Fundstücke XXX

„Ich bin ein entschiedener Europäer und deshalb kein Freund der EU“, sagt der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann, einer der wenigen, die den Mund aufzumachen wagen, der NZZ. Darin definiert er den „Toleranzler“: „Dieses Wesen ist areligiös, antifaschistisch, antikapitalistisch, ökofixiert, sozialistisch, homophil, feministisch, raucherfeindlich, ausländerfreundlich, multikulturell, aber der eigenen Kultur, der eigenen Geschichte gegenüber sterilisiert.“ Braucht‘s mehr?

Die EU wird sich von selbst erledigen

Ein sehenswertes Propagandawerk produzierte der WDR. Seit Jahrzehnten sind nationalsozialistische und realkommunistische Agit-Prop-Werke durchanalysiert und noch immer kann man sich derartiger Methoden im öffentlich-rechtlichen TV bedienen – sofern es der guten Sache dient. Löbl und Onneken sind – selbstverständlich – vielfach preisgekrönte Filmemacher. Dieses Filmchen jedoch ist fast nur Demagogie. Erschreckend! Oder unfreiwillige Komik? Preisverdächtig?

Aufstieg der Rechten

Überhaupt wird viel Gewese um die „Identitäre Bewegung“ gemacht. In Deutschland gab es wohl noch keinen einzigen ernsthaften Versuch, sich unvoreingenommen damit auseinanderzusetzen. Man muß bis nach Australien gehen, um guten Journalismus zu finden:

An encounter with Europe’s new right wing activists

Marc Jongens ausgleichender Beitrag zur Frage, ob die AfD Fundamentalopposition sein müsse oder Realpolitik zu betreiben habe. Besonders die Schlußsequenz hat es in sich.

Realpolitik oder Fundamentalopposition? – Eine Phantomdebatte in der AfD

Der Spiegel bringt eine sehr ausführliche Reportage aus dem Jahre 2006. In ihr wird facettenreich und sehr persönlich das Migrationsproblem aus Schwarzafrika beschrieben. Beide Seiten – Willkommenskulturisten und Grenzenzieher finden hier starke Argumente.

Die afrikanische Odyssee

„Bin ich der Einzige, der es verstörend findet, wenn eine Partei in Deutschland nur noch unter Polizeischutz ihr Programm debattieren kann, und niemand in der politischen Elite des Landes daran etwas auszusetzen hat?“, fragt Jan Fleischhauer im „Spiegel“. Dort gibt er den Quotenrechten. Nein, Herr Fleischhauer, die Leser dieses Blogs finden das auch verstörend und wenn Sie Ihre Distanzierungsroutine noch weggelassen hätten – auch ein Überbleibsel der Angst –, dann wäre das ein richtig guter Artikel geworden:

Jagdszenen am Rhein

Nicolaus Fest, neuerdings AfD, vertritt einen besonders entschiedenen Anti-Islam-Kurs – den ich für falsch halte (aber das spielt keine Rolle), den man aber trotzdem kennen sollte, sofern einem das Thema bedeutsam ist.

Mut zur Intoleranz

Ein kurzes Filmchen über zunehmenden Waffenbesitz in der Mittelschicht der schwarzen amerikanischen Bevölkerung zeigt als Subtext nicht nur die Wechselseitigkeit des Rassismus, sondern auch die tatsächliche Segregationstendenz in den zunehmend multikulturellen Gesellschaften.

Es ist cool geworden, Rassist zu sein

Ähnlich erschreckend ein Artikel über Kriminalität in Malmö, den die „Welt“ anbietet. Er steckt voller innerer Widersprüche und Rationalisierungen – man spürt regelrecht die kognitive Dissonanz des Verfassers, den inneren Kampf zwischen Ideologie und Realität. Die Leserkommentare decken das gnadenlos auf.

Nicht ein einziger Mord ist aufgeklärt

Bei aller AfD-Lastigkeit tut schließlich ein in mancherlei Hinsicht viel- und nichtssagendes Heiko-Maas-Interview als Ausgleich vielleicht ganz gut. Aber er spricht auch nur über die …

AfD und Verschwörungstheorien

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