Toleranz und brauner Dreck

Kommt eine Bekannte zu mir und berichtet aufgebracht von einem Gespräch mit der neuen Chefin. Eigentlich eine interessante Frau, voller Energie und neuer Ideen. Schon nach wenigen Tagen, ohne überhaupt nur Einblick in die Abläufe zu haben, will sie alles ändern. Die Belegschaft des deutsch-ungarischen Joint Ventures teilt sich sofort in zwei Lager.

Meine Bekannte kommt eher gut mit ihr zurecht. Es liegt einiges im Argen im Unternehmen, da kann frischer Wind nicht schaden. Auf menschlicher Ebene versteht man sich gut.

Sie reden über Ungarn und die magyarische Liebe zur Nationalhymne. Am Tag der Deutschen Einheit soll bei einer kleinen Feier auch die deutsche gesungen werden. Damit kann die Neue überhaupt nichts anfangen. Dieses ganze Getue um Flagge und Heimat. „Was soll denn Heimat sein? Ist doch nur ein Wort.“

Ihr wird entgegnet: „Aber ich liebe meine Heimat, freue mich, wenn ich nach Deutschland komme und gerade hier im Ausland, wird mir das besonders deutlich.“ – „Ach was, ich empfinde da gar nichts. Ja, Köln, Köln, da fühle ich mich wohl, da brauche ich keine Hymne. Ich fühle mich als Kölnerin und nicht als Deutsche. Aber sonst kann ich überall leben, wenn die Bedingungen stimmen.“ Tatsächlich hat sie schon in verschiedenen Erdteilen gelebt.

„Aber wenn das hier so Tradition ist“, gibt sie dann etwas genervt zu, „dann spielen Sie halt Ihre Hymne. Man muß ja tolerant sein. Dafür haben wir schließlich gekämpft.“ Nun bekennt sie, eine Alt-68er zu sein. „Was war das für eine Befreiung. All diese Krusten aufzubrechen, diesen Mief. Die waren ja alle Reaktionäre.“

Meine Bekannte hat sich viele Jahre mit Dutschke, Meinhof und der RAF auseinandergesetzt und bekennt das jetzt. Sofort wird sie als Glaubensgenossin angenommen. „Ja, die Meinhof, das war schon eine tolle Frau.“ Aber nun bekommt sie wieder Gegenrede: „Wissen Sie, ich habe das auch einmal so gesehen, aber mittlerweile habe ich gelernt, daß es einseitig und übertrieben war und daß man es auch von der anderen Seite sehen kann.“

„Sie meinen die AfD?“ – meine Bekannte hat blau gewählt. „Sie meinen die AfD? Diesen braunen Dreck? Nein, mit denen kann man nicht reden, darf man nicht reden!“ Noch immer gibt es Gegenwehr, aber ein Bekenntnis ist hier schon unmöglich und könnte das Ende der beruflichen Situation bedeuten: „Ich denke doch, daß man mit ihnen reden muß, man muß mit allen reden …“ – „Nein!“, wird die andere nun bestimmt. „Mit einem Gauland kann man doch nicht reden. Das ist brauner Dreck! Das sind alles Nazis!“

Nun zieht es meine Bekannte vor, sich diskret zurückzuziehen, ohne das Band gänzlich zu zerreißen. Was will man da noch sagen, denkt sie. Die Gedanken sind frei, immerhin. Sie kommt zu mir und erzählt mir diese Geschichte.

Alles begann mit dem Bekenntnis zur Toleranz am Tag der deutschen Einheit und es endete mit dem Ende der Toleranz und Uneinigkeit, denn wie soll meine Bekannte jemals ihre wahre Meinung sagen können, wenn jegliches Gespräch über dieses Thema von vornherein abgelehnt und verunmöglicht wird? Vermutlich ohne sich dessen bewußt zu sein, hat die Chefin freie Rede beendet und die Spaltung vorangetrieben. Der Dialog ist erledigt, die Selbstimmunisierung komplett.

Ein anderes typisches Beispiel des Meinungsterrors auf unterster Ebene liefert dieser Artikel: Der gespaltene Kiez

siehe auch: Stimmungen, Verstimmungen

16 Gedanken zu “Toleranz und brauner Dreck

  1. Leonore schreibt:

    Sehr geehrte Lynx, Ihre Kommentare sind ein gutes Beispiel dafür, wie im Umgang mit der AfD die Realität auf den Kopf gestellt wird.

