhöhter Lage relativ sicher vor schweren Überschwemmungen des Flusses selbst siedeln konnte. DIe Bäche haben eine meist geringe Wasserführung, sommers trocknen sie sogar oft aus, weil der Untergrund teilweise verkarstet ist. Aber in langen Zeiträumen gibt es eben starke Unwetter, worauf sich die gewöhnlich hatmlosen Bäche in reißende Bergbäche verwandeln, die Schlamm, Schotter, Altholz und sogar große Steinblöcke zu Tale führen. Die Überreste solcher Frachten haben erst die von den Siedlungsnehmern begehrten Schuttfächer aufgebaut, und wegen der Urbarmachung der Hochebenen läuft seitdem der Prozess sogar beschleunigt. (Stärkere Erosion, geringere Wasserrückhaltung durch Abholzung und Ackerbau.) Die Bäche durchlaufen diese Dörfer oft in anscheinend maßlos großen und tiefen gemauerten Trögen, auf deren Grund man dann ein Bächlein, ein jämmerliches Rinnsal oder sogar nur eine trockene Pflasterung oder ein Betonbett erkennt. Offenbar hatte man früher gelernt, dass man gegen seltene Hochwässer Vorkehrungen treffen muss. (Breite Tröge, um Verkeilung von Totholz zu vermeiden usw.) Für seltenere Hochwässer ist dann aber selbst das zu wenig an Schutz. Das Phänomen tritt in den von Muschelkalk geprägten Gäulandschaften des südwestlichen Deutschlands überall an den mittleren und größeren Flusstälern auf, wo nämlich die geologisch rezente und starke rheinische Erosion steile Kerbtäler schafft.
    In der nahen Stadt Schwäbisch Hall flussaufwärts und etwa 10 km im Südwesten ist z.B. vermutlich eine keltische Salinensiedlung durch einen Bach aus dem zuletzt nordwestlich auf die heutige Hauptkirche zulaufenden, heute oberflächlich gewässerlosen Tälchen verschüttet worden, worauf dann die Nutzung einer lokalen Solequelle erst wieder im Mittelalter begann.
    Solche seltenen Schadensereignisse werden natürlich von den Ansässigen gerne als Omina genommen, und wenn die Meldungsdichte durch den menschheitsgeschichtlich rezenten weiteren geographischen Blick dann für eine gewisse Regelmäßigkeit solcher Meldungen sorgt, kann man sehr leicht ein gewünschtes SIgnal einer Veränderung daraus konstruieren. Es ist aber eines nur der veränderten Wahrnehmung.

    • „Zum ersten Mal wurde gezeigt, dass die historischen Brände in Kanada, als allein in der Provinz British Columbia mehr als 900.000 Hektar Wald niederbrannten, gewaltige „Feuerwolken“ produzierten, die mit ihrer extremen Hitze und den Aufwinden gewaltige Mengen an Rußpartikeln in die Stratosphäre transportierten – und von dort über viele Tage und Wochen rund um den Globus und über Europa, wo die ‚stärkste jemals gemessene Trübung der Stratosphäre durch ein Einzelereignis“ gemessen wurde.‘ “ – Also nicht die stärkste jemals gemessene Trübung, sondern nur die stärkste jemals gemessene Trübung durch ein Einzelereignis, und auch nicht auf der Nordhalbkugel, sondern nur in Europa, denn sonst hätte man ja gerne die Relativierungen weggelassen. Und seit wann misst man? Der Nettoeffekte der Ereignisse ist übrigens eine Abkühlung durch weniger Sonnenlichteinfall. Es sind da also 9.000 km² Wald abgebrannt – ein Klacks gegenüber der neolithischen Revolution. Übrigens aus welchen Ursachen? Die gesamte Waldfläche der Erde liegt bei 40.204.320 km² (Quelle: Wikipedia), also etwa 4.500 mal mehr. Interessant wäre auch zu erfahren, wieviel an Wäldern jedes Jahr abbrennt, und wieviel davon aus rein natürlichen Ursachen.

    • „Annähernd 1500 Quadratkilometer Schelfeis seien im Südlichen Polarmeer seit 2010 abgeschmolzen. “ – Von über 1.000.000 km² in den Antarktis, das macht also etwa 0,2 ‰ p.a. Wie sah es vorher aus? Messstationen in der Antwarktis gibt es ja schon länger, udn aus Satellitendaten sollte man unschwer einen viel längeren Verlauf ermitteln können.

    • „AMOC“ – Ausnehmend missionisch operierende Konzeptbildung.

