Arabisch für alle!

So schnell wird man berühmt! Gerade noch ein Nullachtfünfzehn-Professor, dann eine steile These mitten ins siedende Fett hinein und schon brodelt und kracht und spritzt es in alle Richtungen. Informatik-Professor Strothotte – Nomen est Omen – läßt die Bombe platzen: „Alle deutschen Schüler sollen verpflichtend Arabisch lernen“. Frei-AraBier für alle! Diesmal freilich zieren sich die Deutschen und die einschlägigen Seiten sehen die Islamisierung im Vormarsch.

Nicht ganz ohne Grund, denn Islam ohne Arabisch geht nicht und inwieweit Arabisch ohne Islam auskommt, müßte geprüft werden. Überhaupt ist es die Pflicht jedes Muslims, die Sprache des Propheten zu lernen und da wir alle als Muslime geboren werden, bleibt uns nichts anderes übrig – oder Hölle! Ewig! Strothotte argumentiert allerdings, soweit man das aus den wenigen Satzfetzen, die uns hingeworfen werden, erschließen kann, rein

ideologisch: „Wir würden damit anerkennen, ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft zu sein“,

polit-ökonomisch: „empfehlen wir uns und unsere Kinder als wirtschaftliche, kulturelle und politische Partner …“

unlogisch: „Wären Deutsch und Arabisch gleichberechtigte Unterrichtssprachen, würden sich Kinder in Deutschland schon jetzt auf den tief greifenden Wandlungsprozeß des Nahen Ostens vorbereiten.“ – Ob er damit den tief greifenden Wandel Mitteleuropas vorbereiten will, erfährt man nicht.

Ist ihm eigentlich das Diskriminierungspotential des Vorschlages bewußt? Was werden unsere türkischen Mitbürger denken, die noch immer in der Mehrzahl sind? Was die Perser, die Chinesen oder gar die Russen? …

Ich, für meinen Teil, halte den Vorschlag für gut, wenn auch nachbesserungsbedürftig. Mit nur einem kleinen Wörtchen kann man ihn verträglich machen: „Alle deutschen Schüler sollen verpflichtend Arabisch lernen können“ – was doch so ein bißchen Entscheidungsfreiheit ausmacht.

Arabisch ist für den europäisch geschulten Geist unendlich schwer – zu Beginn zumindest. Es ist wie Aikido für unsere Bewegungsabläufe, wie Go für Schachspieler oder Grünkohl für Eskimos, vollkommen konträr zu allem Gewöhnten und damit ein phantastisches Flexibilitätstraining für Hirn und Denken. Es böte einen wunderbaren Einblick in die muslimische Denkweise und die fast zwangsläufige religiöse Indoktrination des Arabers durch seine Sprache, denn man muß lange suchen, um mohammedfreie Materialien zu finden bzw. man muß nicht lange warten, um über Mohammed und seinen Gott belehrt zu werden. Fangen wir mal beim Alphabet an:

Cartoon: Arabic Alphabetic Song

Und als Cat Stevens: A ist für Allah

Auch Pierre Vogel würde uns sympathischer werden: Muslim Tube

Und dann hätte das noch einen Vorteil auch für die deutsche Sprache. Unschöne deutsche Wörter wie „cool“, „yep“, „hi“, „chillen“ … würden vielleicht verschwinden. Wie schön wäre es doch, wenn zukünftige Jugendliche vor dem McDonalds stünden und sich begrüßten:

„Marhhaban Ach, Big Mac?“ – „Adschal!“ – „Barid, und dann aistarcha-a!“ (Hi Bro, Big Mac? – Yep! – Cool und dann chillen!)

Wie geil wär das denn?

 

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