Zahlenmystik

Es muß eine Verschwörung sein!  Viele Einwanderer sind am 1. Januar geboren. Drei von 12 Eritreern versicherten mir hoch und heilig, am ersten Tag des Jahres geboren worden zu sein. Ich kann an diesen Zufall nicht glauben, doch sie bestehen darauf.

Nun erfahre ich auch von einem Syrer, daß er zwei Geburtstage hat. Man feiert das Datum in Syrien nicht, trotzdem nennt er einmal September und ein anderes Mal lese ich im Ausweis den März.

Wie ist das möglich?

Aus pädagogischen Gründen ist es vorteilhaft, zu Beginn des Jahres geboren zu werden. Wenn man das Kind für begabt hält, will man es mit sechs statt sieben Jahren einschulen lassen. Also geht man zu den Behörden und läßt das Geburtsdatum des Kindes – gegen einen Bakschisch – ändern.

Andere Länder, andere Sitten.

Referendum in Ungarn

Wurde das Jahr 2015 von den meisten Europäern und Deutschen als Wendejahr empfunden, so ist es doch erst 2016, in dem die Wende sich vollzieht. Es ist durch eine ganze Reihe von Grundsatzwahlen geprägt, die das politische Bild innerhalb kürzester Zeit verändert haben, die alle einen eindeutigen Trend offenbaren: der Brexit, die Bundespräsidentenwahl in Österreich, die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

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Sex and the Cities

Wer die Sexualität eines Menschen beschneidet, vergiftet nicht nur die Quelle seiner Triebe, er verstört zugleich auch die Klarheit seines Denkens, die Reinheit seines Fühlens und die Sensibilität seiner Sehnsucht. (Eugen Drewermann: Kleriker)

Daß die Massenzuwanderung junger Männer aus fremden patriarchalen Kulturen zu einer deutlichen Zunahme auch an sexueller Gewalt führen muß, wurde auf diesem Blog von Anfang an argumentativ begründet. Das Zerstören eines relativen demographischen Gleichgewichts führt zwangsläufig zu Spannungen. Wenn es sich dabei um ein geschlechtsspezifisches Ungleichgewicht handelt, kommt es folglich auch zu sexuellen Spannungen. Umso mehr, wenn es sich um ein schnell und drastisch herbeigeführtes Ungleichgewicht handelt, umso mehr, wenn es sich dabei um die Alterskohorten der unter 30-Jährigen handelt, umso mehr, wenn verschiedene kulturelle und religiöse Paradigmen aufeinanderstoßen und umso mehr, wenn ein patriarchalisches auf ein „freiheitliches“ Verständnis stößt …

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BurkiNie!

Burkini – schon der Name stimmt nicht!

Wieviel Bikini steckt denn im Burkini und wie viel „Burka“? Wenn ich nicht einer optischen Täuschung aufliege, dann besteht er zu 99% aus Burka und 1% Elastan.

Was den Burkini mit dem Bikini eint, ist das nasse Element, in das sie getaucht werden sollen. Aber selbst hier betrügt man sich. Der eine soll den unmittelbaren Hautkontakt mit dem Urelement ermöglichen, der andere ihn verhindern – nicht weil Wasser schädlich für muslimische Frauen sei, sondern weil es mit dem Medium Luft durch optische Transparenz verwandt ist – beide können durch Männerblicke durchdrungen werden.

Man vergißt freilich die Männerphantasien – die durchdringen noch jedes Medium.

Daher mein Namensvorschlag: der Burki oder Burkai oder gar der

Burki

Neue Bürgerlichkeit

Von der deutschen Presse noch nicht recht wahrgenommen, spielt sich in Dänemark gerade eine politische Revolution ab, die, sollte sie Erfolg haben, eine Vorankündigung auch für andere Länder werden könnte, die vor allem aber das Europäische Projekt, wie es derzeit praktiziert wird, fundamental in Frage stellen würde.

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Gerüchte

Eine Menge Gerüchte scheinen in der Stadt herumzuschwirren. Ein paar davon gibt mir – ungefragt – ein Altwarenhändler zum Besten. Bisher zeichnete er sich durch Zurückhaltung aus, aber als ich ihn etwas zu Ungarn frage, fängt er zu plaudern an.

