Democracide

Face it! Die Demokratie ist am Ende.

Sie ist von innen ausgehöhlt und träge, erstickt an ihrer eigenen Wertetümelei und stolpert über die selbst geschaffenen ökonomischen und sozialen Widersprüche. Sie ist schon Posthistoire.

Sie wird von außen bedrängt

  • von zu vielen Menschen
  • vom entfesselten Markt
  • von weltumspannenden und synchronisierenden Lifestyle-Monopolen wie McDonalds, Coca Cola, Nestlé …
  • vom Islam
  • von der konservativen Revolution
  • vom Silicon Valley und der Technokratie
  • von der Natur

You have to choose!

4 Gedanken zu “Democracide

  1. Kurt Droffe schreibt:

    Naja, in manchem kann ich Ihnen zustimmen, aber das mit den „weltumspannenden Monopolen“ ist schlicht falsch. McDoof, Nestlé, das sind alles keine Monopole, ein Blick in eine beliebige Innenstadt oder in Supermarktregale oder auf Ihren Grillplatz zeigt das ja. Und eine Burgerkette als Bedrohung der Demokratie? Abgesehen davon ist es problematisch, in einem Atemzug von Monopolen und vom „entfesselten Markt“ zureden. Was denn nun, möchte man da fragen, beides gleichzeitig gibt’s nicht. Vor der „Wirtschaft“ ist mir übrigens eher wenig bange.
    Problematisch ist für Demokratie derzeit meines Erachtens neben vielem anderen vor allem zweierlei: Zum einen, daß immer mehr Bürger intuitiv das zu verstehen beginnen, was man im Englischen mit „public choice“ bezeichnet: die Erkenntnis, daß Politiker ihre ganz eigenen Interessen und Anreize haben, und daß das so viel im Munde geführte „Allgemeinwohl“ oft genug Deckmäntelchen ist für simple, egoistische private Interessen. War schon immer so, ist aber (Beispiel Clinton) derzeit besonders grell zu sehen. Zum anderen die Selbstüberschätzung und -überfrachtung der Demokratie, auf die Sie zu recht hinweisen: die (interessengeleitete) Anmaßung, daß Demokratie eben alles dürfe und solle, wenn es nur demokratisch dabei zugeht. Da das politische System aber demokratisch die verschiedenen Interessen und Werte nicht notwendig ausgleichen kann, nimmt es bei den zwangsläufig scheiterndenen Versuchen nachhaltig Schaden und verliert an Legitimität.
    Das mal nur so schnell und kurz.

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  2. Ist die konservative Revolution eine Bedrohung der Demokratie? Ich dächte doch, eher im Gegenteil. Diese Frage ist insofern wichtig, als das konservative Lager mitunter ausgesprochen demokratieaffin agiert (Bsp. Wahlanfechtung Österreich) und plebiszitäre Elemente forciert, mitunter aber bis zum Monarchismus und Anarchismus demokratiefeindlich ist. Ich traue der radikaldemokratischen Version nur in einer Hinsicht über den Weg: daß das Volk oft wirklich genau das will, was von rechts politisch angeboten wird. Sollte das Volk aber anders wollen, ist es bei Konservativen dann wieder schnell in Ungnade. Ich halte die alteuropäische Demokratie vor allem für nationalstaatsbedürftig, wenn dieser erodiert, mit ihm die Demokratie.
    Und: sollte man aus der Liste der Bedrohungen das kleinste Übel auswählen sollen („you have to choose“), wählte ich die konservative Revolution und die Natur :-).

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    • Eine gute Wahl!
      Ich würde nicht von Bedrohung, sondern von Überwindung sprechen. Die Demokratie hat es nicht geschafft, die größte Menschheitsfrage zu lösen: Wie können wir leben und gleichzeitig Leben lassen. Sie gewährt individuelle Freiheiten, führt jedoch in den Untergang.

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