Die häßlichste Stadt Deutschlands

Selbstverständlich steht mir ein solches Urteil gar nicht zu. Aber man wird ja noch sagen dürfen …

Eine altehrwürdige, jahrtausendealte Stadt mit glorreicher Geschichte und einer ganzen Latte an großen Söhnen und Töchtern. Heute ist sie grau, dreckig, dröhnend. Unzählige Architektursünden beleidigen das Auge. Neben jedem ansehnlichen Haus steht scheinbar systematisch ein bleierner Betonklotz, als wollte ein mächtiger Gestalter alle Freude im Keim ersticken. Neu und häßlich sind hier Synonyme.

typisch Bonn

typisch Bonn

Seit Jahren wurde offensichtlich nicht mehr renoviert. Alle Asphaltwege sind mit platt getretenen Kaugummis übersät. Müllberge häufen sich an den Straßenrändern, Abfall wird achtlos auf die Gehwege geworfen, Plastiktüten fliegen durch die Luft, Uringestank an vielen Ecken und Enden.

Vor einem grauen Betonklotz am Bahnhof demonstrieren ein paar Studenten mit bunten Luftballons lautstark gegen Einfalt und für den Erhalt der Vielfalt.

Die schwarzen Regenränder an den Häuserwänden wirken wie traurige Tränen geschminkter Frauen. Die Leute schauen mürrisch drein, die Sprachen der vorbeigehenden Paare sind mir unverständlich. Lange muß ich in der Universitätsstadt nach einem Buchladen suchen, der nicht „Thalia“ heißt, und finde einen unmittelbar neben dem Frauenzugang zu einer Moschee. Während ich die schweren Taschen raus trage, treten 20 vollverschleierte Frauen auf die Straße und schnattern ein kehliges Idiom.

Milli-Görus-Moschee neben Antiquariat

Milli-Görus-Moschee neben Antiquariat

Was ist mit Bonn geschehen? Der Verlust des Hauptstadtstatus wird der einstigen Metropole arg zugesetzt haben. Es mag andere strukturelle oder regionale Probleme geben, von denen ich nichts weiß. Bonn ist in den letzten 20 Jahren erst so geworden, versichern Einwohner.

Offensichtlich aber ist, daß der soziale Zusammenhalt in Bonn sehr leidet und wie sollte es auch anders sein, beherbergt die Stadt doch gleich mehrere Gruppen an kulturell diversen Menschen. Geschätzt hätte ich 40%, laut Statistik ist es nicht einmal die Hälfte – aber das zeigt, wie wenig es eigentlich braucht, um einen Ort kippen zu lassen.

Ginge es nach den Multikulti-Propagandisten, müsste Bonn eine helle, bunte, fröhliche Stadt sein. Doch statt bunter Vielfalt graue Tristesse.

Nun verstehe ich zweierlei: Gabriels populistische Forderung nach einer Aufbauhilfe West und das seltsame Erstaunen vieler westdeutscher Besucher Plauens, die von einer wunderschönen Stadt schwärmen. Bisher konnte ich sie selbst nicht sehen.

DITIB ist auch hier - ,ist Minarett

DITIB ist auch hier – mit Minarett