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Gerüche

Jedes Mal wenn ich ein Haus betrete, das vornehmlich mit Asylbewerbern bewohnt ist, geht mir der Gedanke auf: Darüber könntest du auch mal einen Artikel schreiben. Aber sofort setzt die Schere im Kopf zum Cut an: Nein, das könnte man als rassistisch verstehen, das ist vielleicht sogar rassistisch?

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Bildungslücken II

Wir werden unterbrochen, es klingelt an der Tür. Es klingelt überhaupt ständig bei den Syrern. Leute kommen und gehen, wechseln ein paar Worte und verschwinden wieder. Mir scheint, es ist eine Art des social groomings.

Es ist Abu Walid. Wir kennen ihn als Salim, aber Hussain nennt ihn Abu Walid, Vater des Walid. Walid ist also Salims Sohn, der uns ebenfalls manchmal besucht. Mittlerweile glaube ich nicht mehr an einen Zufall, daß Salim ausgerechnet immer dann kommt, wenn ich Hussain besuche.

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Hitlers letzte Rache

Wir alle kennen das alte Hitler-Spiel. Wer zuerst „Hitler“ sagt, hat die Arschkarte gezogen. Es genügt auch ein beliebiges Hitlersurrogat. Legionen von Politikern und Promis haben sich ihre Karriere versaut, weil sie zur falschen Zeit das falsche Wort in den Mund nahmen, einen unliebsamen Gegner vielleicht mit Adolf H. verglichen und dergleichen. Das blame-game der deutschen Medien läuft mittlerweile so routiniert ab – wie eine gute geölte Maschine –, daß es den Lesern, Hörern und Sehern schon gar nicht mehr auffällt und man nur noch desinteressiert mit den Schultern zuckt: „Selbst schuld! Wie blöd muß man denn sein …“

Und Frauke Petry hat „Hitler“ gesagt – in wenig versteckter Verkleidung: „Völkisch!“

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Bautzen ist überall

Die Vermutung darf man zumindest aussprechen. Denn was in Bautzen der Kornmarkt, sind in Plauen der Tunnel, der Klostermarkt und der Altmarkt …

Das Stadtbild vieler ostdeutscher Kleinstädte ähnelt sich. Zentrale Plätze wurden nach der Wende umgestaltet, nicht selten wurde alte Struktur entfernt, um Raum für den Fortschritt zu schaffen – in Form von Konsumpalästen, Einkaufspassagen, ganzen Kaufländern. In Plauen trägt das Schmuckstück den euphemistischen Namen „Stadt-Galerie“ und wird im Volksmund „UFO“ genannt.

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Linkes Demokratieverständnis

Vom 16.9. bis 18.9. findet auf dem Rittergut in Schnellroda die Sommerakademie statt. Bei dieser teils akademischen, teils sozialen Veranstaltung des „Instituts für Staatspolitik“ werden Vorträge gehört, Diskussionsrunden veranstaltet, Bücher verkauft, Beziehungen geknüpft.

Man spricht über die „Lage 2016“, es werden Beiträge zur „Flüchtlingskrise“, zur Landwirtschaft, zum Brexit und TTIP, zu Rußland, zur US-Wahl, zu AfD und Pegida und zur Finanzkrise zu hören sein.

Der kleine Ort Schnellroda mit seinen 150 Einwohnern kennt derartige Termine und es hat ihn bisher noch nie aus dem Schlaf gerissen.

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Bildungslücken

Nur noch wenige Tage bis zum Test für den Integrationskurs. Dort muß man Sprachkenntnisse für das Niveau B1 und aus einem Gesamtfragenkatalog von 300 Fragen 33 via multiple choice beantworten. Zufällig liegt der dicke Stapel Papier bei Hussain auf dem Tisch. In einem Prüfungstest hatte er 100% erreicht, beim Hörverständnis waren es „nur“ 40 von 45 richtig beantworteten Fragen. Man muß sich keine Sorgen machen, er wird das locker bestehen.

Doch das Problem liegt tiefer. Das wird sofort deutlich, als ich den Fragenkatalog durchblättere. Ich frage ihn Aufgabe 186: „Im Jahr 1953 gab es in der DDR einen Aufstand, an den lange Zeit in der Bundesrepublik Deutschland ein Feiertag erinnerte. Wann war das? 1. Mai, 17. Juni, 20. Juli, 9. November?“

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Verbieten! Verbieten! Verbieten?

