Trumps Prüfung

„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“(Karl Marx nach P.J.Dunning)

Er wollte alles anders machen.

Sollte Trump tatsächlich in zwei Monaten Präsident werden – bis dahin fließt noch viel Wasser den Potomac River runter – dann dürfte eine Frage zum Prüfstein werden, wie ernst er es tatsächlich meint oder wie sehr er selbst in den Verfilzungen verfangen ist. Der Prüfstein könnte die lückenlose und unabhängige Aufarbeitung des bedeutendsten historischen Ereignisses der Neuzeit sein: 9/11 – der Zusammensturz des World Trade Centers.

Die Frage zu stellen, qualifiziert bereits für die Anstalt. Das ist falsch. Zu glauben, die Antwort zu kennen, ist der psycho-mentale Ernstfall. Zu viele ungeklärte Fragen, zu viele allzuschnelle Antworten, zu viele offensichtliche Widersprüche, vor allem aber die exorbitante Bedeutung des Ereignisses verpflichten zu permanenter Neubearbeitung und Neubewertung.

Kriege wurden im Namen dieses Ereignisses geführt, deren Ausläufer uns noch immer beschäftigen, Staaten destabilisiert, Tyrannen gestürzt, ganze Weltteile und Weltreligionen in Aufruhr versetzt – die Welt ist seither in einem anderen Aggregatzustand, sie wäre heute eine andere, hätte es dieses Ereignis nicht gegeben. Vermutlich eine bessere …

Wie kann es einer islamistischen Terrororganisation in den Bergen des Hindukusch gelingen, ein derart hyperkomplexes logistisches Meisterwerk zu vollbringen? Wieso haben die mächtigsten Geheimdienste der Welt davon nichts gewußt oder nicht adäquat reagiert, obwohl das Informationsvolumen gigantisch gewesen sein muß?

Kann man beim Erstflug einer Passagiermaschine hochkomplizierte Flugmanöver ausführen und zwei Boeings in Hochhäuser und eine ins Pentagon steuern? Erfahrene Piloten und Fluglehrer verneinen die Frage, viele halten das Pentagon-Manöver für schier unmöglich.

Können die beiden Tower überhaupt durch ein Flugzeug zum Einsturz gebracht werden? Namhafte Architekten, Physiker, Baustoffexperten verneinen das.

Wieso stürzen die beiden Türme fast bilderbuchartig wie bei einer kontrollierten Sprengung ein?

Wie ernst sind die zahlreichen Augenzeugen zu nehmen, die von „secondary explosions“ oder von einer enormen Explosion im basement berichten?

Wieso stürzte das Gebäude WTC 7 Stunden später ebenfalls nach dem Manual der Sprengkunst ein, obgleich es nicht getroffen wurde?

Wie lassen sich die wochenlangen Glutnester erklären, die – Augenzeugen zufolge – durch geschmolzenen Stahl verursacht worden?

Was ist an der Behauptung dran, man habe Spuren von Nanothermit gefunden?

Wo war die stolze Luftabwehr des Landes just an jenem Tag, an dem man sie gebraucht hätte?

Was ist dran an der Aussage, daß der Gebäudekomplex wenige Wochen vor der Katastrophe seinen Besitzer wechselte und daß dieser nach der Katastrophe einen Milliardenbetrag von den Versicherungen erstreiten konnte und er sogar den Bauauftrag für das neue Gebäude bekam?

Dies sind nur einige von vielen Fragen. Bedeutend sind sie aus einem Grund: Wenn es ein „inside job“ gewesen sein sollte, dann muß er von sehr langer Hand sehr akribisch mit enormem materiellen, logistischen und konspirativen Aufwand vorbereitet worden sein. Tausende Menschen müssen davon wissen – wo sind sie? Warum machen sie den Mund nicht auf?

Trump ist selbst Bauunternehmer. Er nennt den Besitzer des WTC seinen Freund. Er gestand – unmittelbar nach der Katastrophe – eigene Projekte und Interessen im Komplex zu haben. Schon zwei Tage danach entwarf er Pläne für einen gigantischen Neubau. Rudolph Giuliani, seinerzeit Bürgermeister New Yorks, verstrickte sich selbst in Widersprüche und steht heute auf Trumps Wahlsiegertribüne und vielleicht in den Startlöchern zu einer neuen Karriere.

