Klima der Angst

Niemand kann es noch bezweifeln – es herrscht ein Klima der Angst in deutschen Städten. So zumindest behauptet es das BKA und bestätigt das nun mit Zahlen und Fakten und die linkslastige Presse (SZ, ND, Focus, Zeit, Huff, FAZ) stürzt sich in einer Parallelaktion darauf wie auf eine Heilsbotschaft. In einem etwas wirren Zahlenspiel werden Angriffe auf Flüchtlinge, „Mandatsträger“ und ehrenamtliche Helfer aufgelistet. Wer unter den Lesern dieser Zeilen zu einer der drei Gruppen gehört, darf also Angst haben. Es geht, Sie haben es bemerkt, um rechte Gewalt.

Jetzt muß das Ritual einsetzen: Ich bin gegen jede Form von Gewalt und verabscheue sie, besonders die rechte, Gesetzesbrecher gehören bestraft usw.; man kann sich hier kurz fassen. Dies soll kein Blog sein, der Selbstverständlichkeiten und Platituden verbreitet.

Hört man sich um, dann wird zumindest die Überschrift bestätigt. Viele Menschen haben Angst! Frauen wagen sich abends nicht mehr aus dem Haus, nehmen lieber ein Taxi, fühlen sich an bestimmten Orten unsicher, taxiert, mit Worten und Pfiffen verfolgt, Verkäuferinnen fürchten den Spätdienst … Schüler erschrecken in der Straßenbahn, wenn mehrere Asylbewerber zusteigen. Öffentliche Plätze werden von Jungmännergruppen okkupiert und bekommen eine neue Funktion. Menschen, die sich zu einer bestimmten Partei bekennen, öffentlich auftreten, Veranstaltungen organisieren, werden verbal oder tätlich angegriffen, Autos werden demoliert, Häuserfassaden beschmutzt, Fenster „entglast“ … Kurz: Im öffentlichen Bewußtsein – zumindest ist das in der sächsischen Provinz so – fühlen sich die Menschen seit einem Jahr zusehends unsicher und vergleichsweise selten wird diese Angst durch Rechte verursacht.

Immer wieder habe ich die von mir betreuten Asylsuchenden – Syrer und Eritreer – auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht, bestimmte Kleidungsvarianten, Physiognomien, Frisuren mit Skepsis zu betrachten und Distanz zu suchen. Bisher hat noch kein einziger etwas Bedrohliches berichtet – das Schlimmste war die nölende Verkäuferin, aber darunter leiden hier, unter dem „zänkischen Bergvolk“, alle.

Als ehrenamtlicher Helfer habe ich mich allerdings tatsächlich erst letzte Woche bedroht gefühlt. Vor dem Theater, wo ich mich mit den beiden Syrern zur Vorführung verabredet hatte, war eine 15-köpfige Gang junger, wohl „unbegleiteter“ Männer versammelt, die den ganzen großen Platz scheinbar vollkommen selbstverständlich mit arabischem Rap beschallten und in unablässiger aggressiver Bewegung waren, hin und her rannten, riefen und gestikulierten. Schnell wurde man fixiert – es ist unangenehm, wenn sich einem plötzlich 15 Augenpaare zuwenden (vielleicht sogar auch aus Angst). Mein syrischer Begleiter sagte nur: „Marokko, schlimm“ und zog mich zur Seite.

Sprechen wir also von einem „Klima der Angst“ – und wir müssen darüber sprechen und zwar aus allen Perspektiven – dann sollte man auf dem linken Auge nicht blind sein. Den 347 Angriffen auf Asylbewerberunterkünfte, den 73 rechten Gewaltdelikten, 23 Körperverletzungen und 7 Brandstiftungen in den ersten drei Monaten des Jahres stehen ungezählte andere Delikte entgegen. Die Internetplattform „Einzelfall-Map“ versucht diese Vergehen, und zwar die offiziell bestätigten – die Dunkelziffer ist vermutlich bedeutend größer – zu erfassen. Man tut es anonym, weil: „Klima der Angst“. Man tut es auch von den Medien fast unbemerkt und überläßt es einmal mehr der „Jungen Freiheit“, das Thema aufzugreifen. Es gibt auch ein gegenteiliges Portal, die sogenannte Hoaxmap, die gefälschte Ausländerdelikte entlarvt.