    Nur ganz schnell und kurz:

    1. zur „Wessi-Schnepfe“ haben meine Vorredner schon einiges gesagt. Ich möchte auf den Widerspruch hinweisen, der darin liegt, daß sie AfD-Sympathisanten „nicht ernstgemeinte ‚Neugier‘ “ und „Vorurteile von Anfang an“, beruhend auf einem festgefügten „Weltbild“ unterstellen, während die AfD als neue Partei logischerweise ganz automatisch Mitglieder hat, die offen für Neues sein müssen und z.B. ihre vorherige Parteienzugehörigkeit (oder Ohne-mich-Haltung) geändert haben.

    2. Daß AfD-Mitglieder Heimat mit Nation verbinden, stört sie (als offensichtlich brave Globalisten-Mitläuferin) und dabei ganz besonders die Flagge und Hymne. (Kleine Frage am Rande: Sind für sie all die Völker auf der Welt, die ihr Land, ihre Flagge und Hymne lieben und gegen jede Schmähung verteidigen würden, auch „Nazis“? Glauben Sie an politisch-historische Erbschuld, an Sippenhaft und Goldhagens Theorie vom „Mördergen“ der Deutschen? Welches Selbstbild haben Sie? Und falls Sie an die niemals verlöschende Schuld auch der jetzigen und kommenden Generation der Deutschen glauben: Meinen Sie, daß man sich von Schuld durch Selbsthaß und Selbstvernichtung reinwaschen kann? )

    3. Die Definition des Begriffes „Heimat“ durch den Bundespräsidenten ist gar nicht so weit weg von meiner. Tatsächlich ist Sicherheit, Solidarität auch mit dem völlig Fremden, als „Zusammenhalt“ in eher homogenen Gesellschaften weit größer als in heterogenen, vor allem, wenn die Zugewanderten dem Islam angehören. Siehe u.a. Reinhard Merkel, emeritierter Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg in der FAZ:

    „Gesellschaftliche Minderheiten, deren kollektive Identität sich über scharf gezogene ethnische und religiöse Trennlinien definiert, neigen zur Segregation. In hart segregierten Gesellschaften wächst die Tendenz zur Unfriedlichkeit, zum wechselseitigen Misstrauen, zur Erosion fragloser normativer Grundlagen und eines darin gründenden Minimums selbstverständlicher Solidarität auch mit dem unbekannten anderen. Diese Entwicklung wird Deutschland so wenig verschonen, wie sie Frankreich und England verschont hat.“

    http://plus.faz.net/feuilleton/2017-11-22/wir-koennen-allen-helfen/82425.html

    Ihr Gerede von „Blut und Rasse“ (wo stehen diese Begriffe im AfD-Grundsatz- oder Wahlprogramm?) wirkt umso realitätsferner, wenn man sich die vom Gatestoneinstitute veröffentlichte Statistik über die Zunahme der mit Stichwaffen verübten Gewalttaten zu Gemüte führt (in den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der Verbrechen, die mit dem Messer verübt wurden, um 1 200 Prozent). Daß in der deutschen offiziellen Kriminalstatistik zum ersten Mal eine eigene Kategorie „Gruppenvergewaltigung“ geschaffen werden mußte, dürfte auch nicht zum Gefühl von „Sicherheit“, „Zusammenhalt“ und „Entschleunigung“ beitragen.

    Daß Sie als „Beweis“ dafür, daß man mit Gauland nicht reden könnte, nicht etwa ein Zitat von ihm bringen, sondern die Hetze der Süddeutschen zitieren, würde mich sprachlos machen – – wenn es nicht so typisch wäre!

    „Rache und Stimmungsmache“ … vermutlich wird auf seinen Spruch vom „jagen“ am Wahlabend angespielt. Nun ja. Dann gibt es ja viele Politiker und Parteien, mit denen man „nicht reden“ kann… Lindner, von der FDP, Scharping von der SPD und wie sie alle heißen. Seltsam, daß es damals keinen Proteststurm gab. Aber das sind wir ja auch gewöhnt: Schleppen die Linken eine Guillotine im Wahlkampf herum (blutrot bemalt) mit Puppenkopf im Auffangkorb und den Namen derjenigen aufgemalt, die ihrer Meinung nach darunter landen sollten, regt sich kein Lüftchen im Blätterwald. Ebensowenig, wenn Studenten bei einer Demonstration am Galgen baumelnde Strohpuppen mit sich führen, auf denen „Rüttgers“ und „Kohl“ steht.

    http://archiv.metropolico.org/2015/10/15/der-spiegel-und-die-galgen/

    Zur AfD kommt man auch wegen dieser unerträglichen Heuchelei der „Gutmenschen“ (nein, nicht „guter Menschen“, sondern solcher, die sich arroganterweise für besser halten als andere).

