Always look on the bright side

Manchmal ist es nur noch lustig.

In Esbjerg, Dänemark, ereignete sich gerade so ein Fall, ein Einzelfall – wenn man so sagen kann. TV2 berichtete. Ein syrischer Flüchtling bekam seine Familienzusammenführung genehmigt. Siebzehn seiner 20 Kinder – die anderen drei waren bereits zu alt – und eine seiner drei Frauen durfte er nach Dänemark überführen. Warum gerade diese, wurde er gefragt? Die hier passe am besten auf die Kinder auf, ihre und die der anderen Frauen und außerdem hätte er in Syrien 92 Frauen (sic!) haben können. In einem kurzen Mitschnitt ist eine junge, strahlende Frau zu sehen, der all der Tumult sichtlich unangenehm ist.

Und was sei mit den anderen? In Syrien sind sie nicht mehr, er höre selten von ihnen.

Seit zwei Jahren weilt Daham Masoud Hasan nun in Dänemark. Gefragt, ob er einen Sprachkurs besuche, verweist er in fließendem Arabisch entschuldigend auf seine Krankheit. Er sei die ganze Zeit in Behandlung gewesen – in Dänemark ist die medizinische Versorgung frei. Der große Sohn serviert derweil den Kaffee.

Was er davon halte, daß der dänische Staat für ihn und seine Kinder bezahle? Viel habe der dänische Staat bisher nicht für ihn getan, antwortet er im Garten einer für ihn frei geräumten Schule – er lebe sehr einfach, das Leben hier sei schwer.