Dank sei Allah!

Eine feine Seele bedrückt es, sich jemandem zum Dank verpflichtet zu wissen, eine grobe, jemandem zu Dank verpflichtet zu sein. (Nietzsche)

Man kann sich auf Jahre mit islamkritischen Schriften eindecken und sich so sein Islambild formen. Aber ich empfehle, sich daneben auch an die islamischen Quellen, die proislamische Literatur zu wagen. Das ist nicht immer eine angenehme Lektüre – das sprachliche und intellektuelle Niveau ist mitunter erschreckend niedrig –, schließt aber das apriorische Haßargument aus und gestattet einen ungefilterten Blick in die Köpfe der jeweiligen Muslime.

Ein Zentralwerk – im Übrigen auf hohem Niveau –, das ich jedermann wärmstens ans Herz lege, ist das „Handbuch Islam“ von Ahmad A. Reidegeld. Es wird in der muslimischen community einhellig gelobt, es vertritt den Mainstream in seiner Vielfalt und es ist umfassend: es behandelt die „Glaubens- und Rechtslehre der Muslime“ auf 800 Seiten aus allen Gesichtspunkten. Man findet dort eine Perle nach der anderen. Manches Geheimnis läßt sich dadurch lüften. Vielleicht auch das der Dankbarkeit.

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