Einzelfall-Map Plauen April

„Einzelfall-Map“ Plauen April

Schaue ich mir die Stadt Plauen an – jeder kann seinen Ort heranziehen und mit den Medienmeldungen abgleichen –, so werden für den April fünf Taten aufgeführt, die sich tatsächlich im Polizeibericht befinden. Nicht erwähnt sind dabei zwei Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen, die im letzten Jahr durch die Presse gingen (und die ich im Wust der Vorfälle nur noch ungenügend recherchieren kann – also unter Vorbehalt) oder die Messerstecherei zweier Somalier, die einem jungen Mann fast das Leben kostete, der Überfall auf eine Disco in der Innenstadt … Spricht man mit Polizisten, Sanitätern, Feuerwehrleuten, Medizinern wird deutlich, daß diese fünf Vorfälle nur die Spitze des Eisberges sind. Vor allem in den Gemeinschaftsunterkünften gibt es tagtäglich Ärger. Das sind fünf von deutschlandweit, Stand 28.4.2016,  591 sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen, 304 Übergriffen auf Kinder, 1009 Diebstählen und Räubereien, 339 Bedrohungen, 749 Körperverletzungen, 81 Morden, Totschlägen und Tötungsversuchen, 76 Übergriffen in Schwimmbädern.

Hoffentlich hat das BKA auch das auf dem Schirm. Die „Junge Freiheit“ ist sicher bereit, die entsprechende Meldung genüßlich zu verbreiten.

Annäherung über den Streit

Endlich geht es los. Endlich geht es ans Eingemachte. Um ein bißchen zu provozieren, lasse ich Hussain Vers 119 (118) der dritten Sure lesen, die da lautet:

„O die ihr glaubt, nehmt euch nicht andere zu vertrauten Freunden, unter Ausschluss der Eurigen; sie werden nicht verfehlen, euch zu verderben.“

Wir nutzen die Übersetzung der Ahmadiyya, die zwar wenig verbreitet ist, die jedoch den deutschen und den arabischen Text gut leserlich präsentiert. Da der Eingangsvers „Bismi-llāhi …“, die Basmala, hier jeweils mitgezählt wird, differiert die Versnummer jeweils um die Zahl Eins zu den üblichen Ausgaben.

„Nehmt euch nicht andere zu vertrauten Freunden … sie werden nicht verfehlen, euch zu verderben.“ – darauf kam es mir an. „Sei vorsichtig, mein Freund“, sage ich, „genau das habe ich vor, genau das kann passieren, wenn du dich mit mir einläßt“. Und schon sind wir mittendrin, denn natürlich muß man den Kontext beachten.

Hussain weist mich auf einen anderen Vers hin, um das zu verdeutlichen:

60.9: „Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht bekämpft haben des Glaubens wegen und euch nicht aus euren Heimstätten vertrieben haben, gütig zu sein und billig mit ihnen zu verfahren; Allah liebt die Billigkeit Zeigenden.“

und ich brauche ihn nur kurz zu überfliegen, um auszurufen: „Perfekt – besser kann man den Unterschied zwischen Jesus und Mohammed nicht auf den Punkt bringen.“ Denn wo Jesus eine Affirmation setzt – „Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen … (Mt.5.44) – bemüht Mohammed eine konditionale „Doppelnegation: „verbietet euch nicht gegen jene, die euch nicht bekämpft haben“. Allah verbietet die Güte nicht, fordert aber auch nicht dazu auf. Und die, die euch bekämpft haben, gegen die seid nicht gütig?

Dann kommt die alte Frage nach dem Kontext – man müsse die gesamte Herleitung lesen:

60.8: „Vielleicht wird Allah Liebe setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; denn Allah ist allmächtig und Allah ist allverzeihend, barmherzig. 60:9 Allah verbietet euch nicht, gegen jene, die euch nicht bekämpft haben des Glaubens wegen und euch nicht aus euren Heimstätten vertrieben haben, gütig zu sein und billig mit ihnen zu verfahren; Allah liebt die Billigkeit Zeigenden. 60:10 Allah verbietet euch nur, mit denen, die euch bekämpft haben des Glaubens wegen und euch aus euren Heimstätten vertrieben und (anderen) geholfen haben, euch zu vertreiben, Freundschaft zu machen. Und wer mit ihnen Freundschaft macht – das sind die Missetäter.“

Was zu beweisen war.

Wenn der Muslim jemanden mag, dann will er ihn vor der Hölle bewahren – auch das stecke in diesen Zeilen. Dabei schaut Hussain mich an, als ob er mich meint: das Mögen und die Hölle.

Aber vor allem der Kontext müsse noch weiter befragt werden, denn in welcher Situation hatte Mohammed dies gesagt? Er bezieht sich dabei, so werde ich unterrichtet, auf die Schlacht von Badr 624, die eine zentrale Stellung in der Geschichte und Mythologie des Islam einnimmt. Dort besiegte Mohammed eine übermächtige Armee der Mekkaner und dieser unwahrscheinliche Sieg wurde von ihm als Zeichen Gottes gewertet. Gerade diese Verse werden von ISIS und anderen Fanatikern mißbraucht.

