Sensibles Thema

Ich weiß, es ist eine sensible Frage, ein gesellschaftliches Tabu ersten Ranges, über das man nur hinter vorgehaltener Hand spricht (ganz ohne böse Ironie) oder besser noch gänzlich schweigt, nur unter allerallerbesten Freunden vielleicht …, ein empfindsames Thema, eigentlich vollkommen politisch inkorrekt und mancher Leser – was mir sehr leid täte und wofür ich mich pflichtgemäß schon mal vorab entschuldigen möchte – wird die Grenzen des guten Geschmacks oder sogar der Moral überschritten sehen, mich vielleicht sogar einen Unmenschen oder schlimmer noch Rassisten nennen – dabei glaube ich nicht und behaupte auch nicht, daß es sich um eine Frage der Rasse im eigentlichen oder auch nur im weitesten Sinne handelt und überhaupt distanziere ich mich von Rassismus und solchen Sachen –, man wird mich möglicherweise mit Sarrazin in einen Topf werfen – was der liebe Herrgott verhindern möge –, aber ich sage es jetzt trotzdem, betone aber ausdrücklich, daß ich nicht über alle Eritreer spreche, diese fast sechs Millionen Menschen, noch nicht einmal über die meisten, also durchaus nicht behaupte, daß das Eritreer-Sein bzw. weil sie Eritreer sind, dafür verantwortlich sei, und ich spreche auch nicht über d e n Eritreer an sich, sondern nur über die wenigen, die ich kenne (und die ja kaum repräsentativ sein können), also 21 Menschen eritreischer Abstammung, alle jung, zwischen 18 und 35 Jahren, Christen und Muslime, Männlein und Weiblein gleichermaßen, letztere auch schwanger – was im Einzelfall eine Erklärung hätte sein können –, daß also diese mir bekannten Eritreer alle, durch die Bank, eines, neben ihrer Herkunft und Hautfarbe – das darf man doch sagen? – eines gemeinsam haben, nämlich, nämlich …: Halitosis, also, also ich meine also … Mundgeruch. Richtig schweren Mundgeruch, kein Knoblauch etwa, das auch, aber ich habe nichts gegen Knoblauch, sondern solchen, der es dem Gegenüber schwer macht, unbefangen zu bleiben, Würgereiz erzeugt, der instinktiv dazu zwingt, den Kopf zur Seite zu nehmen, die Hand vor die Nase …

Fragt mich nicht warum. Statistisch sind 90% aller Fälle von Foetor ex ore, wie die Ärzte auch sagen (gegoogelt, gebe ich zu), im Mund- und Rachenraum verursacht und tatsächlich ist der Zahnstand bei einigen schon optisch sehr prekär. Verfärbungen sind weit verbreitet, Zahnarztbesuche häufig, nicht selten mit Extraktionen, auch – Ob das schon eine Form des diffusen Rassismus ist? Oder hat es mit den Krankenkassen zu tun? – Mehrfachextraktionen. Als ich z.B. Früchte behandelte und Proben reichte, wollten zwei nicht kosten und zeigten auf den Mund – vermutlich Säurevermeidung aufgrund sensibler Zahnhälse oder Karies.

Ich mag meine Eritreer – es sind liebe, nette, bescheidene Menschen, aber es ist nun mal, wie es ist. Hätte ich besser schweigen sollen?

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