    Daß irgendwelche Facebook-Zitate nicht dazu taugen, eine ganze Partei mit 28 000 Mitgliedern zu diskreditieren, sollte auch klar sein. Nicht nur, weil es in JEDER Partei und Gruppierung, in jedem Verein und jeder Stadt irgendwelche Unsympathen und Irren gibt (man sieht es den Leuten nicht an, beim Ausfüllen des Beitrittsformulars zur AfD unterschreibt man auch, daß man sich vorbehaltlos zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennt. Wenn da einer lügt, ist das nicht ein „Abgrenzungsproblem der AfD“). Sondern auch, weil es leicht ist, sowas als false flag -Operation zu machen.

    Die 15 waffenbesitzenden jungen Leute, die in Frankreich als angebliche Mitglieder der Identitären Bewegung verhaftet wurden, haben sich ja auch als Linksextreme herausgestellt:

    https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2017/festgenommene-identitaere-entpuppen-sich-als-linksextreme/

    Auch bei den Protesten gegen den Moscheebau in Köln kam es zu false-flag-Aktionen, wie der leider marxistische, aber ansonsten intellektuell brillante und vor allem charakterlich integre Hartmut Krauss kritisiert:

    „(…) Die Verdorbenheit der „antirassistischen“ Demonstrationstouristen und Polithooligans kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass sich Teile von ihnen als Nazis verkleidet unter Moscheebaugegner mischen, sich dabei selbst fotografieren und diese erschwindelte Szene dann als triumphalistischen Beweis für den generellen Rassismus und Faschismus von Moscheebaugegnern hochhalten. (…)“

    http://www.glasnost.de/autoren/krauss/contrarechts.html

    Leider läuft mir die Zeit davon – es gäbe noch so viel zu sagen…

    Jedenfalls, sehr geehrte Lynx, brauchen Sie sich nicht expressis verbis zu entschuldigen! Es reicht völlig aus, wenn Sie in Zukunft sich fair informieren (Originaltexte und -reden! – Jetzt aktuell z.B. die Bundestagsreden, alles Jungfernreden. Oftmals auf kurzfristige Anträge antwortend, also mit nur ganz geringer Vorbereitungszeit gehalten von den Neulingen. Beurteilen Sie selbst, ob es fachlich kompetent in der Form der Würde des Hauses angemessen oder „Krawallgerede“ ist! Kleiner Tipp: es kam kein Ordnungsruf …) und dann ebenso kritisieren.

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  2. lynx schreibt:

    @vogt23: Ich hoffe auch, dass das frei erfunden ist oder nur die halbe Wahrheit. So viel pädagogische Blödheit mag man sich nicht ausmalen.
    @Ulrich Christoph: Das habe ich allenfalls bewusst „missverstanden“, weil ich dem Autor unterstelle, dass er mit der Doppeldeutigkeit bewusst spielt.

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    • Ulrich Christoph schreibt:

      @lynx:
      Danke für Ihre Erläuterung. Die Beiträge und Kommentare dieses Blogs lese ich mit Interesse und entsprechend genau. Ihre Antwort auf meinen Hinweis lag präzise im Rahmen des Erwartbaren.

      NB: Das vom Autor wiedergegebene Gespräch findet in meinem Gedächtnis einige Parallelen (auch atmosphärischer Natur) in einer in moderatem Ton gehaltenen Diskussion zwischen einem Schüler (16) und seiner Physiklehrerin (30), welche ihre freie Zeit dem Aufbrechen institutioneller Verkrustungen und dem Lüften von reaktionärem Mief widmete (Sie ahnen es: die Zeit von Meinhof und Konsorten); die Glaubensfestigkeit der Lehrerin wurde für den jugendlichen Skeptiker offenbar, als sie – auf sein direktes Insistieren – nicht zuzugeben zögerte, sie könne unter Umständen nicht umhin, den Freunden von Unterstützern Unterschlupf … Woraufhin der junge Mann – die Parallelen, so sie existieren, enden hier – das Gespräch ein wenig verdattert beendete und seines Weges ging.

      lynx: Nur zur Klärung: da wäre ich mit dem jungen Mann ganz einer Meinung. Linke RAF-Nostalgiker waren noch nie cool und sind einfach peinlich. Und ich kenne die Zeit. Dasselbe gilt natürlich vice versa .

