Hypokrisie – die einfache Lösung

Hunderttausende Flüchtlinge leben unter denkbar ungeeigneten Umständen in Deutschland, in Turnhallen, Containerdörfern, Zeltsiedlungen und dergleichen. Der Winter steht vor der Tür, aus Mazedonien, Slowenien und Österreich, aus Pakistan, Afghanistan oder der Türkei erreichen uns immer neue Bilder von scheinbar unendlichen Menschenschlangen in Bewegung oder im Stau. Wo sollen die alle hin? Es droht eine humanitäre Katastrophe, Menschen werden massenhaft erkranken, Todesfälle werden absehbar, Unruhen nehmen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu.

Dabei ist das Problem ganz einfach zu lösen, ja, es hätte nie dazu kommen dürfen!

Im April waren laut einer Emnid-Umfrage 26% der Deutschen und sogar 33% der Ostdeutschen bereit, einen Flüchtling in ihrem Heim aufzunehmen. Da war sicherlich viel Idealismus im Spiel, die Entwicklung noch nicht absehbar, da war es noch leicht gut zu sein; die täglichen Bilder, vielleicht auch persönliche Erfahrungen, haben das nun relativiert. Eine neue Emnid-Umfrage Ende Oktober zeigt, daß immerhin noch 10% der Menschen dazu bereit wären, Flüchtlinge häuslich aufzunehmen. So etwas wie der harte Kern vermutlich. Und wer kennt sie nicht, die Leute mit den zu großen Häusern mit Alpen- oder Seeblick, mit den freistehenden Wohnungen …, die einen „Kritiker“ dann auch oft noch belehren oder in die böse Ecke stellen.

Zehn Prozent von 81 Millionen macht 8,1 Millionen. Wir könnten also, wenn die Umfragen stimmen, ad hoc acht Millionen Menschen aufnehmen und zwar privat, in unsere Wohnungen und Häuser. Wo sind die Leute?

Es gibt zu viele Menschen in diesem Land die „würden“ oder die Sätze mit „man muß“ beginnen und zu wenig Männer wie diese. Selbst wenn nur die Hälfte, was sage ich, ein Viertel, ein Zehntel aller Würdenden und Manmüsstenden im Ernstfall tatsächlich bereit wäre, dann könnten auf der Stelle alle Erstaufnahmeeinrichtungen geschlossen, alle Probleme – übrigens auch die der Sprache und der Integration – gelöst werden.

Es käme also lediglich darauf an, die zur Flüchtlingsaufnahme bereiten Menschen mit den Flüchtlingen zusammen zu bringen. Das tut man am besten – wenn man nicht auf eine administrative Entscheidung, die ohnehin nie kommen wird, warten will – indem man sich bei der Ausländerbehörde oder in den Erstaufnahmeeinrichtungen oder bei karitativen Verbänden meldet.

Und zwar jetzt!
Ist erprobt – funktioniert perfekt. Der Rest geht von alleine.

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