Alles gut und schön, erwidere ich, aber an der prinzipiellen Differenz – Affirmation und Negation, unbedingtes Vergeben und bedingtes Vergeben – ändert das nichts.

Ja, aber man könne dem auch viele andere Verse entgegenhalten und müsse die Botschaft des ganzen Buches beachten.

Das wiederum gebe ich zu, halte es aber für unmöglich, insbesondere bei „Heiligen Büchern“, die einen Großteil ihrer Faszination eben aus der inhärenten Widersprüchlichkeit beziehen …

Wir zerren noch ein wenig hin und her, müssen den Streit dann aber vertagen – weil der weitere Kontext tatsächlich fehlt. Also muß und werde ich den Koran weiter lesen …

So kann sie aussehen: die Annäherung über den Streit.

Die Chance des „Haßpredigers“

Pierre Vogel hat sich verdient gemacht – er hat es auf die Todesliste des „Islamischen Staates“ geschafft. Die dürfte mittlerweile deutlich länger sein als die lange Schlange selbstmordbereiter Gürtelträger, so daß man hoffen darf, den Salafisten-Prediger noch eine Weile unter uns zu haben.

"The punishment for apostasy" © Dabiq

„The punishment for apostasy“ © Dabiq

En passant versorgte uns die Skandalnachricht mit der Information über die Existenz einer „Vogue“ der Islamisten, eines Glanzmagazins namens „Dabiq“. Dabiq ist eine Stadt in Syrien – dort soll nach islamischer Überlieferung der finale Kampf zwischen den Rechtgeleiteten und den Ungläubigen stattfinden, das islamische Armageddon.

Zwei Clicks von Google entfernt, kann man das Magazin als PDF herunterladen. Eine interessante, eine aufschlußreiche Lektüre – aufgrund des Bildmaterials FSK 18. Anhand des Artikels „Kill the imams of kufr in the west“ läßt sich die Denke der Endzeitkrieger plastisch darstellen.

Aber schon das Vorwort verrät das Betriebsgeheimnis. Es ist die Zweiwertigkeit, die strikte Teilung in Gut und Böse, in „ja, ja, nein, nein“, entweder-oder, ohne Zwischentöne, es ist das totale Sendungsbewußtsein, die verabsolutierte Prämisse Islam/Muslim. Das einmal verstanden, macht Sätze wie diesen ein klein bißchen weniger schockierend: “The death of a single Muslim, no matter his role in society, is more grave to the believer than the massacre of every kāfir on earth. – Der Tod eines Muslims, ganz gleich, welche Rolle er in der Gesellschaft einnimmt, ist für den Gläubigen schlimmer als das Massakrieren aller kāfir (Ungläubigen) auf der Welt.“ Kann man ruhig erst mal setzen lassen. …

Das ganze gepaart mit Endzeitvisionen und fertig ist der IS-Sauerteig: „Any disbeliever standing in the way of the Islamic State will be killed, without pity or remorse, until Muslims suffer no harm and governance is entirely for Allah.” Mehr ist es im Grunde nicht. Jeder Idiot kann das begreifen und auch, daß es dann gute Gründe gibt, auf der richtigen Seite zu stehen. „Unlike the slaves of Shaytān, who strike with all their mor­tal might yet fear their mortal fate, the slaves of ar-Rahmān are prepared to meet their Lord, hopeful of His acceptance. Those kuffār who presume their bombs and proxy soldiers will cause the Islamic State to stop should realize that the soldiers of the Khilāfah have surrendered themselves to Allah, the Cre­ator of all things and Master of the Universe. There is thus no possibility of their surrender to humans.”

Nun freilich gilt es zu definieren, was ein Ungläubiger ist und was nicht. Zentralbegriff in dieser Kausalkette ist die „Apostasie“, also das Verlassen oder Wechseln der Religion. Man nennt das „Ridda“ im Islam und der Abtrünnige ist ein „Murtad“ und ihn erwartet, laut Koran, „der Zorn Gottes“ und „eine gewaltige Strafe“ (16.106), „der Fluch Gottes und der Engel“ (3.86ff.), „Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen“ (2.217). Es gibt eine ganze Theologie darüber, was mit den Abtrünnigen zu geschehen hat; bis heute ist man sich flächendeckend – aber nicht einhellig – darüber einig, daß der Tod im Hier und Jetzt die beste Strafe sei und man kann sich dabei auf Hadithe und andere Quellen berufen. Das muß uns in diesem Kontext weniger beschäftigen, die Theologie des IS ist nämlich, wie gesagt, eineindeutig: Prämisse: „Contrary to popular misconception, riddah (apostasy) does not exclusively mean to go from calling oneself a Muslim to calling oneself a Jew, Christian, Hindu, Buddhist or otherwise. In reality, there are only two religions. There is the religion of Allah, which is Islam, and then the religion of anything else, which is kufr.” Konklusion: “So whatever is not Islam is not the religion according to Allah and it will never be accepted.”

