Gebärmaschinen

Las ich doch letztens irgendwo in der Zeitung von einer jungen deutschen akademisch gebildeten Frau, sie wolle keine Gebärmaschine sein, wolle keine Kinder zwischen ihren Vorstellungen von Erfolg und Leben haben.

Es gibt zahlreiche Frauen: gebildet, ehrgeizig, leidend an der Welt …, kinderlos. Die Politik kennt viele davon, eine nennt sich gar Kanzlerin. Frauen wie Claudia Roth, Renate Künast, Julia Glöckner, Rebecca Harms, Malu Dreyer, Antonio Hofreiter …, Frauen ohne oder mit nur einem Kind, die wesentlich unsere politischen, als Journalistinnen, Professorinnen, Managerinnen, Juristinnen, Künstlerinnen … all unsere Geschicke bestimmen.

Sie haben sich, aus welchen (subjektiv verständlichen) Gründen auch immer entschlossen oder wurden von Natur oder Lebensumständen dazu gezwungen, aus dem Reproduktionsprozeß auszusteigen. Manch emanzipierte Frau betrachtet die Schwangerschaft als Eingriff in ihre Souveränität. Niemand sollte ihr das vorwerfen. Es ist ihr selbstverständliches individuelles Recht. Karriere und Kind gehen nun mal in unserer modernen Welt schwer zusammen.

Aber:

Stattdessen treten sie für den Import kulturfremder Frauen, von anderen „Gebärmaschinen“ ein, die das demographische Defizit korrigieren sollen, das sie selbst hinterlassen. Stattdessen akzeptieren sie hunderttausende Frauen, denen allein schon aufgrund ihrer Gebärfreudigkeit die bürgerliche Karriere verwehrt bleiben wird. Stattdessen instrumentalisieren sie die Gebärmütter Dritter-Welt-Frauen.

So sieht linker Humanismus in Reinkultur aus.

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Ein Gedanke zu “Gebärmaschinen

  1. Pérégrinateur schreibt:

    Ich glaube nicht, dass die betreffenden Frauen hier zweckrational kalkulieren und eigennützig denken: „Irgend jemand muss später meine Rente zahlen, also nur fleißig her mit den gebärfreudigen muslimischen Levantinerinnen!“ Es liegt wohl meist eher eine nicht rational durchgearbeitete Superposition moralischer Gewissheiten vor, die man alle auf irgendeinem Offenbarungsweg (Bauchgefühl, Osmose der Meinung des Milieus, umkehrende inductio ab Hitleru usw.) bezogen hat, und deren Widersprüche nicht zu sehen man eine sehr hilfreiche Begabung hat. Also zugleich:
    * „Eine Frau sollte Karriere machen“
    * „Abtreibung ist kein Problem“
    * „Fremde sind edle Menschen“
    * „Niemandem darf was auch immer vorgeschrieben werden“
    * „Wenn man Menschen nur völlige Freiheit gibt, sind sie gut“
    etc.

    Die frühen Grünen, die Pädophile zu begünstigen willig waren, hatten gewöhnlich auch keine durchdachte Absicht, etwa perfide den Nachschub für ungewöhnliche Sexualpraktiken Aufgeschlossener zu erhöhen, der Gesellschaft den autoritären Charakter auszutreiben, die bürgerliche Familie zu zerstören usw. usf. Ganz banal hat ihnen vielmehr jemand den Köder „Freiheit für alle“ hingehalten, sie haben prompt angebissen und mussten später, als hinter der Freiheit der einen doch tatsächlich, infolge eines gedrehten Zeitgeistes in Sexual- und Kindsdingen, der Missbrauch der anderen nicht mehr zu übersehen war, sich den Haken erst ganz mühsam wieder aus dem Gaumen operieren. Man sollte generell keine besonders hohen Erwartung vom Grad der Konsistenz der Ideologeme haben, mit denen Menschen sich zugleich ausstaffieren.

    Genau deswegen wohl auch die zwanghafte moralische Aufplusterung, wenn jemand anderes den Finger auf die Widersprüche zwischen den Dogmen legt. Wo man diese Widersprüche bisher doch angenehmerweise für sich völlig ausblenden konnte. Solche Berührungen sind deshalb empörend respektlos. Wenn man sich einen Schock Feinde machen will, muss man (außer vor Mathematikern in ihrem eigenen Geschäft) nur fleißig die reductio ad absurdum praktizieren.

    @Seidwalk: Sehr gut auf den Punkt gebracht! Meine Empfehlung!

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