Heimatsplitter, nicht verifiziert

Drei Kurzgeschichten aus dem Heimaturlaub.

Nachbar erzählt. Er besitzt in einer nahegelegenen Kleinstadt einen Supermarkt. Hat Millionen im Erholungsort investiert. Aber der Ort hat sich verändert. Das Zentrum wird von Einwandergruppen bestimmt. „Die klauen wie die Blöden“, sagt er, „und du kannst nichts machen.“

Gleicher Nachbar fragt erneut nach Hauspreisen und dem Leben in Ungarn. Viele seiner offensichtlich bemittelten Freunde haben sich schon längst ein Haus in Ungarn gebaut oder gekauft, „wenn hier alles mal den Bach runter geht“.

Heilpraktikerin berichtet von ägyptischer Migrantin. Ihr Sohn, verhaltensoriginell, empathischer junger Mann, hatte sich um die junge Frau gekümmert. Die Mama macht sich Sorgen, ob da nicht noch was anderes läuft. Die ägyptische Dame hat Anglistik studiert und langweilt sich in Deutschland. Also wird ihr über viele Umwege eine Lehrerstelle organisiert, wo sie Flüchtlingskinder unterrichten soll. Alle erwarten Freudensprünge, als sie ihr von dieser seltenen Möglichkeit erzählen. Doch die Frau reagiert empört: Nein, mit Kindern wolle sie nicht arbeiten, dazu habe sie keine Lust.

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