Die Macht des Wortes

Spiegel-Meldung vom 16.10.2016: „Nach der Vergewaltigung einer 90-jährigen in der Düsseldorfer Altstadt haben die Ermittler den mutmaßlichen Täter gefaßt. Es handelt sich um einen 19-jährigen Obdachlosen, der bereits aktenkundig ist …“

„Obdachloser“ – das evoziert bärtigen Mann mit gelben Fingern, fleckiger Jeans, roter Nase …

„19-jähriger Obdachloser“ – das evoziert einen Junkie oder eine „gescheiterte Existenz“, ein Punk oder ähnliches …

„bereits aktenkundig“ – das evoziert einen Kleinkriminellen …

In allen Fällen evoziert es einen Deutschen.

Erst wenn man dem Link zur Polizei folgt, erhält man einen anderen Eindruck: „Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen Südeuropäer mit nordafrikanischen Wurzeln.“

Spielt nun die Herkunft des Täters eine Rolle? Nicht, wenn man es prinzipiell für möglich hält, daß auch ein derangierter Deutscher dazu in der Lage gewesen wäre. Dem ist wohl so, man kann es zumindest nicht ausschließen.

Aber fragen wir die alte Dame: Sie hätte diese schreckliche Tat nicht erlitten, wenn dieser konkrete Migrant nicht im Lande gewesen wäre.

Diesen Satz würden mittlerweile wohl zahlreiche Frauen unterschreiben – allein in Köln an einem Abend mehr als 1200.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.