Das existentielle Apriori

Manchmal, wenn man liest, schlägt einem unverhofft ein Satz, eine Aussage vor den Kopf, oftmals eine Banalität, ragt ein erschütternder Gedanke heraus, beben die Fundamente. Plötzlich öffnen sich – vielleicht nur für einen Moment und allzu oft verschwindet der entscheidende Einfall schon nach wenigen Augenblicken für immer – die Himmel … oder die Hölle. Da wird alles infrage, da werden manchmal Weichen gestellt, da fragt man sich die Frage aller Fragen: Wozu?

So ein Satz war dieser:

„Da ich inzwischen intellektuell-wissenschaftliche Divergenzen nicht im Argument, sondern in einem existentiellen Apriori des Urteilenden begründet sah, ließ ich alles unentschieden.“

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