Fundstücke XXVIII

Hinter den trockenen Zahlen stehen individuelle Schicksale – auf beiden Seiten. Das sollte man nicht vergessen, aber auch nicht zur Argumentationsgrundlage erheben. Der „Spiegel“ stellt zwei solcher ineinander verwobener „Schicksale“ vor: der pakistanische Migrant und der Richter.

„Für Sie alles Gute“

Ein anderes Beispiel bietet der „Focus“ – wohl mit der Maßgabe, die Rückführungen emotional aufzuladen. Aber man kann es auch anders sehen: Beispiele dafür, was Sloterdijk „wohltemperierte Grausamkeit“ nannte; wenn es sie nicht gibt, wird sich nichts ändern.

So schwer fällt Afghanen die Rückkehr in ihre Heimat

Wer Berührungen zum Schulbetrieb hat, der weiß, daß fast alle Lehrer am Anschlag arbeiten. Irrsinnige erziehungspolitische Maßnahmen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die allgemeine Desintegration der Gesellschaft. In dieses permanente System des Scheiterns wurden in den letzten Jahren hunderttausende Migrantenkinder eingespeist. Hin und wieder gibt es Hilferufe aus Lehrerschaft und Psycho-Szene – hier zwei eindrückliche Beispiele. Ändern wird sich erst etwas, wenn ein anderer Wertekanon, an Tugenden orientiert und nicht an Emanzipationen, die politische Verantwortung übernimmt …

Eine Lehrerin schlägt Alarm

Unsere Kinder werden am Lernen gehindert

Eine der „wohl luzidesten Analysen zu dem ganz Europa destabilisierenden Wahnsinn der Grenzöffnung« nannte Michael Wiesberg jenen Artikel in „Tumult“ des Historikers Rolf Peter Sieferle, in welchem er Deutschland auf „dem Weg in die multitribale Gesellschaft“ beschreibt und in dem er zu dem Schluß kommt, daß die Migrationskrise nur der „Vorbote umfassender Konvulsionen ist, in denen alles untergehen wird, was uns heute noch selbstverständlich scheint. Wer noch einmal wissen will, was auf dem Spiel steht, der lese:

Deutschland, Schlaraffenland.

Bis auf Habermas, der sein Lebenswerk durch die Realität in Gefahr sieht, zeigen alle führenden Intellektuellen des Landes große Sorge über die deutsche Politik. In der „Presse“ hat sich Rüdiger Safranski zu Wort gemeldet, über Erdogan, Merkel, die Frage der Identität, die Massenimmigration, den drohenden Zerfall des Sozialstaates und Europa:

„Wundere mich, mit welcher Frechheit …“

Allan Guggenbühl ist Psychologe und arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit jungen Migranten. Seine Einsichten bestätigen die hier vorgestellten Eindrücke ziemlich genau. Zudem hat er einige Vorschläge zu machen, wie man aus therapeutischer Sicht mit den jungen Männern umgehen sollte:

Basler Zeitung: Wir sollten auswählen, wer kommen darf

Auf „Tichys Einblick“ erscheint ein zahlengesättigter Beitrag zur Frage der Ausländerkriminalität, mit erwartbaren Konklusionen, die freilich den offiziellen Interpretationen widersprechen.

Der Gewöhnungsprozeß läuft

Dem Schweizerischen „Blick“ hat Peter Sloterdijk ein Interview zur aktuellen Krise gegeben:

Man sollte nie etwas für unmöglich halten

Ungarn hat in Deutschland eine ganz schlechte Presse. Man muß schon aufmerksam werden, wenn ein Artikel, wie nun in der „Zeit“, nicht ins Stakkato verfällt und zumindest ein paar Zusammenhänge erklärt:

Orbán ruft

Ein Erfahrungsbericht über die devastierende Wirkung des Feminismus überschreibt die „Zeit“ mit

Wenn Feminismus beziehungsunfähig macht.

Korrekter wäre: „Wie“ oder „Warum“.

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