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      • Pérégrinateur schreibt:

        @lynx, Antwort im Beitrag von Ulrich Christoph vom 5. Oktober 2017 um 18:36, die dort inkorporiert ist:

        „Cool“ oder „nicht cool“ wäre für mich in so einem Fall – und genau genommen bei politischen Fragen immer – keine relevante Bewertungsalternative.

        Sie benutzen übrigens so gerne emotional chargierte Worte – „cool“, „Dreck“, „Mief“ usw. – dass es mir so scheint, als könnten bei Ihnen die nüchterne Wirklichkeitsbetrachtung und die kalte Logik einen schweren Stand haben, wenn erst einmal Ihr Herz gesprochen hat. Zugegeben, mit solchem Vokabular kann man viele überzeugen oder vielleicht auch nur einschüchtern – und das scheint mir schon länger eigentlich der Hauptfehler der öffentlichen Meinung in Deutschland zu sein, dort wo sie gemacht und dort wo sie übernommen wird. Bei anderen verfängt und fängt dergleichen dagegen gar nicht.

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  3. vogt23 schreibt:

    Oberschule Westerzgebirge in Bad Schlema, Sachsen, freie Trägerschaft. Im Zuge der BTW werden 13-14 jährige befragt, wen sie gewählt hätten. Eine Schülerin antwortete: AfD. Sie erhielt (vom „Lehrer“) daraufhin einen Hitlerschnauzbart auf ihr Portaitbild im digitalen Klassenbuch, so dass es alle sehen konnten. Es erfolgte ein Ausschluss aus der AG Sanitätsausbildung (Das Kind hegt den Wunsch, Rettungssanitäterin zu werden) mit der Begründung, dass Rechtsradikale keine Hilfe zu leisten vermögen…Diese Schülerin leidet mittlerweile an psychischen Störungen, ist erkrankt.
    Brechen von Lebenslinien selbst bei Heranwachsenden oder Erziehung zur Lüge, Denunziation, Heuchelei. Deutschland 2017

    Seidwalk: Das ist sicher frei erfunden! Das muß erfunden sein!

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    • Pérégrinateur schreibt:

      Man könnte aber immerhin eine negative Gruppenselektion ideologiestarker Gesellschaften erhoffen, in der Art: Wenn eine oft genug gegen die Wand rennt, rennt sie sich endlich einmal den Schädel ein. Das setzt allerdings einen erblichen Faktor voraus, ob nun durch kulturelle Tradierung oder einen genetischen. Und für die Nichtmerkmalsträger in der Gesellschaft ist das natürlich trotzdem bitter.

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  4. lynx schreibt:

    Leider schlecht erfunden. Aber vielleicht geht es nicht besser, wenn man meint, neuere Geschichte hätte erst 1989 begonnen und müsse selbstverständlich einer ostdeutschen Lesart folgen. Das ist aber nur eine Lesart in einer pluralistischen Gesellschaft.

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    • Sehr geehrter Lynx,

      es freut mich, wenn Leser aus verschiedenen Lagern hier kommentieren – wir hatten hier selbst schon ernsthafte Diskussionen mit Muslimen. Alles lief zivilisiert und produktiv ab … Sie sind der erste Fall, der nicht in der Lage ist, den Ton dieses Blogs zu treffen.

      Nun werfen Sie mir in einem Satz gleich drei Dinge vor, obwohl ich Ihnen bereits mehrfach signalisiert hatte, daß ad-hominem-Argumente nicht erwünscht sind: erstens, die Geschichte ist erfunden, zweitens, ich würde historisch verkürzt denken und drittens eindimensional und nicht „pluralistisch“.

      Punkt zwei und drei interessieren mich nicht, sie zeugen nur von Ihrer Unkenntnis des Blogs oder einer politisch induzierten Leseschwäche.