Andererseits gab es im Wahlkampf Äußerungen Trumps, in denen er die offizielle Variante anzweifelt.

Die ehrliche und ergebnisoffene Aufklärung der Attacke ist demokratieentscheidend. Sollten Bush, Rumsfeld, Cheney, Rice und Co. in der Sache drin stecken, dann hätte sich die amerikanische Demokratie schon vor 15 Jahren abgeschafft. (Enhanced interrogation, wie von Bush gerechtfertigt, sollte nicht ausgeschlossen werden.)

Nine Eleven ist so eine Sache, die man nur ungern anrührt. Schnell verliert man den festen Boden unter den Füßen. Wenn das möglich ist, dann ist alles möglich. Zwangsläufig reagiert man mit Verdrängung. Let it be?

Trump über den „Nutzen“ von 9/11

Trump bezweifelt, daß ein Flugzeug ursächlich sein kann

Trump: „Everything is a lie“

Trump macht bei der Deutschen Welle schnell neue Pläne

sowie:

https://www.youtube.com/watch?v=OBcU4GPNn_o

https://www.youtube.com/watch?v=DgzF41kycm8

Das Material ist unübersichtlich. Hier eine

Zusammenfassung der wesentlichen Ungereimtheiten: Anatomy of a great deception

 

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2 Gedanken zu “Trumps Prüfung

  1. Pérégrinateur schreibt:

    Es ist gewiss richtig, alles was Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt, muss sich ständig und auf Dauer der Kritik aussetzen. Es kann hierbei keine unbezweifelbaren Wahrheiten geben, die man dann womöglich mit gesellschaftlichen Sanktionen bis hin zum Strafrecht aufrechterhält. Leider gibt es hier heutzutage einigen Frevel, weil von vielen für ihre Sache oft mit Erfolg Kritikimmunität angestrebt wird, und erfolgreich letztlich deshalb, weil der Dogmatismus der menschlichen Neigung zu Gewissheiten, und wären die auch nur eingebildet, sehr entgegenkommt. Nur deshalb kann etwa ein Ausdruck wie „Klimaskeptiker“ zustandekommen und zum Schmähwort werden.

    Man stellt auch fest, dass diejenigen Wissenschaften, bei der Kritisierbarkeit am ehesten selbstverständlich ist, am weitesten vorangeschritten sind. Die brutale Gleichgültigkeit empirischer Messdaten im kontrillierten Experiment, das natürlich nicht überall zu haben ist, erzieht vielleicht mehr zur Gewissheits-Demut. Ich glaube, es war John Stuart Mill, der die rhetorische Frage stellte, wieso gerade die Newtonsche Physik so glaubwürdig ist, und sie dann gleich beantwortete mit der Erklärung, weil man die gerade jederzeit anzweifeln darf. Auf vielen Konferenzen der Deutsche Physikalischen Gesellschaft verteilen heute noch irgendwelche verkannten Physikgenies Traktätchen, in denen dargelegt wird, wieso die Relativitätstheorie oder die Quantentheorie falsch seien. Man liest das einmal, zweimal oder auch dreimal und stellt dann fest, die Begründung ist immer letzlich dieselbe – weil das meiner Anschauung unzugänglich ist, weil ich das nicht verstehen kann, weil das nicht zu meiner Weltanschauung passt. Aber die Profession geht darüber mit einem Kopfnicken hinweg und schreitet jedenfalls nicht zur Häretikeraustreibung, und das ist auch gut so. Es gab an einer westdeutschen Universität einen Experimentalphysikprofessor, der übers Land zog und bei religiösen Sektierern Vorträge darüber hielt, dass die Welt keine 6000 Jahre alt sei und auch einschlägig publizierte; in welchen Veröffentlichungen mag sich der Leser selbst denken. Die Kollegen waren gewiss nicht amüsiert. Man hat ihn aber nur ins akademische Prüfungsamt abgeschoben, da konnte er keinen Schaden anrichten.