Die einzige Differenz, die der namenlose IS-Theologe einführt, ist die zwischen „Heuchler“ und „Lügner“ (munāfiq) und  „Abtrünnigem“ (murtadd). „The person who calls himself a ‚Muslim‘ but unapologetically commits blatant kufr is not a munāfiq (hypocrite), as some mis­takenly claim. Rather, he is a murtadd (apostate). The difference between nifāq (hypocrisy) and riddah is that a munāfiq conceals his kufr and openly manifests Islam, quickly apologizing if ever his cover is blown. The murtadd, on the other hand, openly commits his kufr after ascribing to Islam.”

Besagter Artikel beginnt exakt mit diesem Statement: „Das Gesetz für eine Person, welche riddah (Apostasie) begeht, verlangt die Todesstrafe, es sei denn, er bereut, bevor er gefaßt wird.“ Das führt zu scheinbar absurden Situationen, zu einer uns heute fremden Logik, die freilich strukturell auch aus christlichen Kontexten – dem Luthertum etwa – vorzufinden sind: „It should then be no sur­prise that Amīrul-Mu’minīn (Führer der Gläubigen) Abū Bakr al-Baghdādī (hafidhahullāh – Allah beschütze ihn) declared that any of the apostates from the sahwāt or otherwise who repent to Allah and surrender themselves to the Islamic State will be guar­anteed amnesty, even if they had killed a million mu­jāhidīn. But those who are caught before they repent, then there is no amnesty for them and theirs shall be a painful – and fatal – punishment.” (sahwāt – bedeutet „erwachen“ und wird von Djihadisten abwertend für politische Gegner genutzt) – selbst eine Million getötete Mujaheddin sind vergeben und straffrei, sobald man bereut und sich dem Islam unterwirft.

Nun wird, typisch fundamentalistische textbasierte Ideologie, eine ganze Reihe an vom Propheten überlieferten Beispielen gegeben. Daß Mohammed in seiner Zeit Verräter und Apostaten töten ließ, mag zeitgeschichtlich erklärbar sein, der IS weidet sich jedoch an der oft als unislamisch bezeichneten Brutalität: „The news reached the Prophet, so he sent trackers to find them. After they were found, he ordered that their eyes be gouged out with iron nails, their hands and feet be cut off, and they be left atop the volcanic rock field begging for water, which they would not be given, until they died in that condition [al-Bukhārī and Muslim].” Usw., es folgen “other examples of Allah’s Messenger kill­ing apostates” und auch Abu Bakr und andere Kalifen standen dem nicht nach.

Wichtiger sind stets die Schlußfolgerungen, auch wenn es allmählich ermüdet: „so despite calling themselves ‚Muslims‘ and accepting most of the revelation from Allah to His Messenger, their blood became halāl and killing them became wājib (Pflicht, Notwendigkeit).“

Historisch allerdings, zum großen Bedauern der IS-Indoktrinateure, wurde die Sharia nach dem Untergang der großen Kalifate nicht mehr angewendet, denn „kufr crept into Muslim lands by way of Sūfī and Rāfidī (schiitische Lehre) infiltration“ und damit wurde die Strafe für Apostasie oft nicht mehr vollstreckt und erst dank des „Wiedererstarkens des Kalifats“ könne nun endlich wieder ordentlich Recht gesprochen werden. Interessant auch die Nennung der im Westen so gern bejubelten mystischen Sufi-Bewegung als Ursache und Feind.

Dann folgt eine letzte Argumentationsvolte, bevor man sich den „Murtaddin in the West“ widmet – der Rekurs auf die stolze Geschichte, die psychosoziale Ursache und die Einführung des eigentlichen transzendenten Gegners Shaitan, der Teufel: „Within decades, the im­poverished and malnourished few thousand herders, date palm farmers, and trading travelers – the greatest, most knowledgeable, and most pious generations of the Ummah – plowed through the Roman and Per­sian empires to become literal masters of lands and people from the Iberian Peninsula to the Himalayas. The driving force was not wealth; nor the establish­ment of personal or tribal power; it had nothing to do with the world that was to be conquered. Instead, it was the Ākhirah – the life yet lived – that pushed the Muslims to their limits in order to please their Lord, the Creator, the Master of the Universe; for the life of this world, even at the height of its splendor and pleasantries, will always be the believer’s prison.

While the Crusaders have been the most apparent adversary of the Muslims for the past thousand years, one must never forget the original enemy of Islam and its nation. Shaytān, through his cunning and experi­ence with kufr, has always tried to infiltrate the Um­mah.”

