InterNationalismus

Wie tief das Nationale und Volkliche in uns verankert ist, beweisen gerade jene, die es aus ideologischen Gründen verleugnen.

Sie wollen seine Auflösung politisch erzwingen, etwa indem sie anderen Nationen und Völkern per Gesetz vorschreiben, diese zwingen wollen, kulturfremde Menschen in großer Zahl aufzunehmen. Aber Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei wehren sich; die Polen, die Ungarn, die Slowaken, die Tschechen: da sind sie plötzlich alle wieder da, die Völker und Nationen.

Und sei es als Vorwurf.

Aber nicht nur die anderen gewinnen als Gegner plötzlich ihren Nationen- und Volkscharakter wieder, nein, auch wir selbst, wir, die Deutschen und unser Deutschland, wir sind anders, sind besser, menschlicher. Wir!

Daraus ist eine ganz wesentliche Lehre zu ziehen. Das Negieren des volklichen Elements und des Nationalen ist ein Sattheitsphänomen. Solange es uns gut geht und unseren nationalen Nachbarn ebenfalls, solange kann man Entgrenzung spielen, sich umarmen, durchdringen, Fraternité feiern. Treten jedoch existentielle Konflikte auf, die an den Landesgrenzen umschlagen, die die volkliche oder nationale Substanz betreffen, dann wird man sich dieser wieder bewußt. Die einfache Verweigerung der osteuropäischen Länder, den Migrationswahnsinn nicht mitzumachen, läßt das deutlich werden.

In letzter Konsequenz: Wenn Deutschland und Polen oder Frankreich oder England oder Rußland … sich wieder feindlich, wieder kriegerisch gegenüberstehen sollten oder auch nur, wenn es in den westlichen Ländern zu ethnischen Konflikten mit deutschen Beteiligten käme, dann könnte die volkliche Substanz wieder wie aus einem Vulkan hervorbrechen, dann werden links und rechts keine relevanten Größen mehr sein und dann werden diejenigen, die sich nicht deutsch, polnisch, französisch fühlen, die sich nicht in die historische Linie stellen können – weil sie sich selbst entkernt haben oder aber weil sie tatsächlich, ganz objektiv, nicht in dieser Linie stehen – beiseitegeschoben werden.

1914! 1939! 1991/92!

Der zentraleuropäische Weg, den Internationalismus, die „europäische Solidarität“ per Dekret und mit Bestrafung – ein offensichtlicher Selbstwiderspruch – durchzusetzen, schafft sein Gegenteil, auf beiden Seiten.

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Ein Gedanke zu “InterNationalismus

  1. Das ist zu ergänzen um das Argument, das Rudolf Steiner seinerzeit dem „Völkerbund“-Internationalismus und US-Präsident Wilson entgegengehalten hat: gerade als Antwort auf den I.WK ist proklamierter Internationalismus so gut wie eine Garantie darauf, daß die Nationen gestärkt werden. Das fand Steiner einerseits falsch, weil Nationalismus i.S.v. Chauvinismus verderblich ist, andererseits richtig, weil der Mensch sich nun einmal in „Volksseelen“ verkörpert, und die tilgen zu wollen, macht Menschen zur austauschbaren Handelsware.

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