      Punkt eins ist jedoch eine Unterstellung. Die Geschichte ist in den Persönlichkeitsfakten so weit „bearbeitet“, daß eine Wiedererkennung der Personen erschwert wird – das gleich als Antwort auf Giuseppe Bottazzi -, alles andere ist so passiert und, ob sie es glauben oder nicht, es passiert in diesem Land (und seinen Enklaven) tagtäglich tausende Male. Menschen haben bereits ihren Beruf verloren, weil sie AfD usw.
      Allein die Tatsache, daß ich mich veranlaßt fühle, kleinere private Details zu verfremden, um die Personen vor evtl. „Verfolgung“ und Stellungnahmen zu schützen, könnte Sie stutzig machen.

      Im Übrigen bestätigt Ihre Reaktion die obige Analyse haargenau. Die einen verunmöglichen das offene inhaltsgetriebene Gespräch mit Aggression und vielleicht aufgrund ihrer Position, die anderen mit Diffamierungen. Warum sollte ich mit Ihnen weiter diskutieren, wenn sie die Glaubwüdigkeit apriori in Abrede stellen?

      Egal, ich will Sie nicht überzeugen. Ich will Ihnen nur zum letzten Mal deutlich machen: Kommen Sie mit Argumenten, nicht mit Beleidigungen, dann sind Sie hier gern gesehen. Ansonsten werde ich Ihre Beiträge in Zukunft nach Inhalten sondern: die Argumente ins Töpfchen, den Dreck ins Kröpfchen. Eine Diskussion darüber ist sinnlos. So viel Nazi muß sein.

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      • lynx schreibt:

        Das wortreiche Niedermähen abweichender Meinungsäußerungen ist nach meiner Erfahrung weit verbreitet in einer bestimmten Blogger-Szene. Nun ja, dann muss ich mich eben auch wortreicher erklären.

        1. finde ich es im Nachhinein ziemlich spaßig, mir eine ad-hominem-Argumentation vorzuwerfen, wenn die kölsche Protagonistin von Vornherein stigmatisiert wird als Alt-68er Überfliegerin, mit meinen Worten: eine Wessi-Schnepfe, die wieder mal alles besser weiß – so wird sie umständlich charakterisiert. Vorurteile von Anfang an, begleitet von, in meinen Augen, nicht ernstgemeinter „Neugier“ (denn was soll da schon anderes herauskommen?), denn
        2. hat man ja schließlich sein Weltbild, das nicht nur festgefügt sondern selbstverständlich richtig verortet ist, wie kann man nur auf eine andere Idee kommen: Heimat hat etwas mit Nation zu tun, ja Heimat ist Nationalität mit all ihren Symbolen (Flagge, Hymne), ist doch wohl klar – oder etwa nicht?

        Die Dame aus Köln hat recht: so muss man Heimat nicht definieren, sollte man sogar besser nicht, eigentlich haben wir doch unsere Lehren gezogen? Wie sagte gestern unser Bundespräsident: Heimat hat etwas zu tun mit der Sehnsucht „nach Sicherheit, nach Entschleunigung, nach Zusammenhalt und Anerkennung“ – dazu braucht man nicht notwendigerweise Hymnen und Flaggen oder womöglich Blut und Rasse.

        Und jetzt nehme ich die vorgebliche Kölnerin einmal Wort um Wort beim Wort:
        „Mit einem Gauland kann man doch nicht reden.“ – Nein, kann man nicht, s. Süddeutsche vom 2.10.17, S. 3: Er will nicht reden, er will „den Tiger reiten“, er will Rache und Stimmungsmache.
        „Das ist brauner Dreck“ – Stimmt. Ich bin viel unterwegs in rechten Blogs (die mögen mich alle nicht). Vielleicht stelle ich einmal eine Liste von Unflat zusammen, der dort verzapft wird. Brauner Dreck ist noch harmlos formuliert. Das geht bis hin zum Aufruf zur Bewaffnung und zum Bürgerkrieg. Und die sind alle AfD-Unterstützer ihrem Bekenntnis nach. Solange sich die AfD davon nicht distanziert, ist sie Teil des „braunen Drecks“.
        „Das sind alles Nazis“ – Hier übertreibt die Gute vielleicht ein wenig, aber es sind leider zu viele davon darunter und die, die sich nicht für solche halten, schaffen es nicht, glaubwürdige Distanz herzustellen.