Schließlich beginnen die Mujaheddin-Denker den Theorie-Haufen zusammenzukehren, um ihr Feindbild aufzubauen: die Kreuzfahrer-Nationen haben sich mit Shaitan verbündet und fanden kein besseres Mittel, ihre Ziele zu erreichen, als die Umma mit Leugnern und Apostaten zu durchsetzen, um die wahren Muslime vom Glauben abzubringen, sie zu kuffar zu machen und das ist man schon, wenn man auch nur ein einziges Gebot Allahs mißachte. Diese Allianz zwischen Shaitan, Kreuzfahrern (westliche Länder) und Murtaddin schwäche in der Tat die Umma. Anstatt die riesige Migration von Muslimen in die Länder der „mushrik“ (falsche Gottesanbeter) zur Islamisierung, zum Djihad zu nutzen, haben sich viele Muslime verweichlicht, die Bequemlichkeiten des modernen Lebens angenommen und letztlich ihre Identität verändert und verloren. Deren Kinder nahmen dann die Irrlehren der Demokratie und des Liberalismus an und diese Irrlehren wiederum fanden eine neue Brutstätte bei „islamischen“ Gelehrten, die sie weiter verbreiten und damit großen Schaden anrichten. Eines ihrer verabscheuenswürdigen Mittel der Hirnwäsche sei z.B. ihre Eloquenz, ihre rhetorische Gabe, dabei hatte doch schon al-Bukhari gelehrt und einen Riegel vorgeschoben: „Verily from eloquence comes sorcery” – ein Widerspruch, wenn man sich in Erinnerung ruft, daß Mohammed höchstselbst ein eloquenter Redner gewesen sein soll und der Koran als Gipfelpunkt auch der Rhetorik gilt.

Die Lösung für all diese Probleme liegt auf der Hand – die Überschrift des Artikels läßt keinen Zweifel.

Nun werden sie alle aufgezählt und ihre Untaten erwähnt: Hamza Yusuf z.B., der mit Juden und Christen zusammenarbeitete, wovor schon der Prophet gewarnt hatte, oder Suhaib Webb, Hisham Kabbani, Yasir Qadhi, Tawfique Chowdhury, Bilal Philips etc. Das sind nun alles keine Vorzeigedemokraten, weit entfernt. Darunter sind aus westlicher Sicht sehr bedenkliche Namen, sogenannte „Haßprediger“. Bilal Philips etwa wurde 2011 nach einem medienwirksamen Auftritt in Frankfurt und an der Seite Pierre Vogels des Landes verwiesen …

Apropos Pierre Vogel! Sein Name findet – entgegen des Eindrucks, den die Skandalmedien machen wollten – keine Erwähnung im Text. Nur ein Bild zeigt und erwähnt ihn. Vermutlich ist er eine zu kleine Nummer für den IS.

An seiner Stelle würde ich das als Chance begreifen.

"The apostates Bilal Philips and Pierre Vogel" © Dabiq

„The apostates Bilal Philips and Pierre Vogel“ © Dabiq

Zum Thema: Schutz dem Vogel, Pierre

Schutz dem Vogel, Pierre

Haßprediger Pierre Vogel auf ISIS-Todesliste“ – solcherart, in vielerlei Varianten, lauteten die Schlagzeilen der Medienriesen. Wer sich auch nur ein wenig mit Islam und Islamismus in Deutschland beschäftigt, kommt an dem lustigen jungen Mann mit rotem Bart und weißem Kaftan nicht vorbei. Ein Lächeln hat er stets parat und mich zumindest bringen seine Videobotschaften auch immer wieder zum Lachen. Der komplexen Wahrheit näher dürfte der Slogan des BR kommen: „Sozialarbeiter, Salafist, Hetzer – Pierre Vogel gilt als gemäßigter salafistischer Prediger. Seine Anhängerschaft will er auf den Pfad der Tugend führen – ein gottgefälliges Leben ohne Drogen und Disko. Aber dabei bleibt es nicht immer. Vogel-Zöglinge militarisieren sich.“

Mir scheint, Vogel ist tatsächlich sanfter geworden. Je mehr er sich in seine bemerkenswert gelehrte arabisch-islamische Welt vergräbt, umso weniger scheint die alte Boxer-Mentalität hervor. Tatsächlich  aber hat er ein Problem: Manche seiner Schüler wollen mehr. Gerade erst machte der Fall der 15-jährigen Polizistenattentäterin aus Hannover die Runde. Eine Tat, die Vogel verurteilte, aber das „belastende“ Videomaterial, das ihn vor sechs Jahren stolz die junge übereifrige und lernwillige Safia S. präsentieren läßt, ist nun mal da. Vogel erntet nicht zum ersten Mal die bitteren Früchte der Radikalisierung. Wie ein Zauberlehrling, der das Wort vergessen hat, kann er die Geister, die er rief, nicht mehr bewältigen: sie stürzen rechts und links an ihm vorbei in die heilige Schlacht. Dem Staatsschutz ist er zu extrem, er steht unter Beobachtung.

