Kriminalitätsstatistik

In Deutschland scheint es schwer, an belastbare Zahlen zu kommen. Deswegen lohnt ein Blick über die Landesgrenzen. In Dänemark etwa veröffentlicht das Institut „Danmarks Statistik“  regelmäßig die neuesten Trends, schön sauber nach Quartal getrennt.

Und es gibt Positives zu berichten. Im August erschien ein Report mit der Meldung: „Die Anzahl der Einbrüche ist auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren“. Schnell wurde die frohe Botschaft von den großen Medienanstalten aufgegriffen und in alle Himmelsrichtungen verbreitet.

Tatsächlich war die Einbruchsquote ein enormes Problem im Staate Dänemark. Heimische und ausländische Banden machten sich über das Land her, dessen ebenerdige Einfamilienhäuser und Datschen, oft mit Designermöbeln sichtbar ausgestattet, regelrecht einluden. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Bandenkriminalität erst anzukommen scheint, hat man im Norden vielleicht die Wende geschafft – mit enormen Anstrengungen – auch wenn die Rate mit knapp 15 000 Einbrüchen pro Quartal, bei fünf Millionen Einwohnern,  noch immer erschreckend hoch ist.

Also alles gut und schön? Wenn man sich die Statistik etwas genauer anschaut, nach unten scrollt, und „Politiken“, „Berlingske“ oder „Jyllands-Posten“ sicherheitshalber zuschlägt, erscheinen plötzlich interessante Zahlen, die man auch beim Fernsehen nicht so gern zitiert.

So gibt es etwa, trotz des deutlichen Rückgangs an Einbruchsdelikten,  mehr strafgesetzrelevante Straftaten (straffelovsforbrydelser). Zwar stiegen die insgesamt nur um ein Prozent im Quartal, aber auch diese Nummer kann man auffächern und irgendwo muß der Einbruchsrückgang ja „kompensiert“ worden sein.

Es stiegen die gemeldeten Sexualverbrechen 2015 von ca. 600 pro Quartal zu Beginn des Jahres auf circa 700 zum Ende und im ersten Quartal 2016 waren es schon 731. Im zweiten Quartal 2016 dann ein plötzlicher Anstieg um 69 Prozent auf 1240! Vergewaltigungen nahmen dabei um 38,5 Prozent zu. Da ansonsten nur noch der Exhibitionismus benannt wird, der um 9,1 Prozent stieg, muß man annehmen, daß der größte Teil der Sexualverbrechen unter sexuelle Nötigung fällt.

Auffällig sind desweiteren deutliche Steigerungen im zweiten Quartal bei Diebstahl und Trickdiebstahl (17,2 Prozent) sowie bei Gewalt gegen Vollzugsorgane (18,9 Prozent) und bei Bedrohungen (19,4 Prozent).

Gewisse Parallelen zu Schweden fallen ins Auge.

Da diese Statistik keine Tätergruppen benennt, kann man nur darüber spekulieren, was in den letzten Monaten Gravierendes vorgefallen sein könnte, um diese Steigerungsraten zu erklären.

Eine Statistik aus dem gleichen Hause für das Jahr 2015 läßt immerhin erkennen, daß Männer aus China, Norwegen und Deutschland weitgehend exkulpiert, als Täter deutlich unterrepräsentiert sind, wohingegen Männer aus nichtwestlichen Ländern zweieinhalb Mal wahrscheinlicher als Täter in Frage kommen als der Gesamtquerschnitt und unter diesen Männer aus Jugoslawien, dem Libanon und Marokko den höchsten Kriminalitätsindex aufweisen.

@ Danmarks Statistik

@ Danmarks Statistik 2015

Aber Mathematik ist eine komplizierte Sache und Statistik ein vermintes Feld.

P.S. vom 6.12.2016: erste vergleichbare Zahlen nun auch aus Sachsen:

Bild: Innenminister Ulbig enthüllt Zahlen zur Ausländerkriminalität

EP: 46% Migranten aus Maghreb sind kriminell

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