        Die AfD kann bis heute nicht glaubhaft darlegen, dass sie gewillt ist, sich heute und künftig an die Verfassung zu halten. Sie bevorzugt eine Interpretation der Verfassung, die dem Geist der Verfassung nicht gerecht wird, sondern nur der Stimmungsmache dient. Also tut man gut daran, AfD-Unterstützern gut auf den Zahn zu fühlen, auch im persönlichen Umgang, auch im Kollegenkreis. Wir wollen keine Verfassungsgefährder, keine islamistischen und keine nationalistischen.

        So, und jetzt haben wir die „wahre Meinung“ Ihrer Freundin noch nicht wirklich erfahren. Neigt sie denn zu einer „Interpretation der Verfassung“ nach AfD-Muster oder kennt sie das Grundgesetz und will es verteidigen, meinetwegen auch mit den Symbolen Flagge und Hymne? Sie sollte den Verfassungsgegenstand aber vielleicht nennen: unser Land. Nicht: unsere Heimat: denn das ist ein schillernder, vielschichtiger, komplexer Begriff, zugleich einfacher und umfassender als Staat, Nation, Land.
        Und sie sollte vielleicht künftig von „ihrer Meinung“ und nicht der „wahren Meinung“ reden, denn irgendwie hat letzeres so einen Absolutheitsanspruch, der sich mit Pluralismus nicht so recht verträgt – oder nicht?

        Das war jetzt die bestellte Langversion.

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        • Ulrich Christoph schreibt:

          „Alles begann mit dem Bekenntnis zur Toleranz am Tag der deutschen Einheit und es endete mit dem Ende der Toleranz und Uneinigkeit, denn wie soll meine Bekannte jemals ihre wahre Meinung sagen können, wenn jegliches Gespräch über dieses Thema von vornherein abgelehnt und verunmöglicht wird?“

          Diesen Satz zur „wahren“ Meinung der Bekannten haben Sie wohl semantisch mißverstanden. Kleiner konservativer Hinweis:
          http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GW02617#XGW02617

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        • Pérégrinateur schreibt:

          • „wenn die kölsche Protagonistin von Vornherein stigmatisiert wird als Alt-68er Überfliegerin, mit meinen Worten: eine Wessi-Schnepfe, die wieder mal alles besser weiß“ ― Eben, „mit meinen Worten“, Sie ethnisieren (Wessi) eine Weltanschauung (Alt-68-igerin). Zur „Überfliegerin“ geht es hier: http://www.duden.de/rechtschreibung/Ueberflieger – die männliche Form, auf die dort weiterverwiesen wird, hat diese Definition: „jemand, der begabter, intelligenter, tüchtiger [und dadurch viel schneller erfolgreich] ist als der Durchschnitt“. In dieser Hinsicht ein ziemlich merkwürdiges „Stigma“. Im Wort kommt nämlich eine Wertschätzung des Erfolgs und seiner menschlichen Ursachen zum Ausdruck, aus dem Sie aber offensichtlich die Charakterisierung „die wieder mal alles besser weiß“ ableiten, also dass sie eine Besserwisserin sei, also eine, die es nur vermeintlich besser weiß. Könnte es sein, dass Sie selbst Ressentiments gegen erfolgreiche oder intelligente Menschen haben? Oder unterstellen sie vielleicht manchmal fremder Rede Absichten, die diese gar nicht hat? Oder wissen SIe schlicht die Wortbedeutung nicht und halten es dann eben nonchalant wie Alice in Wonderland: “ A word just means what I want it to mean ”?

          • „so muss man Heimat nicht definieren, sollte man sogar besser nicht, eigentlich haben wir doch unsere Lehren gezogen“ ― Die Heimatempfindung, denn darum geht es doch wohl, lassen sich die Menschen wohl nie von anderen „definieren“. Es ist eine Emotion, die nicht nach Vorgabe soziologischer oder politologischer Seminare entsteht oder umzuschaffen ist, nicht einmal bei Soziologen oder Politologen. Aber unterstellen wir einmal, das ginge. Was ist eine Definition? Die Zurückführung eines Begriffs auf andere. Sie bieten nun die (angeblich) Steinmeiersche Definition „Heimat hat etwas zu tun mit der Sehnsucht ‚nach Sicherheit, nach Entschleunigung, nach Zusammenhalt und Anerkennung‘“. „Hat etwas zu tun mit“ ist aber keine Kopula, die in irgendeiner wirklichen Definition auftreten könnte. Bitte glauben Sie hier einem, der wohl schon Tausende von Definitionen gesehen hat.