Seit ein paar Tagen hat der Salafist ein zweites Problem. Einigen ist er nicht radikal genug. Nicht irgend jemand mäkelt da, sondern ein Gegner, den man nicht gern hat: der IS. In seiner letzten Ausgabe der Hochglanzzeitschrift „Dabiq“ wird er – so schreiben es die Medien – auf eine Todesliste von „abtrünnigen Imamen“ gesetzt. Kritische Äußerungen zu jüngsten Terrorattacken dürften eine Rolle gespielt haben.

Häme ist fehl am Platze: „Laßt die Toten ihre Toten begraben“ … Manch ein Leser mag in einem ersten Impuls gedacht haben: Sollen sie sich doch gegenseitig abschlachten. Das wäre fatal.

Tatsächlich sollte man weiterdenken. Angenommen, die Drohung wäre real, hätte Pierre Vogel dann nicht ein Anrecht auf Polizeischutz? Nicht nur auf Über-, sondern auch auf Bewachung? So wie ein Böhmermann etwa oder ein Abdel-Samad?

Er hätte nicht nur ein Recht darauf, es wäre auch die Pflicht des Rechtsstaates für ihn einzustehen. Die Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Ideologie kann nur besiegt werden, wenn man die Kette unterbricht.

Und manchmal, und manchmal, wenn auch selten, gibt es Wunder und Zeichen. So zum Beispiel geschehen mit Ahmed Akkari, einst leitender Imam in Aarhus und Hauptverantwortlicher für die Exzesse der Mohammed-Krise. Trotz des immensen Schadens, den auch sein Handeln angerichtet hatte, begegnete ihm die dänische Gesellschaft im Großen und im Kleinen weiterhin mit Offenheit und Toleranz. Und irgendwann – das wird später Thema eines Artikels sein – irgendwann mußte Akkari die Stärke der „Schwäche“ begreifen, irgendwann erweichte sich sein Herz und er bat um Vergebung, löste sich vom radikalen Islam, begann offen darüber zu reden und aufzuklären und wirkt seither auf der demokratischen Seite – freilich noch immer, wenn auch aus anderen Gründen, unter dem Schutz des Staates.

Aber selbst, wenn es solche Bekehrungen nicht geben sollte, so verpflichten uns unsere Werte dazu, innerhalb unserer Gesellschaft, auch und gerade unsere Feinde in angemessenem Umfang und gegen äußere Bedrohungen, zu schützen. Nur das kann die Überlegenheit des demokratischen Wertesets beweisen.

Lesen Sie zum Thema: Die Chance des „Haßpredigers“

Blick in die Zukunft III

Mohammed hat das Visum für die Türkei nicht bekommen! Ablehnung der türkischen Behörden, ohne Begründung! Es wird viel von Abschiebung und Rücknahme gesprochen, den freiwilligen Rückkehrern legt man Steine in den Weg.

Dann ging alles ganz schnell. Noch am selben Tag buchte er ein Flugticket nach Griechenland und am Abend darauf saß er schon im Zug nach München und während ich das hier schreibe (23.4., 10 Uhr), dürfte er gerade im Flugzeug sitzen. Von Athen aus wird er sich an die griechisch-türkische Grenze durchschlagen, sich dort als Illegaler von der Polizei festnehmen lassen, die ihn dann, so ist der Plan, den türkischen Behörden übergeben wird. So machten es viele, wird mir versichert, Tausende stünden an der Grenze und wollen nichts sehnlicher, als Europa den Rücken kehren.

Weder Hussain noch Mohammeds Bruder Salim weinen ihm eine Träne nach. Die letzten Tage und Wochen waren auch für sie eine Qual. Wie der Tiger im Käfig lief Mohammed Tag und Nacht in der Wohnung herum. Die innere Spannung, das Warten auf ein Visum, die Schmerzen in den Ohren waren zu viel für ihn. Ständig mußte er reden, immer und immer wieder die gleichen Worte. Als ich ihn vor fünf Tagen zum letzten Mal sah, waren seine Augen verweint, seine Wangen unrasiert und eingefallen. Nur sein Glaube schien ihm noch ein wenig Halt zu geben.

Was mit ihm werden wird, ist kaum vorauszusehen. Sein Ziel heißt Konya. Dort lebt noch immer seine Frau mit den drei Töchtern. Die sprechen mittlerweile türkisch. Wird er es dahin schaffen? Wird er im Gefängnis landen? – was sein Ende bedeuten könnte. Kann er die Probleme mit seiner Frau lösen?

