Fundstücke XXXIII

Wenn die Kacke am Dampfen ist, tritt plötzlich die Panik ein. Was man seit Jahrzehnten, spätestens aber seit zwei Jahren hätte wissen können, diskutieren und verhindern müssen, kommt nun – wohl zu spät – endlich an die Oberfläche des Bewußtseins der palavernden Klasse. Klaus Geigers Artikel in der „Welt“ posaunt nun wortwörtlich Identitäre Parolen aus – weil sie wahr sind:

Offene Grenzen sind ungerecht und gefährden Menschenleben

In diese Richtung geht – selbiges Blatt – auch die späte Einsicht, daß es nun doch eine schleichende Islamisierung gibt: Hört, Hört!

Hilfe, wir islamisieren uns schleichend (Der „Hilfe“-Ruf wurde mittlerweile der PC geopfert)

Wer glaubt, Islamisierung sei „irgendwie“ in den Griff zu bekommen, versteht die popkulturelle Bedeutung des Phänomens nicht. Die Dekadenzerfahrungen in den westlichen Gesellschaften machen die islamische Radikalisierung zu einem „hippen Lifestyle“ ganzer Generationen – berichtet Religionslehrer und Präventionsbeauftragter Philip Mohamed Al-Khazan in der „Welt“:

Deutsche Schulen werden zum Hort der Radikalisierung

Welch sozialen Sprengstoff derartige Entwicklungen beinhalten, wird unmittelbar evident, wenn man sich etwa in derartige Diagramme vertieft:

Macht man auf den kulturellen Niedergang aufmerksam, findet sich sicher schnell ein Verteidiger oder Leugner. Dabei sind selbst die primären Kulturtechniken am sichtbaren Verschwinden – z.B. die Fähigkeit, schwimmen zu können. Auch hier ergänzen sich Kulturverfall, kulturell-ethnische  Segregation und Massenzuwanderung zu einem tödlichen Mix.

Deutschland wird zum Nichtschwimmerland

Hin und wieder lohnt ein Blick in den multikulturellen Schulalltag. Es ist zwar stets das gleiche Lied, doch muß man es scheinbar viele Male hören, bevor die Melodie eingeht. Diesmal Wien, diesmal der ORF – Bericht einer Lehrerin:

Benachteiligung beginnt im Kleinkindalter

Einen sehr aufschlußreichen Blick hinter die Kulissen des Politiktheaters liefert der Biograph eines Martin Schulz. Um Interessenvertretung für Land und Leute scheint es dabei längst nicht mehr zu gehen:

Warum man den SPD-Kandidaten noch nicht abschreiben sollte

In Deutschland breitet sich eine unerträgliche, die Atemluft nehmende Denunziations- und Bespitzelungs-Atmosphäre aus (Siehe auch: Zur Ökonomie des Faschismus). Ein paar Beispiele der letzten Tage:

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben

Der derzeit prominenteste Fall ist der des Historikers Sieferle. Eine große Welle Schmutz- und Schundliteratur wurde über sein kleines, aber feines Büchlein „Finis Germania“ ausgegossen. Für die Geschichtsbücher seien hier die wesentlichen Artikel festgehalten – ihr Studium ist fast so lehrreich wie das Buch selbst und der schlagende Beweis für Sieferles Argumentation:

Süddeutsche, FAZ,taz,NDR Kultur, FAZ, Tagesspiegel,Deutschlandfunk, nochmal, und nochmal

Infamiekönig ist bis auf weiteres (einmal mehr) Herfried Münkler, dessen pinocchioesker Einsatz einen neuen Tiefpunkt intellektueller Redlichkeit darstellt:

Der ist Pflicht! Darauf komme ich noch einmal zurück:  Münkler über Sieferle

Auf der Haben-Seite stehen dafür eine ganze Reihe von gelungenen Gegenproduktionen, die besten:

Löwenblog: Finis Guttula

Karlheinz Weißmann: Ein Sieg der dummen Linken:

Martin Lichtmesz: Die Denunzianten und der Streisand-Effekt

Finally: Einer der Londoner Terroristen war dem Geheimdienst nicht nur bekannt, er trat vor wenigen Monaten auch in einer BBC-Dokumentation auf (14.50 min). Der Film (45 min), ist wert, gesehen zu werden:

The jihadis next door

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