          Und genau hat Steinmeier übrigens gesagt: „Die Sehnsucht nach Heimat – nach Sicherheit, nach Entschleunigung, nach Zusammenhalt und Anerkennung – ich bin ganz sicher, meine Damen und Herren, die dürfen wir nicht den Nationalisten überlassen.“ Da geht es also gar nicht um ein gehabtes Heimatgefühl – im Mittelalter, wo es das wohl auch schon gab, hatte man wohl eher wenig Bedürfnis nach „Entschleunigung“ – sondern um das Verlangen danach, und dieses wird nicht definiert, sondern er fordert, böse gesagt, es für eigene Zwecke zu nutzen und dies legt er den eigenen Anhängern sogar als Pflicht auf.

          Ich habe übrigens auch meine Lehren gezogen, vor allem auch daraus: https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment Alles ist verbesserbar, außer dem Menschen, sagte Brecht. Es geht darum, Institutionen zu haben, die den Wahn der Massen bremsen, vor allem aber den Wahn der Regierenden. Das Wichtigste dazu ist die möglichst weitgehende Meinungsfreiheit, damit sich keiner von Kritik freistellen kann. Das käme nämlich immer zuerst der etablierten Macht zugute, diese soll aber tunlichst nicht „durchregieren“ können. Schauen Sie sich Ihre Verbündeten da oben nur einmal genau an! Wollen SIe für die wirklich die Keule der angeblichen Moral schwingen?

          • „Die AfD kann bis heute nicht glaubhaft darlegen, dass sie gewillt ist, sich heute und künftig an die Verfassung zu halten. Sie bevorzugt eine Interpretation der Verfassung, die dem Geist der Verfassung nicht gerecht wird, sondern nur der Stimmungsmache dient.“ ― Zur Glaubwürdigkeit gehören immer zwei, der sie erringen will und der sie zugestehen kann und sogar würde, nachdem er zureichend die Gründe geprüft hat. Im vom AfD-ist-Nazi-Schauder befallenen Teil meines Bekanntenkreises habe ich nachgefragt, wer denn überhaupt die gerne inkriminierten Soundbites einmal im Wortlaut und im Kontext nachgelesen hat. Das Bild war kläglich, alle wussten das nur vom Hörensagen, oft genug zudem nur aus schnell aufgefassten Schlagzeilen. Ein Bild des Jammers, das man ganz genauso bei vielen anderen politischen, geschichtlichen und wissenschaftlichen „Kenntnissen“ erblicken kann: Wissen vom Hörensagen, und noch dazu oft aus den trübsten Quellen, wo man dann etwa leichthin „X ist dagegen, die Meinung Y zu verbieten“ mit „X befürwortet Y“ gleichsetzt und ähnliche argumentationslogische Heldentaten begeht. Fast jeder will nämlich zu fast allem eine Meinung haben, aber kaum einer will sich auf den Hosenboden dafür setzen und sie sich lesend, wägend, prüfend erarbeiten. Stattdessen schwätzt man nach, was von irgendwem verkündet wird, dem Autorität zugestanden wird, der einen emotional anrührt oder dessen Hervorbringungen ins schon vorgefasste Bild passen. Die größere Zahl davon zwitschert nach, was sie um sich herum hört, und die kleinere davon sucht sich die Selbstbestätigungsecken für ihr durch den anscheinend anthropologisch gegründeten Animismus befeuerten Verschwörungsglauben. Das eine taugt so viel wie das andere. Der zweite Typus wurde hier übrigens, solange ich hereinschaue, noch nie bedient, also bitte keine flotte Gleichsetzung mit irgendwelchen rechten Spinnerseiten, die es auch zur Genüge geben mag.

          • Und nun mal hart zur Sache

          Grundgesetz, Artikel 56 [Eidesformel für u. a. den Bundeskanzler. ]


          „Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

          Grundgesetz, Artikel 16a

          (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

          (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.

          (3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.

          (4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.

          (5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.