Er kommt als Verlierer. Hoffnungsvoll hat er den Weg angetreten, ist dem Ruf der deutschen Regierung voller Vertrauen gefolgt, obwohl jeder Vernünftige ihm hätte sagen können, daß er mit seinen bescheidenen Voraussetzungen hier kaum eine Chance haben würde. Schulden hat er aufgenommen, Familienvermögen verloren.

Als psychisches Wrack kehrt er gedemütigt zurück.

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Nachhilfe für Gauland?

Drei islamophile Argumente begegnen einem immer wieder, wenn es um den Zusammenprall der Kulturen, der „abendländisch-christlichen“ mit der islamischen geht. Es werden die Kreuzzüge als Paradebeispiel einer europäischen Schuld erwähnt, man verweist auf das Idyll eines friedlichen Zusammenlebens el-Andalus und die Bedeutung der islamischen Philosophie für das europäische Geistesleben. Keines der Beispiele hält in seiner Verabsolutierung einer genaueren Prüfung stand: die historische Bedeutung der Kreuzzüge wird extrem überzeichnet und der Kontext in der Regel verzerrt, das Multikulti-Idyll Andalusien ist wesenhaft Mythos und war weit weniger islamisch kulturell geprägt als meist unterstellt – die Rolle der islamischen Philosophie soll in aller Kürze hier behandelt werden.

Gerade feiert der „Focus“ – seiner journalistischen Pflicht der objektiven Berichterstattung folgend – die Demontage des AfD-Funktionärs Alexander Gauland: eine „Lehrstunde zum ‚christlichen Abendland‘“ sei ihm bei Maybrit Illner erteilt worden, in einer Sendung, die eigentlich die Parallelgesellschaften thematisieren sollte, die jedoch einmal mehr zum AfD-Prügeln wurde.

GaulandGauland ließ vernehmen: „Wenn der Islam zu Deutschland gehören würde, dann müßte man anders darüber reden. Aber sie brauchen ja nur in irgendein Museum gehen und sich die Bilder des Abendlandes angucken, da stellen Sie fest, daß der Islam eben keine Spuren in diesem Lande hinterlassen hat als Tradition.“ Woraufhin der Soziologe Leggewie mit dem Bilderverbot im Islam konterte. Ein unbemerktes Eigentor, denn die Frage im Hintergrund lautet doch: Weshalb kennt der Islam überhaupt ein Bilderverbot und verschwände nicht die gesamte westliche bilderbasierte Kultur, würde das Bilderverbot akzeptiert werden?

Ein noch größeres Eigentor schoß allerdings Sineb El Masrar. Im O-Ton „Focus“:

Auftritt El Masrar: Die Publizistin mit marokkanischen Wurzeln erteilt dem 75-Jährigen Nachhilfe: „Bezogen auf das kulturelle Erbe, was ja anscheinend sehr viele umtreibt: Hier in Europa ist man sehr  stolz auf die Aufklärung. Und ohne einen islamischen Gelehrten aus dem schönen Andalusien im 12. Jahrhundert, Ibn Rushd, der zum Teil auch in Marokko gelebt hat, wäre diese Aufklärung in der Form gar nicht möglich gewesen. Weil er tatsächlich der Brückengeber war, der die griechischen Philosophen übersetzt und somit erst Europa möglich und zugänglich gemacht hat.“

Zugegeben, Ibn Rushd lebte zeitweise in Marrakesch (heute Marokko), alles andere an dieser Aussage ist fragwürdig bis falsch. Sie kann daher als schöne Blaupause dienen.

Ibn Rushd war ein bedeutender Denker, keine Frage, aber zu behaupten, daß die Aufklärung ohne ihn nicht möglich gewesen wäre, ist katastrophal übertrieben. Die Aufklärung war ein multikausaler und notwendiger Prozeß, der sich über viele Jahrhunderte entwickelte und aus vielen Quellen speiste, nicht zuletzt aus dem Christentum. Aus diesem wuchsen Humanismus, Renaissance und Reformation hervor und diese stellten in der Tat eine Neubewertung der antiken griechischen Philosophie (Platon, Neuplatonismus und Aristoteles) dar. Deren Schriften waren im „Mittelalter“ weitgehend in Vergessenheit geraten. Europa mußte sich seine Urquellen erst wieder erschließen und tat das auf sehr vielfältige Weise. Eine davon war der Zugriff auf die islamische Philosophie, deren herausragende Vertreter die klassischen Schriften am Leben erhielten. Al-Kindi, Al-Farabi, Al-Ghazzali, Ibn Sina und Ibn Rushd haben sich durchaus große Verdienste erworben, die ersten beiden auch durch Übersetzungen, die sie z.T. nicht selber leisteten, sondern christliche Mönche damit beauftragten. Ibn Rushd – hier irrt Frau El Masrar komplett – ist durch Übersetzungen überhaupt nicht aufgefallen: er beherrschte das Griechische nämlich gar nicht!