    ****

    Jetzt zu den Truthern. Sie kaprizieren sich oft auf Details, von denen sie persönlich fachlich meist wenig wissen, jede Stellungnahme anderer im eigenen Sinne wird dann selbstverständlich in Anspruch genommen, ohne an diese auch nur annähernd dasselbe Maß an Skepsis anzulegen wie an die angefeindete Darstellung. Der gute Zweifel bezweifelt sich aber auch selbst. Ich kenne diese Asymmetrie in der Skepsis nur allzu gut aus Diskussionen mit religiösen Fanatikern. Zugrunde liegt ein unerschütterlicher Glaube an eigene Erklärungen, wenn in entgegengestellten eine Lücke bleibt, wird dann selbstverständlich unterstellt, dass diese Lücke vernichtend sein – und stattdessen dann nur die eigene in Frage komme. Und da frisst man dann sogar solche Widersprüche wie den beliebigen Mutwillen Gottes, welchem man gleichwohl positive moralische Eigenschaften zuschreibt, die sich gewöhnlich damit beißen. Voluntas dei, hoc est ignorantia asylum, sagte Spinozta so etwa.

    ****

    Gehen wir in nun einige Details.

    Waren die Anschläge wirklich ein hyperkomplexes logistisches Meisterwerk? Wenn ich das richtig sehe, mussten nur die Freiwilligen ausreichend Flugunterricht nehmen können (Landungsmanöver unnötig) und dann hemdsärmelig genug sein, die Flugzeuge zu kapern. Das einzig Logistische daran war, genügend Dollars für die den Lebensunterhalt und die Ausbildungskosten in die USA schaffen zu können.

    Es gab anscheinend unspezifische Warnungen von ausländischen Diensten, auch ein Angehöriger der amerikanische Diensten hat zumindest nachher von eigenen Warnungen geredet. Wie konnte man so etwas erfahren? Wohl nur gerüchtweise. Wenn man die (wie schon oben bei der Logistik) unbedeutende Informationsmenge und Kommandierung mit verlässlichen Meldern realisiert hat, dann hilft die ganze technische Aufklärung wenig.

    Für die Anflüge gab es klare Sicht. Die Landmarken der New Yorker Hochhäuser anzupeilen war unter diesen Umständen überhaupt kein Problem. Für mein Symmetrieempfinden wurde der Südturm sehr unorthogonal getroffen, ein Fliegeras hätte das wohl besser hinbekommen. Auch der Impakt des ersten Flugzeuges zeigt einen merklichen Rollwinkel an. Das könnte zugegebenermaßen intendiert gewesen sein, um mehr Stockwerke gleichzeitig zu treffen. (Es wäre übrigens interessant, ob der Sturz der Hochhäuser von den Planern eingeplant wurde, aber dazu ist wohl nichts Zuverlässiges mehr zu erfahren.) Schwieriger war es sicher, das niedrigere Pentagon zu treffen, siehe dazu aber das Blog von Berruyer, der nicht gerade unkritisch gegenüber offiziellem Stotytelling ist,

    https://www.les-crises.fr/tag/11-septembre/

    insbesondere die Seite „Le pilotage“. Die Kurvenverläufe der Lagewinkel scheinen mir auf dem Diagramm „Final Flight Angels“ jedenfalls nicht besonders glatt zu verlaufen; ich weiß aber nicht, was da Standard ist und wie hoch die Fehlermarge der Messung ist.

    Hinsichtlich der Äußerungen von Experten oder auch nur „Experten“ in den Medien habe ich auch gehörige Zweifel. Einmal wegen der Sensationspräferenz der Medien, weil die nämlich in der Regel die Expertise ihrer Experten gar nicht beurteilen können. Ein befreundeter Naturwissenschaftler hat mir hierzu schon Haarsträubendes aus eigener Anschauung berichtet. Man will halt mehr die Story and facts be dammned.

    Ein wie großer Anteil der amerikanischen Architekten ist denn bei diesen Truther-Experten? Wieviele davon kennen sich wirklich im Hochhausbau oder gar in der etwas ungewöhnlichen Bauweise der zwei WHZ-Türme aus? Wenn etwa, wie in einem der Filme gezeigt, bei einem Bürobrand in einem Hochhaus mit wenigen Stockwerken dieses nicht einstürzt, kann man noch lange nicht daraus schließen, dass das bei einem Paket von ein bis zwei Dutzend Stockwerken über der Brandstelle, dazu noch Dachlast (Antenne), genauso sein müsste. Jede solide Argumentation muss sich hier auf Rechnungen stützen und nicht auf Beglaubigung durch bloß unterstellte Autorität. Bei diesem Einsturz hat zudem ein Stoßwelleneffekt eine große Rolle gespielt, nichts womit man nun gerade in der Statikerausbildung sich auseinandersetzen muss; dort hat man hauptsächlich mit statischen Lasten plus etwas Windlast und Verkehrslast zu tun.