    Grundsätzlich mit Skepsis zu betrachten ist das Argumentieren mit Rekorden statt mit Mittelwerten. Immer gut für eine Anekdote, und wie die Menschen nun einmal beschaffen sind, kann man mit ihnen gut „Narrative“ konstruieren. Werden auch nicht umgekehrt Rekorde in anderen Messgrößen verschwiegen? Tut mir leid, aber der Artikel betreibt Panikmache, weil er ersichtlich einseitig argumentiert. Ich habe das schon einmal beim Thema des Waldsterbens erlebt, wo einem dauernd berichtet wurde, wieviel Prozent der Bäume krank seien, ohne dass man dazu erfahren hätte, wieviel Prozent der Bäume unter natürlichen Bedingungen dauerhaft krank sind . Erst aus einem solchen Vergleich kann man sich ein vernünftiges Urteil bilden.

    Vor gut fünf Jahren habe ich mich zuletzt etwas gründlicher mit dem Thema Klimaerwärmuing befasst. Damals war es so, dass die Klimamodelle, angewandt auf die Vergangenheitsdaten, notorisch etwa eine um 5° pro Jahrhundert zu große Erwärmung gegenüber der tatsächlich gemessenen Endtemperatur ergaben. 5°, die man dann einfach von denmit den Gegenwartsdaten gefütterten Modellergebnissen abgezogen hat, um dann auf eine Erwärmung von nur 2 oder 3° pro Jahrhundert zu kommen. Uch hätte das eher als Hinweis genommen, dass die Modelle noch nicht recht taugen, zumal man es bei allen Wetterdingen ohnehin mit chaotischen dynamischen Systemen zu tun hat.

    Man hat inzwischen politisch durch freigiebige Fütterung eine Wissenschaftsbranche geschaffen, der zumindest ich nicht mehr trauen mag, zumal ihre Repräsentanten sich prophetisch-bußpredigerisch betätigen, die wie oben operierende Presse hat die immer angebrachte und gerade die Wissenschaft auszeichenden Skepsis zum Schmähbegriff gemacht, udn nun bestätigen sich anscheinend alle gegenseitig in religiöser Gewissheit und Inbrunst. Die Politik verdirbt alles, was sie anfasst.

    Ich weiß nichts, aber ich weiß wenigstens, dass ich nichts weiß. Wer wie Müller-Jung auftritt, verscherzt sich mein Vertrauen.

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    • Kopfrechner schreibt:

      Die gedanklich flache und sprachlich schlichte Darstellung des Herrn Diplom-Biologen M.-J. zeigt den Niedergang auch des Wissenschaftsjournalismus.

      Aus Ihrer Replik, werter Pérégrinateur, habe ich mehr Neues erfahren als aus dem Artikel und den kursorisch zur Kenntnis genommenen Diskussionsbeiträgen der „klugen Köpfe“ zusammen.

      Anekdotisch: „The second half of my life has been a continual process of disillusionment with the institutions I used to respect“, sagt der Brite Craig Murray am 22.4.2018 in seinem Blog. Er zählt auf: Zuerst sein ehemaliger Arbeitgeber, dann die BBC, dann die Universitäten, dann gemeinnützige Organisationen wie Save the Children … Führen wir die Auflistung für D fort: Finanzinstitutionen, Qualitätspresse, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Rechtsprechung — bin mir sicher, jetzt einiges übersehen zu haben.

      „It has become difficult to hang on to respect for any institution, and that is unsettling.“
      ________________________________________
      P.S.: Das ist natürlich keine Kritik an der Auswahl der Fundsachen – Dank auch an den Hausherrn für sein Engagement und seine Mühe!
      Ach ja, zu der graphisch gelungenen Darstellung bei World and Science (Quelle ist übrigens http://www.climate-lab-book.ac.uk) mein sehr frei nach Albert Camus formulierter Hinweis: Nicht jeder Seidenhandschuh muss einen Aussatz verbergen. Kann es aber.

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      • Man kann die Auswahl durchaus kritisieren und es wurde ja (einmal mehr) dargelegt, daß mehr Aufmerksamkeit notwendig ist. Aber selbst wenn der Artikel die falschen Bsp. oder Argumente bringt, scheint mir die Tatsache, daß „der Mensch“ aus tausend Gründen zunehmend zur Belastung für das Gesamtgefüge wird und es an den Rand der Funktionalität bringt, kaum zu leugnen zu sein. Den Artikel hatte ich – offenbar zu vorschnell – ausgewählt, um auf die unheilige Aliianz von rechtem Denken und apriorischer Klimaskepsis hinzuweisen. Es genügt im Übrigen schon, offene Augen und Ohren zu haben, um das mitzubekommen – ob in Sachsen, DK, Italien, England oder am Balaton (wo ich gerade sitze, nur mit Tablet), man erfährt überall ähnliche Geschichten. Man braucht nur mit den Weinbauern zu reden …

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        • Kopfrechner schreibt:

          Es war bestimmt kein Fehler, auf den FAZ-Artikel (oder stammt er aus der qualitativ ja wenig anspruchsvollen Sonntagszeitung?) hinzuweisen. Er regt ja zur Auseinandersetzung an, und Themen wie verstörende Umweltschäden, Ausbrüche bislang unbekannter oder überwunden (zumindest eingehegt) geglaubter Krankheiten, Aufkündigung selbst elementarster zivilisatorischer Übereinkünfte usw. müssen unbedingt aufgegriffen werden.

