Die Wette auf die Zukunft

Wer sich schon einmal dem Wettspiel hingegeben hat, weiß, wie es funktioniert. Es beginnt immer mit dem Anfängerglück: man gewinnt. Was man tatsächlich gewinnt, ist das falsche Bewußtsein, das Spiel kontrollieren zu können.

Verliert man dann, setzt eine Gewinnwut ein, eine Katastrophenspirale. Denn man will gar nicht mehr gewinnen, sondern nur noch zurückgewinnen. Hier beginnt das vernünftige Denken und Kalkulieren zu versagen. Man erhöht die Einsätze in Abhängigkeit von den gestiegenen Verlusten. Vielleicht hat man tatsächlich Glück, irgendeiner hat es. Aber hat er danach die Kraft, aufzuhören?

Das scheint die Logik der „Integration“ zu beschreiben. Man hat auf „Gastarbeiter“ gesetzt und einen gewissen „Return“ bekommen, einen Gewinn, dabei die realen Verluste ausgeblendet. Nach und nach wurde die Negativbilanz aber sichtbarer: Parallelgesellschaften, Bandenkriminalität, religiöse Abschottung, Abandonment und Ghettoisierung, veränderte Stadtbilder …

Nun setzt man mit einer neuen Wette – die forcierte Migration von Hunderttausenden pro Jahr – alles auf eine Karte. Es ist nicht unmöglich, aber doch unwahrscheinlich, daß dieses Los tatsächlich gewinnt. Die Spirale des Verlustes wird eine weitere Runde gedreht.

In beiden Fällen hilft nur zweierlei: ein Gott oder das radikale Beenden des Spiels, das Aussteigen aus den Regeln. Entzug.

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