Es hat sich was getan

Die Heimatstadt hat sich in den letzten Wochen deutlich verändert. Das ist auch der nationalen Presse nicht entgangen. Was im Großen geschieht und beschrieben wurde, läßt sich auch in den gesellschaftlichen Kapillargefäßen aufspüren – die Dissoziation hat begonnen:

Stadt der Spitze, Stadt der Gewalt

Sieben Einbrüche in 70 Minuten

In eigener Wohnung – Sex-Attacke auf 63-jährige

Verletzte bei sexuellem Übergriff in Plauen

Protokoll zum Stadtfest: So brutal ging es nachts zu

Einbrecher standen mir gegenüber

Das ist eine kleine Lese der letzten Wochen. Im Stadtzentrum wohnende Freunde bestätigen die Erfahrungen. Die Nächte sind laut geworden, Polizeilichter flackern immer wieder auf, man wagt sich abends nicht mehr vor die Tür.

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Ein Gedanke zu “Es hat sich was getan

  1. Kurt Droffe schreibt:

    Gestern flackerte durch die Presse die „Skandalmeldung“, daß eine AfD-Politikerin auf G-20-Plünderer schießen lassen würde (http://www.berliner-zeitung.de/politik/facebook-eintrag-afd-landtagsabgeordnete-will-auf-g20-pluenderer-schiessen-lassen-27964688). Sowohl die Aussage selbst – man braucht sie erstmal gar nicht zu bewerten – als auch die (natürlich, was sonst) empörten Reaktionen bezeichnen die Probleme, vor denen wir stehen: Ein enormer Anstieg an skrupelloser Devianz, die tägliche „Aussicht auf den Bürgerkrieg“ und natürlich die hartnäckige Weigerung, eben diesen Problemen ins Auge zu schauen oder sich gar auf Lösungen vorzubereiten. Denn noch schütteln sie alle den Kopf, wenn jemand Schußwaffeneinsatz bei Plünderern auch nur andenkt; was aber, wenn ein gewalttätiger Mob sich dereinst systematisch ganze Straßenzüge vornimmt? Man muß nur in die Banlieues schauen, um zu sehen, was Deutschland noch zu sehen bekommen wird. Doch schauen will man ja nicht: „Es geht mir doch gut“, sagt der Strauß, und steckt den Kopf in den Sand.
    Angesichts der lammfrommen Schafigkeit meiner Mitbürger habe ich allerdings für diese pauschal kein Mitleid; nicht, daß ich mich dieser Gesellschaft je groß solidarisch verbunden gefühlt hätte, doch seit zwei Jahren ist da auch der letzte Rest verdunstet. Ich versuche, meinen Kindern noch eine möglichst gute Ausbildung mitzugeben, um sie dann ihr Glück im Ausland suchen zu lassen. Wenn es gut geht, holen sie mich ja vielleicht sogar nach…

    Gefällt 1 Person

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