Negativkosten der Einwanderung

Ein aufsehenerregender Artikel über die Negativkosten der Einwanderung erschien heute in der „Welt“. Er beginnt mit einer dreifachen Lüge – oder sollte man von Selbstbetrug sprechen?: „Offizielle Zahlen trudeln nur zögerlich ein, aber nach und nach wird das Ausmaß der Herausforderung klar.“

Offizielle Zahlen gibt es erstens zur Genüge – nur selten aus Deutschland –, zweitens präsentiert der Artikel eben das: offizielle und erschreckende Zahlen, und drittens war das Ausmaß der Herausforderung jedem mitdenkenden Menschen bereits vor anderthalb und einigen sehr klugen sogar seit Jahrzehnten klar.

Wer in Zukunft mitreden will, sollte die Zahlen kennen:

Diese Zahlen offenbaren das Ausmaß der Flüchtlingskrise

Die Grundbotschaft lautet in zugespitzter Form: Von mitteleuropäischen Arbeitsmigranten abgesehen, verursachen Zuwanderer Kosten in Abhängigkeit ihrer Kulturferne. Diese Feststellung ist vollkommen deckungsgleich mit jeder vernünftigen Erwartung. Diverse kulturelle Differenzen gibt es freilich. So scheinen sich Eritreer etwas besser als Syrer einzugliedern – ca. 50% der eritreischen Bevölkerung sind Christen.

„Die in Deutschland lebenden Syrer verzeichnen eine Hartz-IV-Quote von 75 Prozent.“ … wohlgemerkt jener Syrer, die bereits den Asyl- oder subsidiären Schutzstatus besitzen, also nicht mehr in den Sammelunterkünften leben. Diese Quote dürfte allerdings im Laufe der Jahre sinken, wenn man ihnen die Chance zu Bildung und Ausbildung – die freilich auch kosten – bietet, sofern man Familiennachzug und weitere Migration negiert.

Trotz dieser ernüchternden Einsichten beharrt der Experte darauf: „Zentral für die Integration auch in den Arbeitsmarkt ist, daß die Menschen so schnell wie möglich aus Sammelunterkünften rauskommen und eine eigene Wohnung finden“.

Dementsprechend steigt die Ausländerquote bei den Hartz-IV-Empfängern: „Hatten 2011 erst 19 Prozent der Hartz-IV-Empfänger eine ausländische Nationalität, so betrug die Quote 2016 bereits 27 Prozent.“ Und entsprechend die Ausgaben: „Im Jahr 2016 sind die Ausgaben für Sozialleistungen um 9,8 Prozent auf 59,3 Milliarden Euro geklettert, das waren 5,3 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.“

Erst kürzlich erfuhren wir, daß allein für die „direkten Mehrausgaben“ – Unterkunft, Verpflegung, Unterricht etc. – jährlich bis zu 25 Mrd. Euro zu veranschlagen sind – das entspricht fast dem gesamten Verteidigungshaushalt (2015: 33 Mrd.)

Interessant auch der Schluß des Beitrages: „Forscher des arbeitgebernahen IW Köln merken dagegen an, daß die Migration in die Bundesrepublik selbst dann attraktiv bleibt, wenn die Neuankömmlinge von Hartz IV abhängig oder nur prekär beschäftigt sind.“

Was wäre die logische Konsequenz? Da man in der „Welt“ nicht darauf kommt, wollen wir sie hier aussprechen: Die ohnehin motivationsbremsende Hartz-IV-Komplettversorgung muß (wieder) entfallen, denn der ziehende Aspekt der Migrationskrise hat seine Wurzel in einer politischen Entscheidung aus dem Jahre 2012, als Grundleistungsbeträge nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz für grundgesetzwidrig erklärt worden waren. Seither fliehen die Leute nicht nur, sondern sie suchen auch, und zwar gezielt Deutschland.

Nun zu einigen Zahlen, zwar nicht aus Deutschland, aber sehr gut vergleichbar.

Letzte Woche erschütterten die aktuellen Zahlen Dänemark. Das Finanzministerium veröffentlichte die „Ökonomische Analyse über den Nettobeitrag der Einwanderer zu den öffentlichen Finanzen“. Trotz der üblichen Floskeln über die Vorteile der Einwanderung und der Warnungen vor Generalisierungen, sprechen die Zahlen deutliche Worte, so deutlich, daß selbst die erzlinke Presse lang und breit zu Debatten gezwungen war.

Demnach kostet die Einwanderung aus nichtwestlichen Ländern das kleine Land jährlich 33 Milliarden Kronen (4,5 Mrd. Euro), etwa doppelt so viel, als man bisher angenommen hatte. Nicht inbegriffen in diese Zahl sind Sekundärkosten, also Mehrkosten bei den Behörden und Institutionen (Polizei, Gefängnisse, Rechtssystem, Sozialagenturen …)

Natürlich versucht man auch hier fleißig zu rationalisieren. So sind mehr als 90% der nichtwestlichen Einwanderer unter 30 Jahre alt, ein Großteil also noch Kind oder Jugendlicher und folglich noch gar nicht in der Lage, zu arbeiten und Steuern zu zahlen. Das ist freilich korrekt, sollte aber eher beunruhigen als beruhigen, denn die statistischen Erfahrungen zeigen, daß ein Großteil dieser Menschen die nächsten drei, vier, fünf Jahrzehnte alimentiert werden muß.

Zum Themenkomplex ist gerade ein sehr lesenswertes Buch von Rolf Peter Sieferle erschienen. Sein Titel: Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s