    Übrigens wird dieser senkrechte Einsturz damit erklärt, dass nach dem Versagen tragender Teile schlichtweg ein gravitativer Kollaps stattfand. Eine gewisses Kippen erkennt man aber auch am Einsturz des Südturms recht gut, und die späteren Einsturzphasen sind im Staub- und Trümmernebel ohnehin nicht mehr genau zu erkennen. Aus „Wie bei einer Sprengung“ kurz auf „durch eine Sprengung“ zu schließen, ist halt auch wieder nur übereilte Alternativenreduktion.

    Von den „secondary explosions“ hört man in den verlinkten Filme nur eine, sonst nur im Wort. Könnten das nicht nur einfach Knalls gewesen sein durch den Sturz von Flugzeug- oder Bauteilen? Gaplatze Fensterscheiben durch den Brandgasdruck? Wieder Pressebeurteilungen, in einem zusammengeschnittenen Filmchen mit Trommelmusikbegleitung …

    Das Wumm-Wumm-Wumm, von dem etwa die Feuerwehrleute in einem der verlinkten Filme berichten, war wohl einfach nur der stoßweise Zusammenbruch mit Etagen-Ausblasungen unter dem oberen Etagen-Sandwich, das auf den jeweils nächsten Etagenboden prallte.

    Über den WTC7-Zusammenbruch gab es bald nach den Ereignissen eine Darstellung im New Yorker. Danach soll das Gebäude durch Trümmerteile in Brand geraten sein, ein Öltank auf dem Dach soll leckgeschlagen sein, der aus einem Großtank im Keller bei entsprechendem Pegelstand per automatischer Pumpe brav und getreu „wiederbefüllt“ wurde.

    Glutnester im Untergeschossen oder sogar geschmolzener Stahl dort nach zwei Wochen haben, angesichts der bei hohen Temperaturen schnellen Auskühlung, ohnehin kausal wenig mit dem Einsturzursache zu tun. Sie können nur durch weitergehende Brände erklärt werden oder durch sehr gute Isolierung.

    Kommen die Zeugnisse über geschmolzenen Stahl von Personen, die solchen überhaupt schon mal gesehen haben? Die dergleichen von anderen Metallschmelzen unterscheiden können? (Buntmetall, Aluminium usw.) Zu berücksichtigen ist dabei, dass unter Brandbedingungen wohl kaum Reinschmelzen vorliegen, sondern „dotierte“ Schmelzen mit fremden Beimischungen mit anderen Emissionsspektren. Eines der von einem Journalisten besprochenen „geschmolzenen“ Autos hatten übrigens teilweise noch großflächig Lackbeschichtung, während es im Inneren ausgebrannt aussah. Den angeblich verschmolzenen Motorblock konnte ich da nicht als solchen erkennen; Motorblöcke haben heutzutage auch Teile aus Aluminium oder Aluminiumlegierung. Der Teil hat wohl eher wenig mit der Einsturzursache zu tun, zeigt aber vielleicht die journalistische Sorgfalt …

    Wenn wir mal geplanten Einsturz durch Thermitladungen unterstellen, dann wäre wohl Nanothermit gar nicht nötig. Dieser Thermitprozess ist ein Umsetzung, bei der sich ein Metalloxid mit geringerer Bindungsenergie (klassisch: Eisenoxid) mit stärker mit Sauerstoff bindendem Aluminium stark exotherm umsetzt zu Aluminiumoxid (Schlacke) und dem Reinmetall (Eisen), ohne wesentliche Gasentstehung. Das taugte also nicht für Exposionen (Schneidladungen), sondern nur zum „Weichkochen“ der Stahlträger. Dafür wiederum ist vordringlich, dass das Schmelzmetall bis ans Trägermetall herankommt, der Brandschutz muss also entfernt werden und die Wirkungszeit muss ausreichend groß sein, damit eine entsprechende Wärmeübertragung stattfinden kann. Man müsste das also zudem irgendwie am Träger halten. (Flüssiges Eisen will nach unten …) Nanothermit hat allein den Vorteil, viel schneller abzubrennen, aber wäre das hierbei wirklich hilfreich?