          Aber: Meine Reaktion auf schludrige Argumentation, auf offensichtlich unvollständige Sachbeschreibungen und auf eine falsche Selbstsicherheit mit kurzschlüssigen Kausalzuschreibungen ist immer die gleiche, nämlich Abwehr und Überdruss. Ich erkühne mich zu unterstellen, dass ich in dieser Hinsicht ganz und gar durchschnittlich bin, dass also viele Leser so reagieren. Damit werden Dialog- und Erkenntnismöglichkeiten verbaut. Das wäre kein großer Verlust, wenn das Thema die Sommermode oder aktuelle Aktionskunst behandelte – aber nicht bei den ernsthaften Fragen eventuell unumkehrbarer Entwicklungen.

          Und das ist der Kardinalfehler: der Autor Müller-Jung schadet seinem eigenen Anliegen.

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      • Ich schließe mich dem Dank des Herrn Kopfrechners für den Kommentar an.
        „Klimawandel“ ist nun ein wahrlich schwieriges Thema, und ich mag mir da gar kein fundiertes Urteil anmaßen. Was allerdings auffällt, ist (auch!) bei diesem Thema die „Empörungsmaschine“, der kritiklos nachgeplapperte Konsens (werter Seidwalk, bitte fühlen Sie sich nicht angesprochen), die Haltung der „Guten“. Das fängt schon bei dem dummen Wort „Klimaleugner“ an, welches die assoziative Nähe zum „Holocaustleugner“ herzustellen und damit jede rationale Diskussion zu desavouieren sucht. Wer skeptisch ist, der ist dann eben nicht nur skeptisch, sondern böse. Dabei scheint es mir heutzutage kaum jemanden zu geben, der leugnet, daß es einen Klimawandel, eine Temperaturerhöhung, gibt; was jedoch bezweifelt wird, das ist die Katastrophe.
        Skeptisch macht auch die Hebelfunktion, für die der „Klimawandel“ von der Linken inzwischen genutzt wird: Er dient als Begründung für eine kritiklos hinzunehmende und zu bezahlende Massenmigration; als Begründung für eine Deindustrialisierung bzw. (groß-)unternehmensfeindliche Politik, die die Linke auf normalem Wege nie hinbekommen hat; und für eine immer weiter reichende Bevormundung des Bürgers, der tatsächlich frech genug war, der Verwirklichung des linken Projekts den bescheidenen Wohlstand vorzuziehen. Daß „Klimawandel“ inzwischen auch ein lukratives Geschäft nicht nur für die Produzenten von „Ökostrom“ und Windrädern (übrigens diesmal eine echte Umverteilung von unten nach oben), sondern auch von unzähligen NGOs, „Energieagenturen“, „Beratern“ (consultants) ist, die an seiner Existenz bzw. den als schrecklich gemalten Konsequenzen ein vitales Interesse haben, steigert die Skepsis gegenüber dieser „großen Erzählung“. Aber genug davon.
        Ein von mir auch (!) sehr geschätzter Blogger (http://www.coyoteblog.com) hat sich weit in die Materie eingearbeitet; ich kann bei Interesse nur raten, sich auf dem Blog die Beiträge in der Kategorie „Climate“ anzusehen. Z. B. diesen hier: http://www.coyoteblog.com/coyote_blog/2017/05/the-furor-over-bret-stephens-first-article-at-the-new-york-times.html, und viele andere.

        Und als PS noch eine kurze Bemerkung: Der stupiden „Klimakeule“ der Linken entspricht in der Tat die stupide „Klimaleugnung“ (nenne ich jetzt mal so) auf der Rechten. Da äußern sich dann Leute zu dem Thema, die sicher noch weniger davon wissen als ich, es (nicht ohne Grund, s. o.) nur als Linken plot wahrnehmen und sich ihrer Sache dann ebenfalls ganz sicher sind (beliebtester Argumenttyp: „Alles weiß draußen! Bei uns hat’s noch nie so viel geschneit in den letzten fünfzehn Jahren“.) Kollateralschäden eines stumpfen Lagerdenkens

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