Burkiniverbot, Burkaverbot, Obergrenze … Deutschland ist nach vulgärer Laissez-fair-Phase gerade auf dem Verbotstrip. Alles, was nicht paßt, gehört unterdrückt. Die Argumente fliegen hin und her, jedes einzelne für sich durchaus nachzuvollziehen.

Ich frage mich – um die unzulässige Vereinfachung wohl wissend –: Was macht das mit uns? Und was macht es mit jenen, denen man verbietet?

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Verstörendes Bild

Hitze! 30 Grad im Schatten. Gnadenlos prallt die blanke Sonne auf den Asphalt. Jedes Fleckchen Schatten unter dem Dach der Straßenbahnhaltestelle findet einen Flüchtling vor dem Feuerball.

Um die Ecke biegt ein junger Mann in weißem T-Shirt, kurze Hosen, Sandalen, Sonnenbrille. Die gegelten und nach hinten gekämmten Haare legen die Kopfhaut frei. Lässig läßt er ein Schlüsselbund in den Fingern kreisen, es scheint als pfeife oder singe er; wippend sein Schritt.

Plötzlich taucht eine weitere Gestalt auf. In gebührendem Abstand wehen schwarze Stoffetzen um ihre Beine. Eine schwarzhäutige, in mehrere Lagen schwarzen Stoffes verhüllte Frau mit einem dunklen violetten Tuch auf dem Kopf, tief in die Stirn gezogen. Sie trägt zwei schwere Lidl-Plastik-Einkaufstaschen. Sofort regt sich Mitleid bei mir und sichtbar auch bei den Wartenden. Was muß diese Frau schwitzen! Ist es nicht unerträglich heiß? Wer kleidet sich bei praller Sonne denn freiwillig schwarz?

Das Entsetzen wird noch größer, als der junge Mann die Haltestelle erreicht. Wenig später gesellt die Frau sich dazu. Erst jetzt wird deutlich: die beiden gehören zusammen, sie sind wohl ein Paar, Mann und Frau. Sie lächelt.

Ihr Lachen wirkt wie eine Provokation. Noch vor einem guten Jahr kannte kein Bürger der sächsischen Kleinstadt auch nur den Anblick einer voll verhüllten Muslimin. Heute, im Sommer 2016, wechselt man kurze Blicke, hier und da ein Kopfschütteln und senkt dann die Augen, als schäme man sich.

Ratzinger – Prophet oder Brandstifter?

Die Islamisierungsversuche im Westen sind nicht wegzureden. Und die damit verbundene Gefahr für die Identität Europas darf nicht aus falsch verstandener Rücksicht ignoriert werden. Die katholische Seite sieht das sehr klar und sagt es auch. Gerade die Regensburger Rede sollte einer bestimmten Blauäugigkeit entgegenwirken. (Georg Gänswein, Privatsekretär Benedikts XVI.)

Heute vor 10 Jahren hielt Papst Benedikt XVI. eine denkwürdige akademische Rede an der Uni Regensburg, die von kaum jemandem bemerkt worden wäre, wenn nicht wenige Tage später – die angsterregenden Erinnerungen an die tollwütigen Szenen nach der sogenannten Mohammed-Krise waren noch ganz frisch – erneut Teile der islamischen Welt am Aufruhr fast erstickt wären. Alles lief nach bereits eingefahrenen Ritualen ab: Massen strömten auf die Straßen, verlangten den Tod des Papstes und aller Christen, wollten am liebsten gleich das Abendland erobern, Fahnen brannten, Papst-Strohpuppen, Fatwas wurden ausgesprochen, Christen am falschen Ort zur falschen Zeit gelyncht … Die „Rushdie-Affäre“ galt als blueprint, seither wird das Programm nach Bedarf abgespult.

Auslöser war ein einziger Satz:

„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“.

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Sache und Ding

Wenn ich ein Antiquariat betrete und die Frage nach der thematischen Ordnung stelle, kommt meist prompt die Frage: „Na, was suchen Sie denn?“ Ich leiere meine „Interessengebiete“ herunter und bin immer wieder überrascht, wie lange längst abgeschlossene Themen spontan hervorsprudeln. Neuerdings endet die Themenschlange mit dem Wort „Islam“.

