Der weiße Hai

Viele Menschen haben Angst vor Haien, besonders den weißen, selbst wenn sie nie einen in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen werden. Wer ins Meer steigt und 200 m hinaus schwimmt, kennt vielleicht das mulmige Gefühl von unten.

Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, an einem Haiangriff zu sterben, niedriger als sich durch Verschlucken eines Löffels zu entseelen. Trotzdem haben Menschen Angst vor Haien und nicht vor Teelöffeln.

Auch darf man keinen Generalverdacht aussprechen. Weder töten alle weißen Haie Menschen noch sind die meisten Haie überhaupt in der Lage einen Menschen zu verdauen.

Also: „Fürchtet euch nicht!“

Ein Gedanke zu “Der weiße Hai

  1. Pérégrinateur schreibt:

    Ausbau – Man sollte immer das Gesamtbild im Auge behalten.

    Haie kommen ohnehin nur deshalb heute so oft in Küstennähe, weil wir mit unserem CO₂-Eintrag die Weltmeere übersäuern. Dadurch gerät das ökologische Gleichgewicht gerade im Sommer, wenn viele Badende sich am Meer aufhalten, ins Kippen, weil sich dann die Grünen Seegurken explosionsartig vermehren, die Nahrungskonkurrenten der unter natürlichen Umständen eigentlich mehrheitlich vegetarisch lebenden Haie. Schuld sind also letztlich wir selber.

    Diese Tiefseeflüchtlinge sind dazu auch noch schwer traumatisiert. Einmal, weil Haie eigentlich eine völlig ortsfeste Lebensweise bevorzugen und in der Fremde dann natürlich Angst vor allem Neuen haben. Durch die dauernde Bewegung durchströmt auch viel mehr Sauerstoff als sonst ihre Kiemen und sie geraten so in eine Art von Rausch, den sie vorher nie kannten, so dass sie auch nie gelernt haben, sozial adäquat mit ihm umzugehen. Unter der Küste treiben dann Boulevard-Zeitungen mit großen Schlagzeilen im Wasser und der Lärm von Transistorradios verschreckt sie, so dass sie leicht in Panik geraten, die durch allzu freizügig bekleidete Badende natürlich noch verstärkt wird, weil viele Haie halt noch nie weißes Fleisch gesehen haben.

    Trotz alldem wird die allergroße Mehrheit der Haie nie auffällig und die große Mehrheit der zu Tode kommenden Badenden stirbt durch natürliches Ertrinken, an Quallenverbrennungen – über die man merkwürdigerweise nie etwas liest – oder an platzenden Pressluftflaschen. In jeder einzelnen der praktisch nie vorkommenden Haiattacken kommt also noch ein zufälliger persönlicher Faktor ins Spiel. Es gibt zum Beispiel starke Hinweise darauf, dass oft eine Quecksilbervergiftung mit Auswirkung auf das zentrale Nervensystem der Haie sie zu ihrem Angriff treibt. Schuld sind also auch hier letztlich wir Menschen selber, weil die Zahnärzte immer noch mit Amalgam plombieren statt endlich etwa auch zu berücksichtigen, wie groß der Anteil ihrer Patienten doch ist, die inzwischen zu Recht eine starke Allergie gegen evidenzbasierte Medizin und ähnliche Schweinereien entwickelt haben.

    Davon, dass wir durch gewisse Katastrophenmeldungen, Hollywood-Filme und dergleichen Aspekte der Populistenkultur ein völlig falsches Bild von Haien haben, weshalb wir bei einer Begegnung mit ihnen mit vorurteilsbeladener Ablehnung reagieren, was die armen Tiere dann manchmal halt zu Angstbeißern macht, will ich noch gar nicht reden.

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