Zum 1. Advent

Das Kind an die erloschene Kerze.

Du arme, arme Kerze,
Giebst fürder keinen Schein,
Erloschen ist so schnelle
Dein Licht, das freud’ge, helle,
O mußt‘ es also sein!
Du arme, arme Kerze,
Giebst fürder keinen Schein!

’s ist nicht, weil ich nun weilen
Muß in der Dunkelheit!
O brenntest du nur immer,
Und gäb‘ dein lieber Schimmer
Nur Andern Freudigkeit!
’s ist nicht, weil ich nun weilen
Muß in der Dunkelheit!

Du arme, arme Kerze,
Giebst fürder keinen Schein!
’s ist nicht, weil ich alleine
Im Dunkeln bin und weine,
Ich bin ja gern allein!
Du arme, arme Kerze,
Giebst für der keinen Schein!

Text: Adelbert von Chamisso

Komposition: Friedrich Nietzsche

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.