Eine Bitte

Dieser Blog geht mit dem heutigen Tag bereits ins dritte Jahr, nahezu 600 eigene Beiträge wurden veröffentlicht. Vor 365 Tagen hatte ich schon einmal angekündigt, etwas zurückzufahren, denn es galt eine neue, sehr schwierige Sprache zu lernen, sich in einer ungewohnten Umwelt zurechtzufinden und einen riesigen Berg an Lektüren abzuarbeiten. Daran hat sich nichts geändert.

Hinzu gekommen ist nun, daß ich das neue Buch von Hans Hauge – „Løgstrup, Heidegger og Nazismen“ übersetzen werde. Das Buch wurde vor drei Monaten hier vorgestellt: So geht Heidegger!

Der Verfasser fand die Besprechung treffend, wir kamen in Kontakt … Wie immer handelt es sich um „Ehrenamt“. Ich veranschlage vorerst ein halbes Jahr für diese Arbeit – Inschallah.

Wir machen den zweiten vor dem ersten Schritt: die Suche nach einem geeigneten Verlag wurde noch nicht aufgenommen. Daher die Bitte an die Leserschaft: Sollten Sie einen Verlag kennen oder sogar „Beziehungen“ zu einem haben, der für dieses Thema in Frage käme, der entweder Philosophie, Heidegger, Geschichte, Skandinavistik, Dänemark, Konservatismus, Ideologiegeschichte, Nationalsozialismus … oder angrenzende Felder abdeckt, dann lassen Sie mich das bitte wissen (Email im Impressum oder über Kommentarfunktion (wird nicht veröffentlicht))! Erfahrungsgemäß geht die meiste Zeit bei der Verlagssuche und dem Aushandeln der Verträge verloren; es ist unproduktive Zeit, die man gern abgekürzt hätte.

Der Blog wird weitergeführt, die Schlagzahl allerdings etwas heruntergefahren. Bleiben Sie ihm trotzdem treu – das würde mich freuen.

Hans Hauge: Løgstrup, Heidegger og nazismen. Biografier, diskussioner, erindringer, polemikker og anekdoter Forlaget Multivers. Aarhus 2016

2 Gedanken zu “Eine Bitte

  1. Ulrich Christoph schreibt:

    Viel Erfolg für Ihr Übersetzungsprojekt. Wie wäre es denn mit dem Landt-Verlag? Unter dem Dach von Manuscriptum. Wer eine Hamsun-Biographie verlegt …
    https://www.manuscriptum.de/verlage/landtverlag/hamsun.html

    Seidwalk: Das klingt nach einem interessanten Vorschlag – Takk! Übrigens ist das nicht „eine“, sondern die Hamsun-Biographie, die ich bereits kannte, bevor Gabriele Haefs – hätte man so einen Namen, wäre vieles leichter – sie übersetzt hatte. Ich hatte sie erst vor wenigen Tagen konsultiert. Sie erregte in Norge sofort Aufsehen.

    Ich fühle mich ein wenig an die morphogenetischen Felder erinnert: Hamsun gehört gerade zum erweiterten Beschäftigungskreis.

    Ulrich Christoph: Die Plausibilität einer „nichtlokalen Kraft“ à la Sheldrake/Polanyi würde ich wohlwollend in Erwägung ziehen – wenn auch der genannte Verlag sich deren Einflussnahme nicht entziehen kann.

    Und Sletten Kolloens Hamsun-Buch habe ich jetzt endlich! bestellt. Manchmal braucht es ein wenig Feldtheorie.

    Mathias Ludwig: Hallo Seidwalk, der Antaios-Verlag hat Bücher von und über Heidegger im Programm.

    https://antaios.de/search?sSearch=heidegger

    Seidwalk: Da gab es schon Kontakte – leider erfolglos: paßt wahrscheinlich nicht richtig ins Verlagsprogramm.

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  2. Kurt Droffe schreibt:

    Lieber Seidwalk, gutes Gelingen und viel Vergnügen bei dem löblichen Werke! Und nein, mit Verlagsvorschlägen kann ich nicht dienen, leider. Gibt es bei Heidegger nicht so die „üblichen Verdächtigen“, oder paßt das gerade bei denen nicht in Linie und Programm?
    Für mich kann ich sagen, daß ich nach wie vor hier regelmäßig reinschaue und jeden Beitrag lese, aber momentan nicht sehr viel Zeit und Kraft für substantielle Kommentare habe. Gerade für jemanden, der familienbedingt derzeit nicht so viel herumkommt in der Welt, sind Ihre Impressionen aus Osteuropa immer spannende Lektüre. Wenn Sie also nach der Übersetzung noch Energie übrig haben, dann wäre mein durchaus ernstgemeinter Vorschlag, sie machten sich an ein Buch über Ihre Erfahrungen und Eindrücke, in Ostdeutschland wie in Osteuropa. Ich denke, Sie haben da mehr zu erzählen als viele andere, und mit Ihrem Gespür erfassen Sie vieles von dem, was sich da tut und bewegt, das Ganze auch noch vor dem Hintergrund Ihres persönlichen Weges vom (DDR-)Linken zum, tja, was?: „Wertkonservativen“? Auch das wäre ein Beitrag, um so manchen Westdeutschen „den Osten“ (und damit meine ich eben nicht nur Sachsen) und sein Selbstverständnis nahezubringen. Schon wenn ich mir Ihre hier präsentierten und sorgfätig ausgearbeiteten Beiträge ansehe: Da kommt so einiges zusammen. Am Korrekturlesen und Crowdfunding beteilige ich mich dann gerne..
    Einen schönen Herbst wünsche ich, und grüße mit mit Schuberts „Ungarischer Melodie“, gespielt – von einem Ungarn, natürlich: https://www.youtube.com/watch?v=O8dEUP2-DUE

    Seidwalk: Vielen Dank für die Blumen! Sie übertreiben …

    Ich fürchte, die Erfahrung reicht noch lange nicht, um sich ein wirklich gültiges Bild machen zu können. Vor allem muß man auch in die Sprache eindringen – und das ist in diesem Falle unvorstellbar schwer.

    Das Problem mit dem Heidegger-Buch ist tatsächlich, daß es gegen den Strich gebürstet ist. Ein weiteres Heidegger=Nazi-Elobarat wäre sicher schnell untergebracht, hierzu jedoch braucht es ein wenig Mut und Entschlußkraft. Damit fallen vermutlich fast sämtliche Verlage weg, in denen zu diesem Thema bisher veröffentlicht wurde und die eigentlich prädestiniert wären.

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