          Vielleicht allzu dreist unterstellend, 30 oder mehr Milliarden pro Jahr, künftig wohl noch mehr, für etwas auszugeben, worauf die allermeisten Empfänger keinerlei legalen Anspruch haben, und das bei einem Bundeshaushalt von um 300 Milliarden und öffentlichen Haushalten, deren Ausgabenstruktur zu über 90 % gesetzlich fixiert ist, sei ein Schaden für den deutschen Steuerzahler – wer bricht denn dann hier bitte die Verfassung? Wenn Sie der Verfassung einen angeblichen Geist überordnen wollen, der ja erstens nur wieder eine andere Interpretation ist die zweitens mit dem oben zu lesenden Wortlaut nur unter heftigsten Hirnverbiegungen zu vereinbaren sind, dann bedauere ich Sie, denn sie würden danach entweder als Aphatiker enden oder sogar so schlüssig zu reden beginnen wie unsere werte Bundeskanzlerin. Bitte verwechseln Sie also nicht die Verfassung – die übrigens vor dem Ausdruck Deutsches Volk nicht zurückscheut – mit der wohl eher nur „gefühlten Verfassung“, die in der öffentlichkeit gerne breitgetreten wird. Das tut ihr weh.

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        • Ich versuche mich an einer stellvertrenden Antwort.

          „Die AfD kann bis heute nicht glaubhaft darlegen, dass sie gewillt ist, sich heute und künftig an die Verfassung zu halten. Sie bevorzugt eine Interpretation der Verfassung, die dem Geist der Verfassung nicht gerecht wird, sondern nur der Stimmungsmache dient. Also tut man gut daran, AfD-Unterstützern gut auf den Zahn zu fühlen, auch im persönlichen Umgang, auch im Kollegenkreis. Wir wollen keine Verfassungsgefährder, keine islamistischen und keine nationalistischen.“ (Zitat)

          Schauen Sie: die Sicht der AfDler et.al. ist die genau gegenteilige. Die AfD und deren Gewährsleute, darunter Verfassungsrichter, sind sich sicher, daß die Verfassung mehrmals von den (der) Regierenden mit Füßen getreten wurde, und möchten das wieder vom Kopf auf die Füße stellen.

          Nun haben wir also zwei Sichtweisen auf die Wirklichkeit, die sich gegenseitig ausschließen. Ich habe hier nur EIN Beispiel dafür herausgegriffen, es gäbe unzählige mehr.

          Wenn zwei Parteien den sich darbietenden Sachverhalt diametral entgegensetzt interpretieren und bewerten, wie soll es da auch nur den geringsten „Dialog“, „Diskurs“ oder ähnliches geben??

          Linke und Rechte befinden sich auf unterschiedlichen Planeten. Es gibt hier (und da fühle ich mich durch die neuesten Beiträge des Autors und der Kommentatoren) keine Brücke und keinen, nicht einen einzigen, Anknüpfungspunkt. Es gibt keinen.

          Des weiteren bin ich der Ansicht, daß „Wahrheit“ als reale, erkennbare, gar als absolute Entität existiert. Dies ist MEIN Diskursuniversum.

          In dem anderen Diskursuniversum existiert „Wahrheit“ als relatives, irreführendes, zu dekonstruierendes, nur im individuellen Ideenraum befindliches, Etwas.

          Beide Universen haben nichts miteinander zu tun, es sind Licht vs. Finsternis.

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          • Pérégrinateur schreibt:

            Man hört heute oft Sätze wie „Jeder hat eben seine eigene Wahrheit“, bei denen sich einem die Haare sträuben. Wahrheit ist nach traditionellem Wortverständnis etwas Objektives und Überpersönliches, sie hat nur deswegen ihr großes Ansehen gewonnen. Man mag gerne der Ansicht sein, dass es diese Wahrheit grundsätzlich oder im Einzelfall nicht gibt. Dann soll man aber gefälligst den Begriff ganz beiseite lassen, statt an ihm nur wegen der ihm geltenden Achtung zu schmarotzen und ihn so mehr und mehr zu verludern.

            Ich schlage als Ersatz für den vor mir missbilligten Gebrauch von „Wahrheit“ das neue Wort „Fühlheit“ vor. „Vielfalt in Fühlheit“ – wäre das nicht auch anrührend und eingängig genug für den Narrenfang, um den es doch allein geht?

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          • lynx schreibt:

            Antwort auf Stefan Kunze: Und wohin soll das führen. Mir scheint ein solches Denken die immer wieder angeführte nihilistische Komponente reaktionären Denkens zu bestätigen.

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