Tiefe Bestürzung

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Fußballstadion im Irak sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens 29 Menschen getötet und 70 verletzt worden. Der Attentäter habe sich bei einem Spiel in dem Stadion von Iskanderija, einer Stadt 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad, in die Luft gesprengt.

Lassen Sie mich unsere tiefe Bestürzung und Trauer darüber ausdrücken, was Terroristen den Menschen heute in Iskanderija angetan haben, was Terroristen uns allen angetan haben. Wir verurteilen diesen feigen und barbarischen Akt.

Das sind Feinde aller Werte, für die wir einstehen – Freiheit, Demokratie und das friedliche Zusammenleben als selbstbewußte Bürgerinnen und  Bürger. Wenn wir jetzt komplett in Angst und Schrecken erstarren, dann haben die Terroristen ihr Ziel erreicht.

Das Entsetzen ist ebenso grenzenlos wie die Entschlossenheit, den Terrorismus zu besiegen. Die Mörder von Iskanderija sind Terroristen ohne Rücksicht auf die Gebote der Menschlichkeit. Unsere Kraft liegt in unserer Einigkeit und so werden wir uns als stärker erweisen als der Terrorismus.

Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Iskanderija und im Irak. Ihnen gilt in diesen schweren Stunden unser Mitgefühl und unsere Solidarität. Sie sind nicht allein. Wir müssen gegen den barbarischen Terror zusammenstehen. Die Ziele der Anschläge – ein Fußballstadion in der geschichtsträchtigen Stadt in der Wiege der Menschheit – sprechen dafür, daß dieser terroristische Anschlag nicht nur dem Irak galt, sondern allen kulturellen Errungenschaften. Es ist kein Zufall, daß die Mörder sich ein Fußballstadion gewählt haben, ihre menschenverachtende Ideologie in die Tat umzusetzen. Sie wollen unsere Lebensweise treffen und auch Europa an die fürchterlichen Ereignisse in Paris und Hannover erinnern. Es ist kein Zufall, daß sie sich diese Stadt erwählten, in der einst Saddam Hussein ein friedensbedrohliches Nuklearprogramm entwickelte.

Das ist ein schwarzer Tag für den Irak, den Nahen Osten, für Europa und die gesamte freie Welt. Diese abscheulichen Taten treffen uns alle. Wir stehen an der Seite von # Iskanderija und aller Iraker. Die schrecklichen Verbrechen, die so viele Opfer gefordert haben, verurteilen wir auf das Schärfste. Wir sind von den Ereignissen schockiert, teilen die Trauer des irakischen Volkes und fühlen den Schmerz der Familien und Freunde der Opfer nach. Den Angehörigen der Opfer wünschen wir Kraft in diesen dunklen Stunden, den Verletzten baldige Genesung. Wir fühlen uns ihnen so nah. Wir weinen mit ihnen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar – aller Menschen!

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