„Islam?“, schaut mich der Besitzer seltsam an, als würde ich gleich eine Bombe platzen lassen. Nachdem er sich noch einmal meines Zugehörigkeitsstatus zu einem der alten deutschen Stämme versichert hat – Teint und Dialekt sind verräterisch – ergänzt er: „Islam habe ich nicht.“

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Roll over Beethoven

Auch die Musik trübt den Geist, weil sie Genüsse und Ekstasen mit sich bringt, die den Drogen gleichen. Eure Musik meine ich (die westliche). Gewöhnlich erhebt sie nicht den Geist, sie schläfert ihn ein. Und sie lenkt unsere jungen Leute ab, die von ihr vergiftet werden und sich nicht mehr um ihr Land kümmern.

Auch die Musik von Bach, Beethoven und Verdi?

Wer sind diese Leute? Ich kenne sie nicht. Wenn sie den Geist nicht trüben, dann sind sie nicht verboten. Einige eurer Musikarten sind nicht verboten, zum Beispiel die Märsche und die Hymnen zum Marschieren. Wir wollen Musik, die uns erhebt, wie die Marschmusik, die unsere Jugend bewegt, anstatt sie zu paralysieren, die sie veranlaßt, sich um ihr Land zu kümmern. Ja, eure Märsche sind erlaubt.

Ajatollah Khomeini im Gespräch (1979) mit Oriana Fallaci
Quelle: Oriana Fallaci: Le radici dell’odio. La mia verità sull’Islam. Milano 2015. S. 295f.

Zum Beweis: Mondscheinsonate

Das Kreuz mit der Identität

Vielleicht hat Rudolf Bahro nie einen wirklichen Berg erstiegen, aber er hat einen wesentlichen Satz dazu gesagt:  Wenn du einsam eine Weile einen Gipfel erklimmst, dann fängt der Berg mit dir zu sprechen an.

Otto Barth (1876–1916), Morgengebet der Kalser Bergführer auf dem Großglockner, 1911 ©Wiki

Otto Barth: Morgengebet der Kalser Bergführer auf dem Großglockner, 1911 ©Wiki

Der marxistische und grüne Selbstdenker wollte das Mystische betonen, das tief verinnerlichte Gefühl, das Menschen beschleicht, wenn sie mit grandioser Natur konfrontiert sind, wenn sie sich ihrer Nichtigkeit unmittelbar bewußt werden. Es ist letztendlich eine religiöse Empfindung. Berge und Gott oder die Götter gehören seit jeher zusammen. Dort wohnen sie, dort wachen sie und dort glauben die Menschen, ihnen besonders nahe zu sein. Moses, Jesus und Mohammed stiegen mit ihren Gesetzesoffenbarungen alle von Bergen herunter.

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Der Asyl-Irrsinn

Gottes Wege sind unergründlich – das ist bekannt. Aber die Wege der deutschen Bürokratie sind es ebenfalls. Ist die deutsche Bürokratie also Gott? Nun, sie spielt diese Rolle zumindest ziemlich überzeugend. Und Hussain ist eines ihrer Opfer.

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Presse nach Wahl

»Der Lügenäther ist so dicht wie seit den Tagen des Kalten Krieges nicht mehr.« Peter Sloterdijk

Man kann nur darüber spekulieren, welche Bedeutung die Medienberichterstattung für das Wahlergebnis hatte. Ähnlich Sachsen-Anhalt und ein halbes Jahr nach diesem ersten Schock, kommt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern  auf satte 20 Prozent der Wählerstimmen. Das ergibt bereits die erste Lehre: die Blockparteien haben keine Lehre gezogen, sie sind und bleiben bildungsresistent oder aber es fehlen ihnen schlicht und einfach Mittel und Ideen, den selbstaktivierten Zauberbesen wieder in die Ecke zu befördern. Im Gegenteil, sie vermehren seine Macht durch zusätzliche Spaltungen – je weiter ihnen das Wasser bis zum Halse reicht, desto hektischer, so bleibt zu fürchten, werden sie auf ihn einschlagen.

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