Terror-Tourismus?

Mason Wells hatte sehr großes Glück, schreiben die Illustrierten. Denn Mason Wells, ein junger mormonischer Missionar, überlebte gerade seinen zweiten Terrorangriff und selbst im Januar 2015 war er nicht weit vom Geschehen entfernt. In Boston stand er am Straßenrand und sah die anderen sterben. Erst jetzt, beim dritten Mal, hat er es ins innerste Herz der Finsternis geschafft – als Beweis liegt er in einem Brüsseler Krankenhaus und kuriert Verbrennungen und Verletzungen aus.

Die Wahrscheinlichkeit ist astronomisch gering.

Wer ist dieser Mason Wells? Warum, so muß man sich doch fragen, setzen islamistische Selbstmordattentäter alles ein, selbst ihr Leben, um Mason Wells zu töten?

Oder funktioniert die Anziehung umgekehrt? Vielleicht sind nicht sie von ihm, sondern er von ihnen angezogen? Ist Mason Wells der erste Vertreter eines neuen Trends? Nach Jackass, Gangnam Style, Harlem Shake, Ice Bucket Challenge, Belfies, Bilfies und Selfies auf Gleisen, Wolkenkratzern und Steilküsten … nun der Terror-Tourismus? Mitten im Geschehen?

Winner is, wer am treffsichersten ahnt, wo es als nächstes kracht. Boston-Paris-Brüssel … Berlin?