DD-Dialog

Dresdener Impressionen

– Stehen Sie schon immer hier?
– Nein.
– Seit wann?
– Einiger Zeit.
– Und warum?
– Wegen der Sicherheit der Verkäuferinnen …
– Ist die Sicherheit der Verkäuferinnen denn gefährdet?
– … und wegen den Waren.
– Ach so?
– Die Inventur hat ergeben, daß in letzter Zeit verstärkt …
– War das schon immer so?
– Nö.
– Womit hängt das zusammen?
– Nu, ja, keine Ahnung …
– Das hat nicht etwa mit der neuen Einrichtung zu tun?
– Nö …, es gibt genügend Deutsche, die auch klauen.
– Ja, da haben Sie leider recht.

Dieser Dialog fand am 11.11. nicht um 11.11 Uhr statt. Handelnde Personen: der Verfasser und ein Sicherheitsmann eines örtlichen Sicherheitsdienstes in grüner Phantasieuniform. Ort: Der Nacht-Konsum Münchner Straße, Ecke Würzburger Straße in Dresden.

Konsum

Dort hatte es drei Wochen zuvor eine schwere Vergewaltigung gegeben. Als Täter wurden zwei Männer „südländischen Aussehens“ gesucht. In 700 m Entfernung, in den Sportstätten der TU Dresden, befindet sich seit August eine Asylunterkunft für 600 Asylsuchende. Diese „Vergewaltigung“ hat sich mittlerweile als Vortäuschung einer Straftat erwiesen!

TU

Gefragt habe ich den Wachmann, nachdem eine ortsansäßige Bekannte mir von einem Einkaufserlebnis berichtete. Demnach betraten nach 21 Uhr mehrere dunkelhäutige Männer mit leeren Bierflaschen das Geschäft, was nicht nur ihr, sondern sichtlich auch den beiden Verkäuferinnen einen Schrecken einjagte. Die ältere Dame rief sofort die jüngere Kollegin an die Kasse, um die Männer möglichst schnell und reibungslos zu bedienen. Auf Nachfrage gestanden die beiden Verkäuferinnen, tatsächlich Angst zu haben, insbesondere nach Ladenschluß, wenn sie an Gruppen junger und wohl auch alkoholisierter Männer im anliegenden Park vorbei gehen müssen.

Die Sorge der Frauen erweist sich als unbegründet – die jungen Männer bezahlen ihre Getränke und verlassen das Geschäft. Wenige Tage darauf steht seither der Wachmann an der Kasse …