Neben den arabischen spielen aber auch syrische und hebräische Übersetzungen eine große Rolle und eine ganze Reihe an Texten war schlicht und einfach auch im altgriechischen Original erhalten worden. Nicht zu vergessen die jüdisch-christliche Übersetzungsarbeit (Schule von Toledo), die Übertragungen ins Hebräische und Lateinische vornahm. Es sollte deutlich geworden sein, daß die arabischen Übertragungen der griechischen Klassiker bedeutend, aber nicht einzigartig waren und daß der Prozeß der Aufklärung auch ohne sie wohl stattgefunden hätte.

Besagter Ibn Rushd ist als feiner Denker und ausgiebiger Kommentator aristotelischer Schriften bekannt geworden. Immerhin war sein Denken so frei und „unislamisch“, daß man seine Bücher noch zu Lebzeiten verbrannte und er verbannt wurde. Fragt man heutige Muslime, dann kennen sie ihn kaum und falls doch, als Arzt und Wissenschaftler – ein Schicksal, das er mit Ibn Sina teilt. Seine kritischen philosophischen Gedanken sind noch immer häretisch, sie leben, im kleinen akademischen Winkel, fast nur in Europa fort.

Der größte Fehler, den dieses Argument jedoch beinhaltet, ist ein logischer, ist die Verwechslung von Botschaft und Boten, von Primärem und Sekundärem, von Fundament und Haus. Ohne es zu verstehen, nutzt Frau El Masrar sogar das treffende Bild: „Brückengeber“. So ist es: Ibn Rushd ist der, nein ein Brückenbauer – selbstverständlich ohne sich dessen bewußt zu sein -, vielleicht auch eine Brücke oder ein Dammbrecher, aber Aristoteles, die griechische Klassik, ist der Fluß! Ohne ihn keine Brücke aber ohne Brücke noch immer Fluß! Selbst die beeindruckende arabische Philosophie hätte es ohne Platon und Aristoteles nicht gegeben, denn das koranische Denken tendiert apriori und aus sich selbst heraus zur Stagnation. Nicht die europäische Philosophie hängt von der arabischen ab, auch wenn sie von ihr beeinflußt wurde, sondern die arabische von der europäischen.

Das Wesentliche ist und bleibt die griechische Philosophie, die abendländisch-griechische Philosophie, oder, wie Heidegger sagte: „Der gegenwärtige planetarisch-interstellare Weltzustand ist in seinem unverlierbaren Wesensanfang durch und durch europäisch-abendländisch-griechisch.“  (Erläuterung zu Hölderlins Dichtung. S. 177)


Ibn Rushd als Schüler - Ausschnitt aus: Raffaels "Die Schule von Athen" © gemeinfrei

Ibn Rushd als Schüler – Ausschnitt aus Raffaels „Die Schule von Athen“ © gemeinfrei

Gänzlich spurlos ist der Islam dennoch nicht an europäischen „Museen“ vorbeigegangen. Auf Raffaels Monumentalfresko „Die Schule von Athen“ kann man auch Ibn Rushd sehen, mit Turban, am linken Rand und nicht zufällig in die Aufzeichnungen des Pythagoras vertieft – als Schüler Athens! Im Zentrum des Bildes stehen Platon und Aristoteles, vor ihnen Leere und asymmetrisch Diogenes von Sinope. Mehr dazu hier: Was ist Kynismus?

Die Brakteaten- Presse

Es lohnt sich, eine gefundene Münze umzudrehen, beide Seiten einer Medaille anzuschauen.

In den Fundstücken VIII hatte ich einen FAZ-Artikel verlinkt, der über Schnellroda berichtet, wo Götz Kubitschek und Ellen Kositza leben und arbeiten. Beide haben in den letzten Monaten als „Vordenker der Neuen Rechten“ Karriere gemacht. Immer wieder wird versucht, sie in die Primitivnaziecke zu schieben, dabei genügte es, ein einziges Buch aus dem Antaios-Verlag zu lesen, um zu begreifen, daß hier ernsthaft gedacht und seriös gearbeitet wird. Man muß die Meinungen nicht teilen, aber man sollte sie dann diskutieren und nicht diffamieren.

Dies, Diffamierung, schien der FAZ-Artikel leisten zu wollen, weshalb ich ihn als selbstentlarvend empfahl.

Nun hat Kubitschek auf „Sezession“ reagiert und seine Version der Ereignisse abgegeben. Mehr Kontrast geht nicht. Deshalb meine Empfehlung: beide Artikel vergleichend lesen, eigenes Urteil bilden, weiterfragen:

FAZ: Die rechten Fäden in der Hand

Sezession: Die FAZ über Kositza und Kubitschek