Fundstücke XXIX

Thilo Sarrazin, der gerade einen großartigen Essay auf Cicero verfaßt hatte, spricht in einem Interview auf „The European“ Klartext:

Es wird weiter Zuwanderung geben

Constantin Schreiber, arabisch sprechender Journalist war bisher das Gesicht der Integrationspositivisten. Nun hat er sich in 13 verschiedene Moscheen gesetzt und zugehört und bringt ein Bündel „Überraschungen“ mit.

„Da fielen ungeheure Sätze“

Nichts schreit lauter als das nicht gesagte Wort; es ist die Lücke, die Leerstelle, die besonders betont. Das ist eine Erkenntnis der postmodernen Philosophie. Ihre Wahrheit beweist der neuerliche Umgang mit der Kriminalität in Deutschland. Auf der „Achse des Guten“ wird das sachlich-zynisch durchgespielt:

Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen lesen

Ein Paradebeispiel massenmedialer Indoktrination liefert die „FAZ“. Sie fragt sich, warum Migranten Deutschland nicht lieben und führt allerlei Fehler in Polen, Rußland und der Türkei an. Daß es an der mangelnden Liebe der Deutschen zum eigenen Land liegen könnte, wird nur ganz verschämt zum Schluß angedeutet, um den ketzerischen Gedanken sogleich mit einer dicken Moralkeule platt zu machen.

Dieses Land ist nicht deutsch genug!

Das schlimmste an Red Bull ist ohne Frage das Produkt. Gründer und Inhaber Günther Mateschitz scheint hingegen ein wacher Kopf zu sein. Nicht nur deswegen ist das seltene und ausführliche Interview für die „Kleine Zeitung“ ein Ereignis. Wenn Industriemagnaten wie Mateschitz nun aufwachen und ihre ganze Wucht in die politische Waagschale werfen, dann könnte das System erschüttert werden. Es ist gut zu wissen, was diese Leute denken:

Red Bull-Chef rechnet mit Österreichs Flüchtlingspolitik ab

Die „Huffington Post“ sieht durch Mateschitz‘ Medienpläne gleich den sozialen Frieden gefährdet – in Wahrheit wohl die Felle davon schwimmen. Und Schwesterblatt „Focus“ dekonstruiert sogleich das „krude Weltbild“ des Mannes. So geht Presse …

(Kuriosum am Rande: die „Huff“ hat auch am Tag nach dem Dortmunder Anschlag nichts Wichtigeres zu tun, als den Fakecharakter des linksextremen Bekennerschreibens auf der prototerroristischen Krawallseite „Indymedia“ sachkundig darzustellen – die Sympathien und Beziehungen werden offen gelegt.)

(Noch ein sehr ernstzunehmendes Kuriosum: „Focus“ versucht eine „Spur“, also Verantwortlichkeit, vom Dortmunder Anschlag zum „Compact“-Magazin zu konstruieren.)

Einen gänzlich neuen und erfrischenden Ton hört man von Tuvia Tenenbom. Er will Gregor Gysi und Götz Kubitschek gleichbehandelt sehen und kann es sich aus offenbaren Gründen leisten, vollkommen ungeschützt nackte Wahrheiten zu verkünden. Sollte man nicht verpassen!

Ihr Deutschen denkt wirklich, daß ihr besser seid

Wenn die Psychoanalyse auf den Islam trifft, kommen ganz eigenartige Farbspiele zur Ansicht. Sie zeigen, wie inkommensurabel Ost und West sind. „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ dichtete der Farbtheoretiker Goethe. Das ist wahr, aber seine Völkerfarbenlehre war naiv, wie das Interview mit dem Psychoanalytiker Fethi Benslama in der „Zeit“ zeigt:

Den Tod genießen

Bei Markus Lanz hielt der Nahostexperte Michael Lüders einen beeindruckenden Monolog, der die Quasselrunde zum Schweigen brachte. 10 erhellende Minuten über Syrien, Assad, deutsche Medien und Politik.

Giftgas von syrischen Rebellen, nicht von Assad

Ob Michael Klonovskys Abrechnung mit Petry und vor allem Pretzell ein Genie- oder ein Narrenstreich gewesen sein wird, kann heute niemand wissen. Seine Suada scheint mir aber aus anderem Grund lesenswert: sie führt uns vor, wie idealistische Politik immer wieder am „menschlichen Faktor“ scheitern muß – ein kleines desillusionierendes Lehrstück:

Bonny und Clyde der AfD

Antisemitismus in Berlin – das war die Schlagzeile der letzten Wochen. Die „Berliner Zeitung“ fragt nach den Hintergründen:

Sag niemandem, daß du Jude bist

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2 Gedanken zu “Fundstücke XXIX

    • Pérégrinateur schreibt:

      Schon seit Längerem gilt das Hauptinteresse der Medien ganz offensichtlich weniger dem Strom des Lebens, als vielmehr der privativen Wassermühlentechnik. Sie vermeiden nämlich um fast jeden Preis, „Wasser auf die Mühlen“ der nichtkonzessionierten Flussanlieger kommen zu lassen, selbst wenn sie dafür potthässliche Ableitungsbauwerke errichten müssten.

      Bei dieser Einstellung ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn nach dem Bruch einer Talsperre es ihre erste und fast einzige Sorge ist, dass das Schütz bei bestimmten wilden Müllern am Unterlauf ja unten bleibt und am besten gleich noch ihre Kanäle verstopft werden — und nicht etwa, wie man Überschwemmungsschäden verhindern könnte oder ob da im Gebirge etwa schlecht geplant und gebaut wurde.

      Feindschaft besiegt alles, und zuvörderst die Einsicht. Oh du, der Götter und der Menschen Herrscher, Neikos!

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