    Um die Unwahrscheinlichkeit zu ermessen, dass die genannten Leistungsposten der Flurabwehr am bewussten Tag un- oder schlecht besetzt waren, wollte ich gerne eine Statistik sehen, wie oft das im zeitlichen Mittel der Fall ist. Erst dann kann man die behauptete Außerordentlichkeit einschätzen. Übrigens ist es sowieso etwas absurd, einesteils eine andere Einsturzursache als den Einschlag der Flugzeuge zu behaupten und andererseits eine vernachlässigte Flugabwehr vorzuwerfen. Geändert hätte sich ja dann nichts, wenn die besser gewesen wäre. „Zur kontrollierten Sprengung nach links, zur Lähmung der Flurabwehr nach rechts, jeder bitte nur eine Verschwörung nehmen.“

    Zum Besitzerwechsel – Silverstein hatte das Wiederbebauungsrecht schon vorher bei Besitzwechsel erworben. Und natürlich nennt Trump ihn seinen Freund. Geschäftsleute sind wenigstens ihren Worten nach immer einander Freund. Wer in der Öffentlichkeit steht, hat immer ein taktisches Verhältnis zur Wahrheit, erst recht Politiker wie Giuliani.

    Verschwörungen mit vielen Beteiligten sind unwahrscheinliche Verschwörungen, weil jeder Verwickelte mehr die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das auffliegt.

    ****

    Notabene, ich weise nicht grundsätzlich „Verschwörungstheorien“ ab. Ich wünsche nur ausreichend starke Begründung udn nicht nur vom Hörensagen. Da die Urheberschaft Osama bin Laden nie gerichtlich festgestellt wurde, sondern letztlich auf durch Geheimdienste und Regierungsbehörden gelieferte Indizien zurückgeht, denen man vielleicht auch nicht immer unbedingt glauben wollte, kann man auch so herum zweifeln. Ihm wird ja eine Verschwörung vorgeworfen, also muss man als braver Bürger wohl doch manche „Verschwörungstheorien“ glauben. In Ordnung. Aber bitte ebenes Spielfeld.

    Letztlich glaube ich doch über weite Strecken mehr der offiziellen Version, aus folgendem Grund: Jedem nicht ganz schwachen Kopf wurde vor dem Irakkrieg ohne jeden vernünftigen Restzweifel klargemacht, dass da coûte que coûte nach einem funktionierenden Kriegsvorwand gesucht wurde. Der war auch der „war of choice“, nicht der afganische. Im „Sommer des Triumphs“ 2013 versuchten die großen Büchsenspanner (Perle, Wolfowitz etc.) schon gar nicht mehr, diese Inszenierung zu verstecken. Und bis heute glauben 30–40% aller Amerikaner nach Umfragen immer noch, dass Saddam Hussein ben Laden unterstützt habe. Daraus ergibt sich: Die Propaganda ist so erfolgreich, dass man getürkte Anschläge gar nicht bräuchte. Und das ist das eigentliche Elend.

    Was ich für gut möglich halte, ist administrativer Pfusch bei der Terrorabwehr. Aber mehr als sonst? Wer weiß. Es gibt da immanente Grenzen bei Großbürokratien.

    Vielleicht denkbar wäre auch eine bewusste, indirekte Schwächung der Abwehr von oben. Vorzugsweise, wenn man die „Bekämpfung des Terrorismus“ anfangs nicht als ausreichend ertragreich ansah; das ist übrigens auch legitimerweise eine Bewertungsfrage. Den Untergebenen hätte man dann gesagt, das andere da ist doch die größere Gefahr etc. pp. Aber finde einer mit Sicherheit Motive, wenn die sie haben nicht reden.

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    • So ist es! Das Ganze sauber aufgearbeitet, möglichst von vielen sich widersprechenden oder ringenden Interpretationen, und in einen offiziellen Bericht gepackt, danach der Öffentlichkeit zur Kritik vorlegen, Fehler einräumen und korrigieren, alles ohne Geheimniskrämerei und Erschießen/Entsorgen der Hauptzeugen, die Befragung der politisch Verantwortlichen vor laufender Kamera … und man wird diese schwärende Wunde evtl. heilen können. So, wie sie bisher behandelt wurde, wird sie auf ewig einen Wundbrand erzeugen, der die Gesellschaft – je nach Bedarf – vergiften kann.

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